Ein osteuropäisches Problemchen

In Italien gibt es eine Bank, die Unicredit heißt. Die Aktie Unicredit ist an der Börse in Mailand notiert und sank seit dem 1. Juli um ganze 25%. Ich musste vergangenes Wochenende an diesen Artikel denken, den ich vor über zwei Jahren geschrieben habe.

Kredit in Schweizer Franken
Der Artikel beschreibt die Tatsache, dass in Osteuropa bis zum Ausbruch der Kreditkrise massenhaft Hypotheken in Währungen, wie dem Japanischen Yen und sogar dem Schweizer Franken verkauft wurden. Die Zinsen waren dann nämlich niedriger und dem armen, unwissenden Konsumenten wurde weisgemacht, dass der Yen und der Franke gegenüber dem Zloty und Forint nicht steigen würden. Was natürlich mit allen denkbaren Konsequenzen sehr wohl passierte…

1700 Milliarden Euro
Ein Problem, das auf satte 1700 Milliarden Euro geschätzt wurde und mit dem auch viele Banken in der Eurozone große Probleme haben müssten. Seit März 2009 habe ich darüber nie mehr etwas gehört. Ich habe mich diverse Male gefragt, wie ein solch enormes Problem komplett von der Bildfläche zum Beispiel von den Medien verschwinden kann.

Bank steht vor dem Zerfall
Unicredit ist in Osteuropa aktiv. Sehr aktiv. Und damit ergibt sich jetzt auch endlich ein Zusammenhang für uns. Die Angst wächst, dass Unicredit zerfällt und dann staatliche Unterstützung benötigen wird. Italien hat aber kein Geld, um diese staatliche Unterstützung zu bieten, denn das italienische Haushaltsdefizit liegt schon jetzt bei 120% des BIP. Und so kommt das osteuropäische Problem, das bereits seit guten zwei Jahren existiert, doch noch auf sehr heimtückische Art um die Ecke gekrochen.

 

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