| Die Schuldigen sind unschuldig |
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Die Probleme in Griechenland stehen immer noch ganz oben auf der Tagesordnung. In dieser Woche kündigte der griechische Premierminister Papandreou Maßnahmen an, die das Haushaltsdefizit um fünf Milliarden Euro schrumpfen lassen sollen. Erhöhung des Steuertarifs, höhere Verbrauchssteuer auf Tabakwaren, Alkohol und Kraftstoffe und Kürzungen der Gehälter der Politiker. Die direkte Folge war natürlich die, dass das Land heute wieder am Boden liegt.
Am Donnerstag hat Griechenland dann erfolgreich einen zehnjährigen 6,25% Obligationenkredit über fünf Milliarden Euro ausgeschrieben. Dafür gab es jede Menge Interessierten, denn es gab für 15 Milliarden Euro Anfragen. Viele Politiker sind vor allem sauer auf die Hedge Fonds. Sie haben angeblich in Folge ihres massenhaften Kaufs von Credit Default Swaps (CDS) die Preise in die Höhe getrieben, hierdurch wiederum die Obligationskurse gesenkt und automatisch die Zinssätze für Obligationen erhöht. Hedge Fonds haben den Griechen sogar geholfen Sie werden verstehen, dass diese Hedge Fonds in den vergangenen Wochen genau das entgegengesetzte von dem gemacht haben, was ihnen zur Last gelegt wird. Sie haben Gewinne gemacht und ihre CDS genau darum verkauft. Hätten sie das nicht getan, oder hätten sie diese Dinger niemals in ihrem Besitz gehabt, dann wäre der Kurs der CDS auf griechische Staatsobligationen wahrscheinlich noch viel höher gestiegen, dann wäre der Tamtam noch größer gewesen und dann wären Kredite für die Griechen noch teurer. Wenn auch unbewusst, dennoch haben die Hedge Fonds den Griechen im Grunde geholfen. Wer hat die CDS so massenhaft gekauft? Im Grunde hat der Markt also gut funktioniert und gibt es nur einen Schuldigen für das griechische Drama: Die Griechen selbst. |