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"5 goldene Tipps mit Ewigkeitswert"

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Wie kommt man nur auf eine solche Idee?
Letzte Woche präsentierte Barack Obama seinen Haushaltsplan für 2010 und 2011. Während dieser Präsentation sagte er, dass die amerikanische Regierung ab jetzt auf ihr Geld achten wird und kündigte anschließend ohne mit der Wimper zu zucken an, dass die Vereinigten Staaten in diesem Jahr ein Haushaltsdefizit von 1600 Milliarden Dollar erreichen werden. Dies ist gleichzusetzen mit ca. 12% des Bruttoinlandsproduktes.

Es ist im Übrigen irgendwie lustig und traurig zugleich, dass Länder von einem „Haushaltsdefizit“ sprechen und es als einen Teil des Bruttoinlandsproduktes bezeichnen. Durch die Kombination beider Dinge scheint es insgesamt viel weniger traurig als es in Wirklichkeit ist. In Europa zum Beispiel hat man sich nun zum Ziel gesetzt, das Haushaltsdefizit 2012 und 2013 wieder unter die 3% Marke zu senken. Schon das Setzen dieses Ziels sorgt dafür, dass das unwissende Publikum denkt, dass dann wieder alles in Ordnung sein wird, obwohl auch dann nach wie vor mehr Geld ausgegeben wird als in die Staatskassen hineinfließt.

Geniale Lösungen
Kurz zurück zu Obama. Wenn wir für einen kurzen Moment alle schönen Umschreibungen beiseite legen, kündigt Obama ganz einfach an, dass die Vereinigten Staaten 2010 den Erwartungen nach insgesamt über 2200 Milliarden Dollar Steuereinnahmen verfügen werden und dass sie 3800 Milliarden Dollar ausgeben werden. Obama könnte demnach im Grunde genommen auch folgendes sagen: „Wir geben in diesem Jahr 73% mehr Geld aus als hineinkommt.“ Im nächsten Jahr wird alles noch besser sein, denn dann gibt die amerikanische Regierung lediglich 59% mehr aus als hineinkommt.

Das Schöne (und auch gefährliche) an Obama ist seine Ausstrahlung: Wenn man ihm zuhört und selber nicht kritisch auf die Zahlen schaut, kommen seine Geschichten so großartig und verantwortungsbewusst rüber, dass man beinahe dazu neigt, ihn fragen zu wollen, ob er nicht auch die finanzielle Aufsicht über Deutschland übernehmen möchte.

Obama öffnete seine Presseerklärung mit starker Bush-Kritik, der in den vergangenen acht Jahren Tonnen von Geld ausgegeben hat. Jeder normal denkende Mensch weiß, dass es, wenn man jahrelang zu viel Geld ausgegeben hat nur eine Lösung gibt wieder aus den Schulden heraus zu kommen. Rigoros Kosten senken und dafür sorgen, dass ab jetzt weniger Geld ausgegeben wird als hineinfließt. Das ist beim einfachen Menschen so, bei Familien, in Unternehmen und eben auch bei Regierungsgeldern .
Obama hat eine andere geniale Lösung: Noch viel mehr Geld ausgeben.
Wie kommt man auf eine solche Idee?

Wie sieht das eigentlich in Deutschland aus?
Ich habe auch einmal den deutschen Haushaltsplan herausgesucht. Finanzminister Wolfgang Schäuble schätzt, dass der deutsche Staat im Jahr 2010 über ca. 239 Milliarden Dollar Steuereinnahmen verfügen wird. In 2009 wurde schon 49 Milliarden mehr ausgegeben als das es Einnahmen gab.

Aktuell schätzt man die Steuereinnahmen für 2010 also um 14 Milliarden Dollar niedriger ein wie in 2009. Jeder normale Mensch würde sagen: „Ok, wenn man dann dennoch die ursprünglichen geplanten Milliarden ausgibt, stimmt etwas nicht.“ Die deutsche Regierung hat „in Folge der Krise“ entschieden, dass die Regierung ihre Finanzen nicht mehr pflegen muss und gibt in diesem Jahr fröhlichen Mutes 325 Milliarden Dollar aus.

Die Politiker sagen quasi: „Wir haben ein Rückgang des Bruttoinlandproduktes 2009 von Minus 5%. Es gibt eine Wirschaftskrise. Und als Lösung werden wir jetzt noch mehr Geld ausgeben."
Die Regierung gibt also satte 86 Milliarden, sprich: 36% mehr Geld aus als hineinkommt.

Auch hier gilt, dass jeder normaldenkende Mensch sich schämen würde wenn er dieses zu verantworten hätte, aber Politiker machen das ohne mit der Wimper zu zucken, und täuschen vor sehr verantwortungsvoll tätig zu sein.