Stop-Loss ist nicht immer klug

Uns erreichen regelmäßig Leserfragen bezüglich das anwenden (oder eben nicht) von Stop-Losses. Den Fehler, den viele Menschen machen, ist der, zu denken, dass es immer klug ist, ein Stop-Loss unter eine Aktie zu legen. Da ist rein gar nichts dran. Entscheidend ist die Art und Weise, wie man Aktien auswählt.

Ausschließlich für sich ruhig bewegende Aktien
Wenn Sie Aktien selektieren, die historisch betrachtet oft Kursschwankungen von zirka 20-25% zeigen, dann ist ein Stop-Loss nicht sehr geeignet. Erfahrene Anleger, die ihre Einkünfte mit geschriebenen Optionen erzielen, wählen nur Aktien mit einem hauptsächlich gleichmäßigen Kursentwicklung, vorzugsweise in einer leicht steigenden Linie. Der Firmenhintergrund interessiert ihn nicht, und auch nicht ob diese Firma Gewinne erziehlt, etc. Was sie interessiert, ist, dass sie mit den geschriebenen Optionen ein monatliches Einkommen generieren. Ruhig bewegende Aktien sind oft Aktien von großen Unternehmen, in denen nicht viel passiert. Und wenn so eine gleichmäßig bewegende Aktie plötzlich um 20% sinkt, wissen sie, dass etwas Unheimliches vor sich geht. In diesem Fall ist die Verwendung eines Stop-Loss eine gute Taktik.

Für TopAktien Report ist das nicht clever
Wie selektieren für
TopAktien Report nur stark unterbewertete Aktien von Unternehmen, die sehr gut laufen und die eine finanziell sehr starke Position einnehmen. Uns interessiert es dabei überhaupt nicht, ob sich der Kurs der Aktie langsam oder eben sehr stark bewegt. Wir kaufen die Aktie einfach und halten sie, bis dass der wirkliche Wert des Unternehmens sich im Aktienkurs widerspiegelt. Es interessiert uns nicht, wie der Kurs sich kurzfristig bewegt! Es ist darum auch nicht clever unter TopAktienReport ein Stop-Loss zu legen, denn die Wahrscheinlichkeit, dass der Stop-Loss erreicht wird und die Aktie wieder fröhlich zu steigen beginnt ist viel zu groß.

Auch für DienstagTrader ziemlich unklug
Für
DienstagTrader haben wir sehr ausführlich untersucht, ob die Verwendung eines Stop-Loss einen positiven Effekt auf den Gewinn haben könnte. Wir kamen zu dem Schluss, dass ein Stop-Loss genau den entgegengesetzten Effekt hat. Die Verwendung eines Stop-Loss würde zu viel zu häufigen unnötigen Stopps führen, dass der Gewinn darunter stark leiden würde. Als DienstagTrader kann man dann besser ab und zu einmal den unvermeidlichen Misserfolg einstecken. Das kommt dem letztendlichen Gewinn zu Gute und geht es schließlich drum.

Noch zwei große Nachteile
Erstens wird der Kurs einer Aktie vom Market Maker vor allem bei kleineren Aktien oftmals bewusst unter ein bestimmtes Niveau gedrückt und darauf spekuliert, dass ein Paar Stop-Loss Order in Gang gesetzt werden.

Zweitens wird beim erreichen des Stop-Loss ein Verkauforder getätigt und der Verkaufskurs liegt dabei häufig unter dem Stop-Loss Kurs. Vor allem bei kleineren Aktien kann dies zu einem großen extra Nachteil führen.

Schlussfolgerung
Bevor Sie erwägen, ein Stop-Loss zu verwenden, ist es empfehlenswert, zuerst zu kontrollieren, ob Ihre Investitionsstrategie sich dazu eignet und ob die Aktien in Ihrem Portefeuille auch ausreichend Handelsvolumen besitzen.

 

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