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"5 goldene Tipps mit Ewigkeitswert"

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Der große Vorsprung Südeuropas
Es klingt vielleicht komisch, aber ich behaupte, dass die Südeuropäer einen enormen wirtschaftlichen und mentalen Vorsprung gegenüber den Nordeuropäern haben. Ich habe diese Woche einen schönen Bericht gelesen, in dem ein interessanter Vergleich getroffen wurde.

Natürlich geht es allen Staatshaushalten aller europäischen Länder schlecht und den südeuropäischen Ländern geht es noch ein Stück schlechter als den nordeuropäischen. Der Unterschied jedoch ist der, dass die Auswirkungen großer Haushaltsdefizite und einer hohen Staatsverschuldung für das persönliche Leben des durchschnittlichen Nordeuropäers viel einschneidender sind, als die Auswirkungen für z.B. den durchschnittlichen Italiener.

Nordeuropäische Bürger vertrauen den (staatlichen) Behörden
Der nordeuropäische Sozialstaat hat während der vergangenen Jahrzehnte dazu geführt, dass die Bürger in Bezug auf ihre Rente viel mehr von Regierung und Rentenfonds abhängig sind. Die Bürger haben bis 2008 gelernt, dass Regierung, Versicherer, Rentenfonds, Zentralbanken etc. vertrauenswürdige Instanzen sind. Ungeachtet alldem was seither geschehen ist, vertraut ein Großteil der Deutschen, bzw. andere Nordeuropäer diesen Einrichtungen nach wie vor. Komisch.

Italiener sind viel reicher als man denkt
Der Italiener weiß im Gegensatz zu den Nordeuropäern bereits seit ungefähr 60 Jahren, dass er sich ganz und gar nicht auf die Regierung oder andere Instanzen verlassen kann. Italiener haben demnach schon vor sehr langer Zeit gelernt, für sich selbst zu sorgen und keine Hilfe von dritten zu erwarten. Der Mangel an Vertrauen in den Staat führt in erster Linie dazu, dass die Schwarzarbeit in Italien schätzungsweise 25% der Gesamtwirtschaft ausmacht. Viele Menschen, die offiziell arbeitslos gemeldet sind, sind dies nicht wirklich, weil sie schwarz arbeiten. Für die Menschen, die tatsächlich arbeitslos sind, steht die Familie ein.

Finanziell und mental besser gegen eine Krise gerüstet
Außerdem ist der durchschnittliche Italiener viel reicher als der durchschnittliche Nordeuropäer erwartet. Häuser bleiben über Generationen in Familienbesitz und der durchschnittliche Italiener nimmt im Durchschnitt viel geringere Darlehen auf als der durchschnittliche Deutsche. Eine durchschnittliche italienische Familie hatte 2007 ein Vermögen, das 8,6-mal größer war als das Familieneinkommen. In Deutschland war dieses Vermögen nur 4,6-mal so groß wie das Familieneinkommen.

Der durchschnittliche Italiener ist darum auch viel besser gegen eine Wirtschaftskrise gewappnet als der durchschnittliche Deutsche. Einerseits finanziell (siehe oben) und andererseits mental. Der Italiener weiß, dass er sich auf niemanden verlassen sollte außer auf sich selbst und auf die Menschen in seiner direkten Umgebung. Dies führt dazu, dass der Italiener sein finanzielles Leben komplett anders organisiert als oben genannter Nordeuropäer.

Davon können wir noch etwas lernen
In Deutschland können wir davon noch etwas lernen. Wir wissen, dass es den Staatshaushalten sehr schlecht geht, dass man Banken und Versicherern und vor allem staatlichen Behörden nicht vertrauen sollte. (Erinnern Sie sich einmal an die Wucherbeiträge, die Kreditkrise, Icesave, die Bankenpleite usw.)

Ich für meinen Teil habe schon vor sehr langer Zeit beschlossen, mich selber um meine finanzielle Zukunft zu kümmern und erwarte für meine Rente keinen einzigen Euro von irgendeiner Einrichtung. Welchen überzeugenden Grund habe ich denn, solchen Einrichtungen zu vertrauen? Keinen einzigen. Ich sorge darum für mich selber. Diese Einstellung führt ganz automatisch zu einer ganz anderen, unabhängigen, unternehmerischen Denkweise. Sollte unerwartet dann doch noch irgendwann eine Rente vom Himmel fallen, wenn ich in 19 Jahren 65 werde, dann muss ich wohl zugeben, dass ich heute Unrecht hatte. Allerdings wäre ich dann doppelt abgesichert. Auch nicht schlecht...