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Chinesische Aktien
Donnerstag, 31. März 2011 um 11:29 Uhr
Rundum chinesische Aktien gibt es viel Aufsehen. Blogger, die möglicherweise im Dienste großer Short Seller (Hedge Fonds) stehen, schreiben leidenschaftliche Plädoyers darüber, warum chinesische Unternehmen ihre Bücher nicht ordentlich führen oder warum einige Unternehmen sich besser darstellen als sie in Wirklichkeit sind.

Das Ergebnis ist das Entstehen eines negativen Sentiments chinesischen Aktien gegenüber, und das wiegt ganz klar schwerer als der gesunde Menschenverstand. Außerdem führt es dazu, dass diese Short Seller für ihre Manipulationen belohnt werden und damit ihre Gewinne innehaben.

In vielen Fällen sehen wir, dass man den Argumentationen dieser Blogger direkt den Wind aus den Segeln nehmen kann, aber in Bezug auf das Sentiment hat das Übel dann schon zugeschlagen. Die Nachfrage auf chinesische Aktien bleibt dann aus und daraufhin sinken Aktienkurse auf ganzer Linie.

Was tun, wenn Sie Betrugsopfer werden?
In einigen Fällen kann man wirklich von regelrechtem Betrug sprechen. Bei einer Aktie in unserem
TopAktienReport Portefeuille scheint es nun so zu sein. Wir denken, dass man immer und überall dem Risiko ausgesetzt ist, ein Betrugsopfer zu werden. Viele chinesische Aktien werden nur auf die rote Liste gesetzt, weil sie keine Big-4 Buchhalter haben.

Eine absurde Behauptung, denn den Track Rekord der Big-4 Buchhalter kann man nicht unbedingt rühmenswert nennen. Die oben gemeinte Aktie hatte übrigens sehr wohl einen Big-4 Buchhalter. Genau wie der Börsenwachhund SEC hat auch der 'Qualitätsbuchhalter' Deloitte jahrelang nichts bemerkt.

Betrügereien sehen wir überall in der Welt. In den Vereinigten Staaten (Bankensektor, Enorm, Worldcom etc.), in Deutschland (Telekom, IKB, Holzmann, Teakholz, Immobilien, Bankensektor etc.) und eben auch in China.

Alle über einen Kamm scheren
In den vergangenen Wochen erlebten wir bei zwei mittgroßen amerikanischen Technologieaktien (nicht aus unserem Portefeuille) Betrugsvermutungen innerhalb der Buchführung. Der Unterschied ist der, dass dies vom Markt als Einzelfälle betrachtet wird, während man bei chinesischen Aktien direkt alles über einen Kamm schert. Die Manipulation ist sogar so schlimm, dass der Bankensektor in den Vereinigten Staaten und Europa jetzt schon wieder als eine gewöhnliche Investitionsanlage betrachtet wird, obwohl die Irreführung nirgendwo so groß ist, wie in diesem Sektor.

Jämmerliche Börsenwachhunde
Man muss als Anleger damit rechnen, früher oder später Opfer eines betrügenden Unternehmens zu werden. Das ist so, weil wir bei der Selektion von Aktien nun einmal davon ausgehen müssen, dass die an die Behörden weitergegebenen Zahlen korrekt sind. Wir können nicht anders.

In der Praxis liefern Börsenwachhunde, Zentralbanken und Buchhalter jedoch häufig jämmerliche Arbeit ab, wenn es um ihre Kontrollaufgaben geht. Wenn ein Unternehmen (oder jemand innerhalb eines Unternehmens) also betrügen will, besteht die Möglichkeit, dass dies erst dann entdeckt wird, wenn bereits ein großer Schaden entstanden ist. Wir müssen als Anleger also davon ausgehen, dass die Absichten der Chefetage eines Unternehmens ausschließlich gute Absichten sind.

Verteilung ist entscheidend
Man kann also kaum etwas dagegen tun, Opfer eines Betrugsfalls zu werden. Als Anleger muss man darum sehr gut darauf achten, dass man lediglich einen Teil seines Geldes in nur eine Aktie steckt. Sie sollten darum ein Portefeuille von mindestens 15 Aktien führen und falls möglich nach unterschiedlichen Strategien anlegen.
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Was werden wir tun?
Was die mit
TopAktienReport selektierten chinesischen Aktien betrifft, so haben auch wir Probleme in Folge des negativen Sentiments. Unser Prinzip lautet jedoch, sich nicht mit dem Sentiment zu beschäftigen. Sentiment ist grundsätzlich ein zeitlich begrenztes Phänomen und wir investieren langfristig. Und wenn Sie diesen Artikel lesen, wissen Sie auch, dass die Börse fast nie Recht hat.

Es könnte gut sein, dass wir bei einer weiteren oder sogar mehreren anderen Aktien Opfer von Betrug werden (kein Mensch kann das wissen), aber von den Aktien, die derzeit zu Unrecht so niedrig bewertet werden, erwarten wir hunderte Prozent Gewinn. Dadurch werden wir letztendlich ein sehr gutes Ergebnis erzielen. Und darum geht es schließlich beim Anlegen.

Die größten Gewinne kann man gerade dort einfahren
Wir werden in der kommenden Zeit zur Sicherheit kurz keine chinesischen Aktien selektieren. Wir beobachten das Sentiment allerdings dennoch sehr gut. Sobald wir die ersten Veränderungen des Sentiments wahrnehmen, sobald Hedge Fonds und große Short Seller ihre Fühler auf irgendetwas anderes richten, werden wir uns unmittelbar die günstigsten chinesischen Aktien schnappen. Denn genau dort kann man unserer Meinung nach schließlich die größten Gewinne einfahren.
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