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Sie werden sich vielleicht noch daran erinnern, wie das Finanzsystem im letzten Jahr zum Stillstand kam, weil bei den Banken ein solches Chaos herrschte, dass sie nicht einmal mehr ihrer eigenen Balance vertrauten, geschweige denn der einer anderen Bank. Aus diesem Grund blieben alle auf den Geldern sitzen, die sie besaßen und niemand traute sich mehr einem anderen Geld zu leihen. Das ist nicht unbedingt positiv für die Börsen. Es gibt Anzeichen dafür, dass sich dieses Mißtrauen vor allem unter den europäischen Banken nun erneut entwickelt.
Beschönigte Probleme
Die Tatsche, dass die Buchhaltungsvorschriften im vergangenen Jahr kurzerhand geändert wurden und Banken sich nicht mehr für Schrottanleihen rechtfertigen mussten, war für Politiker, Medien und Anleger eine schöne Gelegenheit, eine zeitlang so zu tun, als wäre das Problem gelöst. Das bedeutet natürlich nach wie vor, dass höchstwahrscheinlich noch ein Haufen Schrott auf den Balancen einiger Banken unter den Tisch gekehrt wurde. Vor etwas mehr als einem Jahr berichtete ich in diesem Newsletter noch von einem großen Problem in Zentral- und Osteuropa (lesen Sie hier), das unterschiedliche europäische Banken heftig treffen werden würde. Nie mehr etwas davon gehört. Sollte diese Problem auf wundersame Weise gelöst worden sein? Ich befürchte nicht.
Lassen Sie die Finger von oder nehmen Sie Abschied von europäischen Bankaktien
Zu allem Überfluss besitzen viele Banken und Rentenfonds jetzt riesige Portefeuilles voll von griechischen, spanischen, portugiesischen und italienischen Staatsobligationen, die auf jeden Fall ganz kräftig an Wert verloren haben und die möglicherweise noch mit einem großen Risiko behaftet sind. Die Bankenkrise wurde also nie wirklich gelöst. Sie hat sich nur in eine Länderkrise verwandelt und droht nun wieder in eine Bankenkrise zurückzuschwappen. Wenn Sie also europäische Bankaktien besitzen sollten, würde ich sie an Ihrer Stelle nun wirklich verkaufen und dieses Geld in einfache Unternehmen investieren, bei denen man ganz klar erkennen kann, dass sie gut laufen und finanziell gut dastehen.
Mit TopAktienReport sind wir ständig auf der Suche nach solchen Unternehmen und europäische Bankaktien kommen ganz sicher nicht in Betracht für unseren "Top Aktien Report".
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