Zusammenkneifen und dann nur noch hoffen…

Vor einigen Tagen stolperte ich zufällig über dieses Focus-Interview mit der Vizepräsidentin der Deutschen Bundesbank Sabine Lautenschläger.

In diesem Interview behauptet Sie, dass die deutschen Banken seit Ausbruch der Krise sicherer geworden seien.

Lassen Sie uns direkt einmal den Stier bei den Hörnern packen. Wir schauen uns die Zahlend er Deutschen Bank einmal an, denn sie ist die größte Bank.

Hier finden Sie die Bilanz der Deutschen Bank. Wie Sie sehen, besitzt die Deutsche Bank bei einer Gesamtbilanz von 2.103 Milliarden Euro ein Eigenkapital von 56 Milliarden Euro.

Genauer: Diese 2.103 Milliarden stehen für Gelder, die die Bank ihren Kunden geliehen hat und für ausstehende Investitionen. Der Puffer, um etwaige Verluste auffangen zu können, beträgt 56 Milliarden Euro, bzw. 2,7%.

Wenn die Deutsche Bank mit ihren ausstehenden Investitionen und/oder durch nicht bezahlte Kundenkredite also über 2,7% Verlust macht, hat die Deutsche Bank kein Eigenkapital mehr.

Und dann müsste der deutsche Steuerzahler einspringen. 2,7% Eigenkapital. Das heißt Pobacken zusammenkneifen und dann nur hoffen, dass es nicht in die Hose geht!

Und dann reden wir nur von einer Bank, die fast so groß ist wie die gesamte deutsche Wirtschaft.

Schlüsselfrage
Wie groß müsste der Puffer einer Bank sein, um als sichere Bank betrachtet werden zu können?

Meiner Ansicht nach mindestens 10%. Am liebsten noch größer. Das Problem der Banker ist allerdings folgendes: Je mehr Eigenvermögen eine Bank führt, desto geringer ist die Chance kurzfristig kräftig Gewinne erzielen zu können.

Und desto niedriger würden die Boni der Vorstände ausfallen (die stinknormale Angestellte sind und darum keinerlei persönliche Risiken eingehen, sollte die Bank starke Verluste verbuchen).

Je größer dieser Puffer ist, desto langweiliger wird die Bank. Und genau das wollen wir Bürger. Und das wollen die Banker mit aller Macht verhindern…

Teilen Sie diesen Artikel per Mail oder auf Ihren Social Media Kanälen