Abwertung Yuan wird schwerwiegende Folgen haben

Anfang letzter Woche war ich zwei Tage in Verona. Schöne, entspannte Stadt. Und zufällig war ich vor zwei Jahren auch um diese Zeit dort.

Damals ist mir aufgefallen, wie voll es dort war (mitten im Winter). Es waren auffallend viele chinesische Touristen da. Und genau darum fiel uns dieses Mal auf, wie ruhig es in Verona war. Und wie wenig chinesische Touristen dort waren.

Chinesen geben kein Geld aus
Weil ich nicht glaube, dass die Chinesen schon genug von Verona haben, vermute ich, dass es etwas mit der schlechteren Wirtschaftslage dort zu tun hat.

Letzte Woche konnten wir noch lesen, dass der Export Chinas im Januar um 11% gesunken ist, während China sogar 18% weniger importiert hat. Insbesondere Letzteres ist ein klares Zeichen dafür, dass die Chinesen ihr Geld nicht ausgeben wollen.

Stützungskäufe lassen chinesische Währungsreserven stark schrumpfen
Und das wird in den nächsten Jahren nicht besser. In der Tabelle unten sehen wir, wie stark Chinas Währungsreserven im letzten Jahr gesunken sind.

Um den Kurs des Yuan nicht zu stark sinken zu lassen, musste China im vergangenen Jahr derart große Mengen Dollar und Yuan verkaufen, dass die Währungsreserven um satte 800 Milliarden Dollar gesunken sind.

Und trotz dieser enormen Stützungskäufe ist der Yuan im Vergleich zum Dollar um 5% gesunken.

Abwertung Yuan wird große Folgen haben
Der Druck auf die Chinesen nimmt Monat für Monat zu. Wenn sie ihre Währungsreserven aufrechterhalten wollen (was entscheidend ist), dann werden sie den Yuan weiter abwerten müssen. Es würde mich nicht wundern, wenn der Yuan im Verhältnis zum Dollar im kommenden Jahr um 30% sinkt.

Das würde den schon jetzt lodernden Währungskrieg erneut enorm anfachen. Und das würde eine gigantische Flucht in den Dollar und in Richtung Gold und Silber verursachen.

Nächstes Jahr werden höchstens noch ein oder zwei chinesische Touristen in Verona durch die Straßen ziehen…