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Im monatlich erscheinenden Gloom, Boom & Doom Bericht von Marc Faber habe ich letzte Woche eine sehr interessante Analyse zu diesem Thema gelesen. Die Analyse kam zustande nachdem Robert Prechter (der Typ von Elliot Wave) vorausgesagt hatte, dass die Börse tatsächlich um 90% fallen wird. Prechter bewährt, dass 1983, als der Dow Jones um die 1000 notierte, ein Bull-Markt begonnen hat und dass die Geschichte gezeigt hat, dass die Börse nach dem Ende eines Hypes wieder auf das Niveau herabfällt von wo aus sie in den Hype gestartet war.
Außerdem ist Prechter der Meinung, dass eine Deflation zu entstehen beginnt, weil 80% der weltweiten Schulden durch eine Krise nicht abbezahlt werden würden und darum ein enormer Crimp der ausstehenden Schulden die Folge sei. Konsumenten hätten dann kein Geld mehr, das sie ausgeben könnten. Man sollte darum lieber Dollar oder Euro in Form von Bargeld besitzen.
Historisch betrachtet gar nicht so unwahrscheinlich wie es scheint
Die meisten Menschen werden bei einer solchen Vorhersage mit den Schultern zucken, weil sie so unwahrscheinlich wirkt. Dennoch gilt, dass es in der Geschichte häufig genug vorgekommen ist, dass eine Börse um mehr als 90% gesunken ist. So entsetzlich unwahrscheinlich ist der Gedanke also nicht.
Warum wir absolut nicht derselben Meinung sind wie Prechter
Faber glaubt nicht, dass die Börse so heftig fallen wird. Er denkt sogar, dass die Börse über dem Boden von Mitte März 2009 bleiben wird. Und wir glauben das auch. Ein Börsenfall von 20% wird bereits zu so viel Panik in den Führungszimmern der Zentralbanken führe, dass nicht nur die Federal Reserve, sondern auch andere Zentralbanken die Geldpressen 24 Stunden am Tag laufen lassen werden. Und wenn dann viel neues Geld in das System gepumpt wird, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass (ein Teil) dieses Geld an die Börse fließt. Gleichzeitig wächst die Menge Geld und dadurch verliert es an Wert.
Außerdem entwickelt sich keine Deflation, sondern eine Inflation. Analytiker die Deflation vorhersagen scheinen zu glauben, dass die Wirtschaftswelt immer noch aus den Vereinigten Staaten, Europa und Japan besteht. Sie vergessen, dass in Asien gerade viel passiert wodurch Rohstoffpreise anziehen und bei uns die Preise auch steigen werden (hierzu verweise ich auf meinen Artikel von letzter Woche).
Stellen Sie sich vor Prechter hätte Recht
Wenn Geld dann noch etwas wert sein sollte, sollte man es besser unter der Matratze oder in einem alten Strumpf aufbewahren. Wenn die Börse nämlich tatsächlich um 90% sinken würde, gehen Regierungen, Banken und Rentenfonds garantiert bankrott. Das würde bedeuten, dass Gelder auf Bankkonten und Sparbüchern wertlos werden würden, ebenso wie Gelder, die in Staatsanleihen investiert wurden und aufgebaute Renten würden zerschmelzen wie Schnee in der Sonne. In diesem Szenario verliert man als braver Bürger also ganz einfach sein Geld.
Bei 90%igem Börsenfall doch besser Aktien
In einem Szenario in dem die Börse tatsächlich um 90% fällt, kann man also besser Aktien gut laufender Unternehmen besitzen oder Währungen von finanziell starken Ländern oder aber Edelmetalle und Rohstoffe. Wenn man in Aktien finanziell starker Unternehmen investiert, wird man also ungefähr 90% verlieren. Das ist auf jeden Fall ein ganzes Stück besser als 100% zu verlieren und die Wahrscheinlichkeit ist groß, dass der Kurs dieser Aktien anschließend wieder eine steigende Linie verzeichnen wird.
Was wären die Folgen für uns?
In erster Linie ist es so, dass ein solcher Börsenfall nicht einfach kurz innerhalb eines Monats eintritt, sondern dass das vielleicht sogar Jahre dauern wird. Zwischenzeitliche Hochs eingeschlossen.
Mit TopAktienReport würden wir natürlich viele Verluste wieder gut machen, indem wir die Signale aus dem "Super Options Report" befolgen. Wirklich schön würde es mit einer Buy-and-Hold Strategie natürlich nicht werden. Mit DienstagTrader-Trend würden wir einen superhohen Gewinn einfahren. Allerdings ist es so gut wie sicher, dass die Politiker ab einem bestimmten Moment ein Verbot auf Short-Selling einführen würden. In diesem Fall wären wir gezwungen, zu DienstagTrader-Easy zu wechseln. Auch das wäre jedoch nicht so tragisch, denn diese Strategie bewies sogar 2008, dass auch in Zeiten sinkender Börsen ein guter Gewinn zu erzielen ist.
Unsere Schlussfolgerung
Wir erwarten absolut nicht, dass Prechter mit seiner Vorhersage Recht bekommen wird und wir haben Ihnen auch gesagt warum. Zentralbanken würden eher bis zum Umfallen Geld drucken und zu diesem Zeitpunkt würde sich bereits eine Inflation entwickeln. Prechter geht davon aus, dass der westliche Bürger kein Geld mehr haben wird, vergisst dabei jedoch, dass sich in Asien gerade eine Mittelschicht von 2 Milliarden Menschen entwickelt, die schon jetzt eine Kaufkraft von insgesamt $6.900 Milliarden besitzt und die laut McKinsey auf $20.000 Milliarden wachsen wird. Selbst wenn McKinsey nur halb Recht bekäme, so wäre es schon unmöglich, dass sich Prechters Voraussichten bewahrheiten würden.
Gleichzeitig ist es so, dass es schön und gar nicht so dumm ist, sich einmal vorzustellen, wie die Welt aussehen würde, wenn er doch Recht bekommen würde. Und das wirklich schöne daran ist, dass unsere Schlussfolgerung zu diesem Thema fast mit dem übereinstimmt, was wir in unserem Gratisbericht "Sei vorbereitet und habe einen Plan" geschrieben haben.
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