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So, das ist gesagt. Hab ich jetzt Ihre Aufmerksamkeit? Dann werde ich diese Behauptung nun kurz erläutern. Wenn Menschen in großen Gruppen zueinanderfinden, verhalten sie sich häufig idiotisch. Manchmal in positivem Sinn, so wie es bei einem Musikkonzert der Fall ist. Manchmal in negativen Sinn, so wie zum Beispiel in einem Fußballstadion. Auch der einfache, gewaltfreie Zuschauer verhält sich auf eine Art und Weise, wie er es zu Hause niemals tun würde. Denken Sie an das Beschimpfen des Gegners oder des Schiedsrichters.
An der Börse finden sich auch große Menschengruppen zusammen. Auch, wenn nicht alle Käufer und Verkäufer sich physisch gegenüberstehen, bleibt es dennoch eine enorm große Menschengruppe die einander beeinflusst. Oftmals in Folge aufgepumpter Berichterstattung in den Medien. Auch hier gilt, dass große Menschengruppen sich irrational verhalten. Und das die Börse irrational ist, ist eine Tatsache.
Kurz zu Microsoft als Beispiel
Es gibt extremere Beispiele. Schauen Sie sich einfach hier oben den Artikel zu der Aktie an, die wir in unserem „Top Aktien Report“ ausgewählt haben. Wir nehmen dennoch kurz Microsoft, da dies die größte Aktie ist und weil jeder das Unternehmen kennt. Dieses Unternehmen hat während der letzten vier Quartale (und auch davor) jedes Mal einen schönen Gewinn realisiert. Wenn ein Unternehmen Gewinne macht, steigt sein Wert. Genau betrachtet ist bei Microsoft also nichts Schockierendes passiert. Sie tun das, was se schon seit Jahren tun: Gewinne verbuchen.
Von 385 Milliarden auf 136 Milliarden
Die Börse war da anderer Meinung. Ende 2007 war die Börse noch der Ansicht, dass Microsoft $385 Milliarden bzw. $35 pro Aktie wert war. Etwas mehr als ein Jahr später betrug der tatsächliche Wert des Unternehmens nur noch $136 Milliarden bzw. $15 pro Aktie. Und das, obwohl Microsoft weiterhin in jedem Quartal Gewinne einheimste!
Stellen Sie sich einmal vor…
dass Microsoft nicht Börsennotiert wäre. Und weiter, dass ein Finanzspezialist im Dezember 2007 und März 2009 für seinen Chef ausrechnen müsste, wie viel Microsoft wert war. Stellen Sie sich dann noch vor, dass er seinem Chef die hier oben genannten Zahlen vorlegen muss. Was hätte sein Chef dann wohl zu ihm gesagt? Sie können es sich denken: SACHEN PACKEN!! SIE SIND GEFEUERT!!
Der Kurs bewegt sich am Ende um den tatsächlichen Wert herum
An der Börse gibt es keinen Finanzspezialisten, der gefeuert werden kann. Es gibt jedoch eine Vielzahl Käufer und Verkäufer, die virtuell zusammenkommen und größtenteils irrational handeln. Nur langfristig gilt, dass ein Kurs einer Aktie sich immer rund um den tatsächlichen Wert einer Firma her bewegt. Auf eine abwärts gerichtete Übertreibung folgt Erholung. Und danach möglicherweise sogar eine Übertreibung nach oben.
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