| Warum der Goldpreis sich stark korrigieren könnte (und warum der Dollar sich stark erholen könnte) |
| Montag, 07. Dezember 2009 um 14:13 Uhr |
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Bis dato war man der allgemeinen Überzeugung, dass die Federal Reserve die Zinsen frühestens irgendwann 2011 erhöhen würde. Nicht zuletzt, da Bernanke selber mehrere Male betonte, die Zinsen so lange wie dies nötig sei unberührt zu lassen.
Die wirklich akzeptablen Arbeitsmarktzahlen, die am Freitag in den Vereinigten Staaten präsentiert wurden, hatten direkten Einfluss auf die Erwartungen. Im November gingen lediglich 11.000 Jobs verloren, obwohl die Analysten einen Verlust von 125.000 Arbeitsplätzen vorausgesagt hatten. Für den Markt ist dies ein Anzeichen dafür, dass das wirtschaftliche Tal erreicht ist und auch die Zahl der Jobverluste sein Tiefstniveau hinter sich gelassen hat. Die Wahrscheinlichkeit, dass die Beschäftigungszahlen 2010 zunehmen werden, ist die logische Folge des Höchststandes der Arbeitslosenquote. Hierdurch wiederum werden der Konsum und dementsprechend auch die Wirtschaft weiter wachsen. Diese Schlussfolgerung führt dazu, dass eine zunehmende Inflation wahrscheinlicher wird und dadurch wird die es ebenso wahrscheinlicher, dass die Fed die Zinsen erhöhen wird. 68% Chance auf Zinsensteigerung in 2010 Erhöhte Chance auf Senkung der Rohstoffpreise
Was ist ein „Carry Trade“? Wenn viele Anleger und Hedge Fonds das ebenso tun werden, wird natürlich viel Silber und Gold gekauft (im Wert steigend) und viele Dollar verkauft (im Wert sinkend). Das geht so lange weiter, bis zu einem bestimmten Moment ein Newsletter wie gestern veröffentlicht wird. In diesem Fall wollen viele der Carry Trader doch schnell ihre Gewinne einheimsen und ihre Positionen liquidieren. Folge: Verkauforder für Gold und Silber und Kauforder für den US Dollar. Im Klartext: Sinkende Gold- und Silberpreise und ein steigender US Dollar. Wie viel Geld hängt in solchen Carry Tradern? Erst dann, wenn diese Carry Trader wieder geschlossen sind, sinkt der Verkaufsdruck von Gold und Silber und ergibt sich wieder Raum für eine neue Steigung. Wann wird das sein? Und wie weit wird der Goldpreis dann zum Bespiel gesunken sein? Das können wir unmöglich wissen. Wohl aber wissen wir, dass der Goldpreis binnen eines Jahres um 70% gestiegen ist. Der Goldpreis könnte also um ein großes Stück abnehmen, ohne dass der steigende langfristige Trend gefährdet würde. Des Weiteren könnten natürlich jederzeit Wirtschaftsnachrichten veröffentlicht werden, die das derzeitige ökonomische Bild wieder auf den Kopf stellen und den Goldpreis wieder steigen lassen. Wie sehen wir den langfristigen Trend? |