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Bernanke erklärte Mittwoch, dass der amerikanische Wirtschafts-aufschwung weitergehe, die Voraussichten jedoch "ungewohnt unsicher" seien. Ungewohnt? Für wen? Auf jeden Fall nicht für uns! Jeder logisch denkende Mensch, der sich die Zahlen ansieht weiß, dass dieser künstlich angefachte Aufschwung nicht weitergehen kann und nur zu noch größeren Problemen in der Zukunft führen wird. Warum er nicht? Weil er die öffentliche Meinung für noch mehr Stimulationsmaßnahmen und Gelddruckerei öffnen will. Achten Sie immer gut auf die Verwendung solcher Worte durch Politiker und Zentralbänker.
Achten Sie gut auf diesen Sprachgebrauch
Ungewohnt, schlechter oder besser als erwartet, unerwartet etc. sind leere Floskeln, die von solchen Menschen benutzt werden, um sich selbst von der Tatsache freizusprechen, dass Sie gepennt haben. Oder sie wollen die öffentliche Meinung öffnen um neue Pläne durchzusetzen. Die Politiker und Medien übernehmen diese Meinung klaglos und der durchschnittliche Bürger nimmt diese Meinung klaglos an. Warum hat niemand im Kongress Bernanke gefragt, was er denn eigentlich mit "ungewohnt" meint? Wahrscheinlich, weil der amerikanische Kongress, um es mit den Worten des niederländischen Historikers van Rossem zu sagen, aus einem wunderlichen Haufen Idioten besteht. Für kritische Geister, die selber nachdenken gilt allerdings, dass es wichtig ist, zwischen den Zeilen zu lesen; sich zu fragen, was jemand eigentlich mit einer Aussage sagen will - was seine hintergründige Absicht sein könnte. Kein Stück geschriebenes Wort und keine Aussage klaglos als Wahrheit annehmen, selber die Zahlen hinzuziehen, die Zahlen betrachten und für sich selbst beurteilen wie ungewohnt oder unerwartet eine bestimmte Wirtschaftszahl ist.
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