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Der Misery Index
Montag, 11. Juli 2011 um 11:32 Uhr
Kürzlich habe ich einen schönen Artikel über den Misery Index gelesen. Das scheint ein Index zu sein, der Jimmy Carter 1976 weltweit zu Bekanntheit verhalf und ihm dabei half, ein Jahr später Präsident der Vereinigten Staaten zu werden. Diesen Index zu berechnen ist leicht: Man addiert Arbeitslosenquote und Inflation.

1976 lag der Misery Index in den Vereinigten Staaten bei 13,6%. Der damalige Präsident Gerald Ford wollte wiedergewählt werden, aber Gegner Jimmy Carter sagte dem Volk, dass jemand, der einen Misery Index von 13,6% zu verantworten hat, nicht die Traute haben dürfe, das Volk zu fragen, sein Präsident zu werden. Jimmy Carter gewann die Wahlen.

Mit seiner eigenen Waffe geschlagen
Nach vier Jahren Jimmy Carter stand der Misery Index auf satten 22%. Ronald Reagan schlug Carter seinen eigenen Index daraufhin mit Schwung um die Ohren. Carter musste danach das Feld räumen und Ronald Reagan wurde Präsident.

Paul Volcker verschaffte Reagan eine zweite Amtszeit. Er wurde 1979 der neue Fed-Vorsitzende und er erklärte der Inflation den Krieg. Er schraubte die Zinsen in großen Schritten auf 15%. Inflation sank von 13,3% im Jahr 1979 auf 3,8% im Jahr 1982. 1984 war die Inflation definitiv unter Kontrolle uns es setzte eine eiserne Wirtschaftserholung ein. 1986 war der Misery Index auf 7,7% gesunken.

Die aktuellen Zahlen
Laut offizieller Zahlen liegt die Arbeitslosigkeit in den Vereinigten Staaten derzeit bei 9,1% und die Inflation bei 3,7%. Das ergibt einen Misery Index von 12,8%. Wenn die Arbeitslosen- und die Inflationszahlen allerdings auf die gleiche Art berechnet werden, wie 1980, müsste der Misery Index in den Vereinigten Staaten jetzt bei 33,5% liegen (Quelle: John Williams Shadow Government Statistics).

In der Eurozone liegt der Misery Index laut offiziell veröffentlichter Zahlen jetzt bei 12,6%. Arbeitslosigkeit 9,9% und Inflation 2,7%. Mehr als doppelt so hoch, wie wünschenswert.

Kein Typ Volcker in Sicht
Als Paul Volcker 1980 der Inflation den Krieg erklärte, war es höchste Zeit Gold und Silber zu verkaufen. Jetzt gibt es weit und breit keinen Paul Volcker. Die EZB Zinserhöhung von letztem Donnerstag ist nichts weiter, als ein politisches Signal. Mit einem Leitzins von 1,5% wird man Inflation nicht stoppen. Der Realzins bleibt damit negativ und damit läuft es mit unseren Sparkonten weiter schlecht. Der Misery Index hat somit allen nötigen Raum, um in den kommenden Jahren noch ein Stück weiter zu steigen. Darum ist es sehr wichtig, unsere Kaufkraft zu schützen.

Bei Misswirtschaft zurück zum echten Geld
Ich habe mich dazu entschieden, physisches Gold und Silber bei
Goldmoney zu führen, weil das in meinen Augen am zuverlässigsten ist. Ich kaufe in Phasen an (denn auch Gold- und Silberpreise schwanken) und halte mein Gold und Silber fest, bis wir wieder einen Zentralbanker bekommen, der den Wert des Euro wichtiger findet, als das Wegschieben einer Rezession. Das wird irgendwann passieren, aber momentan liegt es noch in sehr weiter Ferne.

Wenn Sie noch keinen Goldmoney Account haben, empfehle ich Ihnen absolut, jetzt einen solchen zu öffnen. Klicken Sie hier, wenn Sie eine deutschsprachige Unterstützung bei der Eröffnung eines solchen Kontos benötigen.