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Zitternde Diktatoren und die Börse
Montag, 07. Februar 2011 um 11:03 Uhr
Die Unruhen in Ägypten sorgten vergangenen Freitag dafür, dass die Börse zum ersten Mal seit Langem einen kräftigen Rückgang verdauen musste. Der 11. August war zum Beispiel das letzte Mal, dass die Nasdaq an einem Tag um mehr als 2% sank. Vorigen Montag schrieb ich noch, dass die Wahrscheinlichkeit groß sei, dass die Börse in einem steigenden Trend bleibe, bis Bernankes neuestes Gelddruckprogramm am Ende ist.

Ausdehnung der Aufstände sehr gut möglich
Wir bleiben dabei, müssen jedoch gleichzeitig damit rechnen, dass die ägyptischen Aufstände sich auf andere arabische Länder ausdehnen könnten. Den Rückgang vom vergangenen Freitag dürfen wir als eine Warnung betrachten. Diktatoren zittern, denn sie (sollten) wissen, dass Menschen in Aufruhr geraten, wenn sie ihre täglich nötigen Lebensmittel nicht mehr bezahlen und damit ihre Familie nicht mehr ernähren können.

Wir erleben nun eine Kombination zweier Faktoren: ein enormer Anstieg der Nahrungsmittelpreise und die Ermutigung, die von den Protesten in Tunesien und Ägypten ausgeht. Wir müssen also damit rechnen, dass das alles auf andere arabische Länder (Öl) übergreifen könnte und dass die Börsen dann einen kräftigen Rückgang aufs Brot geschmiert bekommen.

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