Eine Million

Vor einiger Zeit war ich bei einem professionellen Sammler zu Besuch. Er sammelt Zahlungsmittel, es war sehr interessant und ich habe in dieser Zeit viel dazu gelernt. Es war zum Genießen, groß geschrieben! Als Andenken bekam ich einen 1-Million-Mark-Schein aus 1923. „Schön“, dachte ich und freute mich mit meiner Million.

Zuhause angekommen wurde mir aber folgendes bewusst:
…was man fast vergessen hatte: Die beiden Währungsreformen in Deutschland, bei denen die normalen Menschen, Sparer und Anleger fast ihr komplettes Geld verloren haben. In Deutschland hat in den letzten 60 Jahren keine Währungsreform mehr stattgefunden und deshalb wird Bargeld oder ein Sparbuch, als „sicher“ betrachtet. Nur unsere Großeltern können sich an dieses Elend der extremen Inflation noch erinnern.

Bei einem eventuell entstehenden Währungschaos und möglicher Staatsbankrotte nahezu ausschließlich in Sparbücher, Tages- und Festgelder zu flüchten, kann fatale Folgen haben.

Trotzdem hat die Masse der Menschen aktuell mehr Vertrauen in Bargeld. Niemand sieht aber, dass das quasi „Aktien vom Staat“ sind. Dazu traut kaum noch einer den Banken, aber trotzdem haben alle ihre Tages- und Festgelder dort geparkt. Dass man damit selbst Kredite an Banken vergibt, ist vielen Anlegern nicht bewusst. Wir halten es für klüger, in schwer unterbewertete Aktien oder in Edelmetalle wie  Gold und Silber zu investieren.

Aktien können während einer Hyperinflation auch sehr gefährlich sein, denn Viele Firmen werden Bankrott gehen und schließen.  Aber nach den richtigen Kriterien ausgewählt, sind Aktien eher als sehr geeignete strategische Positionierung gegen eine hohe Inflation (oder sogar Währungsreform!) zu sehen. Die Krise geht irgendwann vorbei…

Letztendlich wird Ihr Kapital nur mit Sachwerten eine Krise überstehen können: Ob die Enteignung der Geldbesitzer nun mittels Währungsschnitt oder Inflation erfolgt, ist da schon nicht mehr von Bedeutung. Entscheidend ist, dass Unternehmenswerte oder Gold/Silber sich wieder aufwärts korrigieren können, Geld hingegen nicht.

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