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Griechische Zustände in Amerika
Montag, 12. Dezember 2011 um 12:25 Uhr
Die Börse reagierte am letzten Donnerstag negativ auf die Pressekonferenz von EZB Präsident Mario Draghi. Es gab Grund zur Hoffnung, dass die EZB ankündigen würde, Staatsanleihen in großer Menge aufkaufen zu wollen. Draghi gab jedoch bekannt, dass es dafür derzeit keine konkreten Pläne gäbe.

Der Markt hat letzten Donnerstag zwei wichtige Dinge übersehen. Zum einen, dass Draghi ein umfangreiches Aufkaufprogramm auch nicht ausschloss, und zum anderen, dass die EZB am Donnerstag bekannt gab, dass alle europäischen Banken bei der EZB Geld bekommen können. Die europäischen Banken dürfen bei der EZB in den kommenden drei Jahren uneingeschränkt Geld aufnehmen, und als Gegenleistung dürfen sie ihren giftigen Schrott als Sicherheit hinterlegen.

Damit wird es in den kommenden drei Jahren so gut wie unmöglich, dass eine europäische Bank in Schwierigkeiten gerät, anschließend vom Staat unterstützt werden muss und das unterstützende Land selber in Schwierigkeiten gerät. Gut möglich, dass die Eurozone in nächster Zeit also nicht länger Tagesgespräch sein wird.

Die Medien und Finanzmärkte scheinen ihre Aufmerksamkeit ausschließlich auf ein Problem zugleich richten zu können. In den letzten Monaten richtete sich diese Aufmerksamkeit komplett auf die Eurozone, obwohl es den USA und GB finanzwirtschaftlich noch viel schlechter geht, als dem durchschnittlichen PIIGS-Land.

Es ist daher auch sehr wahrscheinlich, dass sich die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit in den nächsten Monaten von der Eurozone auf die USA verschieben wird. Die amerikanische Staatsverschuldung liegt seit dem 7. Dezember bei 15.046 Milliarden Dollar, und die Politiker geben jeden Monat gut 100 Milliarden Dollar mehr aus, als in die Staatskasse hineinfließt. Die finanzielle Lage der amerikanischen Regierung ist daher auch dramatisch.

Der sogenannte amerikanische Schuldendeckel steht bei 15.200 Milliarden Dollar. In gut einem Monat geht der Zinnober rund um dieses Thema also wieder los. Für den lächerlich niedrigen Zins auf amerikanische Staatsanleihen ist nun ein idealer Zeitpunkt für einen Anstieg. Anleger leihen der bankrotten amerikanischen Regierung jetzt Geld für 2% Zinsen. Man muss wirklich dämlich sein, um das zu tut!

In den nächsten Jahren wird der Zins auf jeden Fall Richtung 15% oder noch höher steigen. Griechische Zustände also, denn die Situation ist untragbar, und kein amerikanischer Politiker will daran etwas ändern. Mit unserer Anleihenstrategie können Sie in dieser Situation hunderte Prozent Rendite erzielen. Klicken Sie hier, um den Anleihenreport zu bestellen.