Was, wenn sich der Wind plötzlich dreht?

In dieser Woche sahen wir, dass es in der Eurozone wirtschaftlich gut läuft. Zumindest, wenn man diesen Schlagzeilen glauben darf.

Vier große Glückstreffer
Wir haben in der Eurozone an verschiedenen Stellen den wirtschaftlichen Wind fest im Rücken. Unter anderem wegen der folgenden Glückstreffer:

    • Weil wir in der Eurozone keine Ölindustrie haben, profitiert die Eurozone sehr vom niedrigen Ölpreis.
    • Jedes Euroland spart (Dank Draghi) stark bei den Zinskosten, wodurch es sehr einfach wird, die EU-Haushaltsregeln zu erfüllen.
    • Die unerreicht niedrigen Zinsen sorgen dafür, dass Häuserpreise in vielen Euroländern (viel zu stark) steigen, was günstig ist, solange die Steigerung anhält.

Und dann der vierte Punkt, den niemand erwähnt:

    • Der Euro hat im vergangenen Jahr Im Vergleich zum japanischen Yen rund 18% seines Wertes verloren.
      Ein großer Vorteil vor allem für den deutschen Export.

Das Drucken von Geld und die niedrigen Zinsen sind ein künstlich erzeugter R&uumlckenwind. Der Ölpreis und der teure Yen sind vorteilhafte externe Umstände, die zeitweilig für ordentlichen Rückenwind sorgen.

Trotz dieses Rückenwindes wuchs die Wirtschaft in der Eurozone im letzten Quartal nur um 1,6% im Vergleich zum Jahr davor. Und nur um 0,3% im Vergleich zum ersten Quartal.

Wenn es Widrigkeiten gibt
Freitag erzählte ich Ihnen in diesem Artikel, dass der Euro in den letzten 12,5 Jahren rund 73% im Wert gefallen ist.

Und jetzt sehen wir, dass die Wirtschaft nur ein mickriges Wachstum zeigt, trotz der enormen Stimulierungsmaßnahmen und dem zusätzlichen Rückenwind durch Ölpreis und Yen.

Und wenn dieser zusätzliche Rückenwind bald verschwindet oder sogar zum Gegenwind wird, wie viel muss Draghi dann drucken lassen, um etwas Wirtschaftswachstum zu erzeugen?

Und wie schnell wird der Euro dann im (Kaufkraft)Wert fallen?
Ich gehe schnell noch etwas physisches Gold und Silber kaufen!

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