| Erschreckende Staatsverschuldungen und Haushaltsdefizite |
| Montag, 26. April 2010 um 11:36 Uhr |
|
Am letzten Donnerstag veröffentlichte Eurostat Zahlen, die darlegen, wie hoch die Haushaltsdefizite aller EU Länder 2009 lagen und wie hoch die Staatsverschuldung war. Diese Zahlen sind erschreckend.
Die Griechen setzen dem Ganzen mit einem Haushaltsdefizit von ganzen 13,6% des BNP und einer Staatsverschuldung von 115% natürlich die Krone auf. In einem anderen Newsletter habe ich bereits einmal geschrieben, dass es unsinnig ist, diese Zahlen einzig und allein am BNP zu messen, denn dem unwissenden Publikum scheinen diese Zahlen viel niedriger als sie es tatsächlich sind. Die griechische Regierung verfügte 2009 insgesamt über 88 Milliarden Euro Steuereinnahmen und gab ganze 120 Milliarden Euro aus. Die griechische Regierung gab im letzten Jahr also 32 Milliarden oder anders ausgedrückt 36% mehr Geld aus als hineinkam. Wenn die Griechen nicht drastisch einsparen, wird das Hilfspaket von 30 Milliarden Euro innerhalb eines Jahres verbraucht sein und dann haben wir wieder exakt dasselbe Problem. Die griechische Staatsverschuldung betrug am 31. Dezember 273 Milliarden Euro. Dies entspricht dem dreifachen von dem, was 2009 in die Staatskasse hinein floss. Deutschland Damit steht der Deutsche Staatshaushalt wesentlich besser da als der Haushaltskasse der Problemländer. Allerdings würde auch dieses kleine Trostpflaster mich nicht fröhlich stimmen wenn ich privat mein Finanzhaushalt vergleichsweise führen wurde angesichts des gleichen Verhältnisses zwischen Einnahmen, Ausgaben und Nettovermögen. Genau das gleiche Szenario sehen wir in vielen anderen Ländern. Neben Belgien (97%) befinden sich Griechenland (115%) und Italien (116%) auf den drei Spitzenpositionen der Europäischen Union wenn es darum geht, wer die höchste Staatsverschuldung innehat. Wenn wir uns die Haushaltsdefizite anschauen, liegen Irland (14,3%), Griechenland (13,6%) und Groß Britannien (11,5%) ganz vorne. Je höher das Haushaltsdefizit, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass die Staatsverschuldung in den kommenden Jahren steigen wird. Mangel an Dringlichkeit Schmerzen und Anstrengung |