Für oder gegen Europa?

Seit Trump Präsident ist, höre ich viele Politiker sagen, dass eine starke Europäische Union gerade jetzt wichtig sei.

Zeitgleich wissen wir, dass die bevorstehenden Wahlen in Deutschland Frankreich und den Niederlanden zu hitzigen Debatten über die EU und den Euro führen werden. Die Meinungen der Menschen sind sehr gegensätzlich.

Man kann es auch anders, objektiver betrachten.

Miese Organisationsstruktur
Eine starke Europäische Union gestaltet sich aufgrund der miesen Organisationsweise der EU als unmöglich. Das war schon das Problem als die EU noch aus 13 Ländern bestand. Mit 28 Ländern ist es ein noch größeres Problem.

Die EU kann sich daher nicht großartig anders verhalten als sie es schon seit Jahren tut. Pflaster auf die Wunde und auf bessere Zeiten warten. Je mehr große Probleme vorliegen, desto größer wird daher der Widerstand gegen die EU.

Durch diese miese Organisationsstruktur macht jedes Land letztendlich was es selber möchte. Das sagt auch diese Schlagzeile von Mittwoch.

Die Regierung Rumäniens hat entschieden, Amtsmissbrauch nicht länger zu betrafen, wenn es um unter 50.000€ geht.

Derartige Meldungen schaffen beim durchschnittlichen Westeuropäer eine nur noch ausgeprägtere anti-europäische Haltung.

Unhaltbare Währung
Wir haben es vielleicht schon vergessen, aber vor zehn bis 15 Jahren war Deutschland eines der Länder, die innerhalb der EU wirtschaftlich am schlechtesten dastanden. Fast 12% Arbeitslosigkeit.

Deutschland war derzeit auch das erste Euroland, das die in Maastricht vereinbarten EU-Steuerrichtlinien (fünf Jahre lang) missachtete.

Um Deutschland zu unterstützen, sank die EZB die Zinsen auf damals historisch geringe 2%. Und das, obwohl Länder wie Spanien, Irland und die Niederlande eher höhere Zinsen benötigten, um die bereits entstehende Immobilienblase einzugrenzen.

Diese Immobilienblase wurde natürlich immer größer, woraufhin sie im Anschluss nur noch lauter Platzte. Die Folge waren finanziell sehr schwere Zeiten für Millionen Menschen.

Deutschland und die Niederlande brauchen Zinsanhebung
Deutschland und die Niederlande brauchen jetzt eine Zinsanhebung, weil die Immobilienpreise viel zu schnell steigen. Hier unten sehen wie schnell die Preise in Deutschland steigen.

…in Italien aber ganz und gar nicht
Und Italien hingegen kann absolut keine Zinsanhebung gebrauchen. Dort sind die Immobilienpreise in den vergangenen Jahren eher gesunken, und die Arbeitslosigkeit hat in den vergangenen Monaten dort wieder etwas zugenommen. Siehe Graphik unten.

Unmögliche Situation
Das führt zu der gleichen unmöglichen Situation wie vor gut zehn Jahren.

Hebt Draghi die Zinsen an, dann drückt er Italien noch tiefer in den Sumpf. Dadurch würde die anti-Euro Stimmung in Italien noch stärker zunehmen.

Hebt er die Zinsen nicht an, dann bläst er die Immobilienblasen in Deutschland und den Niederlanden weiter auf. Die anti-Euro Stimmung würde dann explodieren, sobald die Immobilienblasen platzen.

Fazit
Eine Währung mit einer Zentralbank für Länder, die wirtschaftlich komplett verschieden sind, ist eine absolut schlechte Idee. Eine Idee, die schon großen Schaden angerichtet hat, noch mehr Schaden verursachen wird und daher garantiert in die Hose gehen wird.

Ich stecke meine Ersparnisse viel lieber in physisches Gold und Silber als in Euros, die in den kommenden Jahren enorme Kaufkraft einbüßen werden und irgendwann nicht einmal mehr existieren wird.

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