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Ein bodenloses Fass
Montag, 04. April 2011 um 13:48 Uhr
Die irischen Banken brauchen erneut mal eben 24 Milliarden Euro um überleben zu können. Ein bodenloses Fass, denn dafür wurden in der Vergangenheit bereits enorme Summen ausgegeben. Der Unterschied jetzt liegt darin, dass der EU-Notfonds nicht mehr den Schein wahren kann, ausschließlich den betroffenen Ländern zu helfen. Das Geld fließt bald ganz einfach geradewegs in die irischen Banken. Wer ist als nächstes dran?

Ich habe Ihnen in diesem Artikel bereits einmal erzählt, dass irische Banken im vorigen Jahr ganze 25% der bei ihnen geführten Sparguthaben verloren haben. Das kommt einem Run auf die Bank so gut wie gleich. Und wenn dieser Run weitergeht (und warum auch nicht?), wird in einem halben Jahr wieder die Nachricht die Runde machen, dass irische Banken Unterstützung in Milliardenhöhe benötigen.

Das ist zugleich auch das lustige an den häufigen Beschuldigungen Spekulanten gegenüber, sobald ein Land in Schwierigkeiten gerät. In Griechenland zum Beispiel waren es nicht die Spekulanten, die die Zinsen auf Staatsanleihen als erste in die Höhe jagten, sondern insbesondere die griechische Bevölkerung. Sie verstanden als erste, dass es nicht gut lief, verkauften daraufhin en masse ihre Staatsanleihen und verzogen sich mit ihrem Geld so schnell sie konnten Richtung Ausland. Genau wie die Iren es tun. Und wer würde ihnen da schon widersprechen?