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Letzte Woche schrieb mir ein Kunde und erzählte mir, dass er einen Termin bei seiner Bank gehabt habe. Er wollte mit einem Spezialisten/Berater/Finanzplaner oder wie man es auch nennen mag, über seine finanzielle Zukunft reden.
Die Intention des Kunden war sicherlich seht gut. Es ist sehr vernünftig, jetzt darüber nachzudenken, wie man sich sein Leben in 10, 20 oder 30 Jahren vorstellt. Man benötigt hierzu jemanden, der tatsächlich spezialisiert ist und hilft. Oder besser: jemanden, der nicht versucht Ihnen etwas zu verkaufen.
Bei einer Bank hat man maximal 2 oder 3 Dinge
Logische Konsequenz ist, dass man NIE zu einer Bank gehen sollte um über seine finanzielle Zukunft zu reden. Ein vernünftiger Mensch hat zwei bis drei Dinge bei der Bank: ein laufendes Konto, ein Sparkonto und ggfs. eine Hypothek. That's it. Lassen Sie eine Bank für alles andere weitestgehend aus dem Spiel.
Verkaufstargets
Nicht nur, dass die Arbeitsqualität der Menschen, die bei einer Bank arbeiten weniger gut ist, es ist vor allem wichtig zu wissen, dass jeder Mitarbeiter einer Bank mit Verkaufszielen/-targets zu tun hat. Diese Targets müssen erreicht werden. Mit wem auch immer Sie in einer Bank sprechen mögen, behalten Sie im Hinterkopf, dass Verkaufsziele erreicht werden müssen und Ihr Ansprechpartner gerne seinen Job behalten möchte.
Die Marketingabteilung
Noch trauriger ist die Tatsache, dass Verkaufsziele auf den Produkten basiert sind, die die Marketingabteilung zu diesem Zeitpunkt wichtig findet. Wenn die Börse stark gesunken ist, wird man Ihnen bei einer Bank immer raten risikofreie Produkte zu kaufen. Wenn die Börse stark steigt, wird man Ihnen allerlei großartige Investitionsfonds anbieten, die gerade im laufende Jahr gut funktioniert haben – und das im nächsten Jahr natürlich nicht wieder tun werden…
Die Bankmitarbeiter bekommen ihre Verkaufstargets und werden gezwungen, ihren Kunden Produkte anzubieten, die sich die Marketingabteilung ausgedacht hat.
Investitionstipp der Abteilung `Marketing´
Lassen Sie sich von einer Bank beraten, dann lassen Sie sich also indirekt von einzelnen Marketingleuten beraten, vom Typ her 'schnelle Jungs', die nicht einmal eins und eins zusammenzählen können.
An wen sollten Sie sich dann wenden?
Der oben genannte Kunde war froh, dass ich ihn darauf aufmerksam gemacht habe und fragte mich, an wen er sich dann wenden solle. Ganz einfach: an einen unabhängigen Finanzplaner, die man Stundenweise bezahlt und der einem kein einziges Produkt verkaufen will. Als ich die Worte „unabhängiger Finanzberater“ bei Google eingab, erschienen mehr als genug Möglichkeiten…
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