2008 revisited? Warum wir nicht davon ausgehen

Als die Aktienkurse im August sanken, konnte ein Blinder erkennen, dass die aktuelle Situation eine andere war, als die in 2008. Silber, aber insbesondere Gold fungierten letzten Monat als sichere Häfen, und Rohstoffpreise blieben letztendlich recht stabil.

Letzte Woche erlebten wir eine Situation, die uns an das Jahr 2008 erinnerte. Anleger verkauften Aktien, Gold, Silber und übrige Rohstoffe, um anschließend mit dem freigewordenen Geld aus vollen Zügen amerikanische Staatsanleihen zu kaufen. Ich habe in unterschiedlichen Online-Zeitschriften schon Titel gelesen, in denen die Situation 2008 herangezogen wurde. Wenn wir jedoch mit klarem Kopf darüber nachdenken, erkennen wir enorme Unterschiede. Ich nennen sie Ihnen nun einmal:

    1. Bis zum Sommer 2008 gab es eine enorme Rally auf Rohstoffe, bei der sehr viele Teilnehmer auf Margin handelten. Das gezwungene Schließen von Positionen sorgte für eine enorme Verkaufswelle (und viele Konkurse), die den Ölpreis sogar von 147$ auf 30$ sinken ließ. Dieses Jahr lag der Ölpreis infolge des „Arabischen Frühlings“ kurzzeitig über 110$ und korrigierte sich recht schnell wieder in Richtung 90$. Keine sehr große Rally. Wenngleich wir keine Beweise haben, scheint es uns sehr unwahrscheinlich, dass momentan wieder so viele Mitspieler mit großen Positionen Margin gehen werden.

 

  1. 2008 herrschte die Angst davor, dass eine weitere Bank einfach so stürzen könnte. Die fünf größten Zentralbanken der Welt haben vor zwei Wochen angekündigt, dass Banken für eine Liquidität zu ihnen kommen könnten, wenn sie die Liquidität nicht am Geldmarkt bekommen können. Die Wahrscheinlichkeit, dass Politiker und Zentralbanken wieder eine Bank umstürzen lassen, ist jetzt sehr klein.
  2. Als Anleger im Jahr 2008 in großer Menge Richtung amerikanischer Staatsanleihen flüchteten, lag der Zins für Langzeitstaatsanleihen bei ungefähr 5%. Es gab damals kaum Risiko eines steigenden Zinses und mehr als genug Raum für einen Rückgang. Vor allem durch die Angst vor Deflation. Dabei waren die USA damals noch ein Land mit einer Staatsverschuldung von 9.000 Milliarden Dollar und das Haushaltsdefizit von 2008 endete bei rund 300 Milliarden Dollar. Es war damals gar nicht so komisch, dass der amerikanische Anleihenmarkt als ein sicherer Hafen betrachtet wurde. Heute liegt der Zins für Staatsanleihen mit einer Laufzeit von zehn Jahren nur noch bei 1,82%, während die Inflation bei 3,7% liegt. Es gibt für den Zins heute also viel weniger Raum, um noch weiter zu sinken. Gleichzeitig ist das Risiko eines zunehmenden Zinses viel höher. Außerdem steigt die amerikanische Staatsverschuldung aktuell Richtung 15.000 Milliarden Dollar und das jährliche Haushaltsdefizit liegt bei ungefähr 1.500 Milliarden Dollar. Der amerikanische Anleihenmarkt Anno 2011 ist vielleicht ein Hafen, aber absolut kein sicherer.

 
Was nun?
Zu allererst weiderhole ich noch einmal kurz, was ich schon so häufig geschrieben habe (zuletzt
in diesem Artikel). Vermeiden Sie europäische Banken weitestgehend! Ob es nun um Aktien, Anleihen oder Sparkonten geht – sorgen Sie dafür, dass Ihre Bindung zu einer einzelnen Bank so gering möglich ist. Sicherheit steht ganz oben. Wir vermeiden außerdem auch Retail Aktien, bzw. Aktien von Unternehmen, die gut laufen, wenn der Konsument Lust auf Shoppen hat.

Ich werde den Rückgang von Gold und insbesondere Silber für Neuankäufe nutzen. Wie ich in diesem Artikel bereits schrieb, können Gold und Silber während eines Bull Markets stark sinken. Silber notiert aktuell ungefähr 38% unter dem Höchstkurs dieses Jahres. Obwohl ein weiterer Rückgang möglich ist, werde ich nicht versuchen, den niedrigsten Kurs zu bekommen. Klicken Sie hier, um auch ein Goldkonto zu eröffnen.

Mit Blick auf Langfristigkeit ist DienstagTrader-Trend in meinen Augen nach wie vor die Beste Strategie. Wir erwarten in den kommenden Wochen/Monaten Erholung an der Börse, aber nach dieser Erholung tritt natürlich auch wieder ein Rückgang ein. Die Börse wird in den kommenden Jahren starke Schwankungen zeigen und dafür eignet sich DienstagTrader-Trend am besten. Sind Sie ein offensiv denkender Anleger, der auch auf sinkende Kurse reagieren möchte? Schließen Sie dann hier ein Abonnement ab.

Hinzukommt, dass Gold- und Silberaktien zurzeit spottbillig sind. Ich habe sogar eine Statistik gesehen, die zeigt, dass diese Aktien im Verhältnis zum Gold- und Silberpreis über einen Zeitraum von zehn Jahren nicht so günstig waren. Im aktuellen „Top Aktien Report“ beschreiben wir unter anderem eine fantastische Silberaktie. Wir werden für den nächsten Report sehr gut untersuchen, ob wir noch eine Gold- und/oder Silberaktie finden können, die allen unseren Anforderungen entspricht.

Wir suchen außerdem nach supergünstigen Rohstoffaktien sehr gut laufender Unternehmen. Gerade in Gold-, Silber- und Rohstoffaktien steckt nämlich das größte Langzeitpotential. Möchten Sie unseren „Top Aktien Report“ jeden Monat als erster in Ihrer Mailbox finden? Schließen Sie dann hier ein Abonnement ab.

 

Teilen Sie diesen Artikel per Mail oder auf Ihren Social Media Kanälen