Wie ein Land dem anderen das Geld klaut

Letzte Woche habe ich gelesen, dass die Zentralbank eines Landes schon alleine in diesem Jahr 24 Mal ihre Zinsen herabgestuft hat. Außerdem hat die EZB diese Woche angefangen Geld zu drucken.

Es herrscht Währungskrieg. Darum kurz etwas mehr über dessen Bedeutung. Und wie uns das als einfache Bürger letztendlich treffen wird.

Ziel ist es, dem eigenen Export einen Impuls zu geben
Wenn eine Zentralbank eines Landes ihre Zinsen herabsenkt und/oder Geld druckt, will dieses Land so die eigene Währung günstiger gestalten. Dadurch bekommen Unternehmen, die Waren und Dienstleistungen exportieren, einen Impuls.

Ihre Waren werden in ausländischen Währungen günstiger und der Verkauf steigt an. Und dadurch bekommt die Wirtschaft im eigenen Land kurzfristig einen Impuls.

Selbstverständlich ist dies zum Nachteil der Sparkunden im eigenen Land. Aber ansonsten scheint man der eigenen Wirtschaft auf diese Weise sehr leicht unter die Arme greifen zu können.

Des einen Vorteil ist des anderen Nachteil
Was uns vielleicht unzureichend klar ist, ist die Tatsache, dass es immer auf Kosten anderer Länder geht, wenn man die eigenen Währung billiger macht. Man verschafft sich selbst einen finanziellen Vorteil, andere Länder erfahren dadurch aber zeitgleich Nachteile.

Im Grunde genommen handelt es sich hier um eine Form von Diebstahl.

Stehlen oder wiederholen
Und daraufhin reagiert dann die Zentralbank eines anderen Landes ebenfalls mit Zinssenkung und/oder Gelddrucken. Dadurch werden dann wieder andere Länder benachteiligt, die ihrerseits auch Maßnahmen ergreifen, um ihre Währung günstiger zu gestalten.

In dieser Lage befindet sich die Welt gerade. Jedes Land versucht ein anderes Land zu beklauen. Oder es versucht sich das, was das Land als Diebesgut betrachtet, zurückzuholen.

Das nennt sich Währungskrieg. Ein sinnloser Krieg, dessen Ende noch lange nicht in Sicht ist.

Was man als einfacher Mensch daran tun kann
Wir haben bereits in den Jahren 1926-1940 Währungskriege erlebt. Und in den Jahren 1968-1980. Die größten Opfer waren in beiden Fällen (natürlich) die einfachen, naiven Bürger, die dem System vertrauten und ihr Geld auf einem Sparkonto beließen.

Nur eine kleine Minderheit realisierte was Sache war, hatte ihr Erspartes in physisches Gold und/oder Silber umgesetzt und war nach dem Währungskrieg reich.

Das gleiche wird jetzt auch passieren.

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