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"5 goldene Tipps mit Ewigkeitswert"

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Kann unmöglich weiterhin gutgehen
Montag, 18. Juli 2011 um 11:25 Uhr
Vergangene Woche bekam ich eine E-Mail eines Lesers, der uns (und die gesamten Medien) aufgrund der Tatsache kritisierte, dass wir seiner Meinung nach allesamt blindlinks schreiben, dass Portugal Pleite ist, obwohl das in seinen Augen rein gar nicht so ist. Ich muss Ihnen ehrlich sagen, dass er doch ein wenig Recht hat, denn Portugal ist ein Land, das jedes Mal erwähnt wird, obwohl man nicht viele tiefgründige Analysen darüber liest.

Die harten Zahlen
Es wird also Zeit, die wichtigsten Zahlen kurz zu nennen. 2010 lag die Staatsverschuldung bei 93% des BIP. Die portugiesische Regierung hatte Einnahmen in Höhe von 72 Milliarden Euro und gab ganze 87 Milliarden Euro aus. Gab also 22% mehr aus, als es einnahm. Hinzukommt, dass Portugal ein Land ist, das mehr importiert als exportiert; dadurch werden Sparmaßnahmen die Wirtschaft in Kürze besonders hart treffen. Die Arbeitslosigkeit lag im März bei über 11% und im ersten Quartal schrumpfte die Wirtschaft um 0,6%.

Zu hohe Schulden, zu spät eingegriffen
Für 2011 wird erwartet, dass die portugiesische Regierung 14 bis 15 Milliarden Euro mehr ausgeben wir, als sie einnimmt. Die Staatsverschuldung wird dadurch weiter stark steigen. Man muss sich nur die Zahlen anschauen, um ein einfaches Fazit zu ziehen: Portugal ist chancenlos. Zu hohe Schulden, also zu spät eingeschritten.

Der erwähnte Leser wohnt bereits sechs Jahre in Portugal, ist dort erfolgreicher Unternehmer, fühlt sich dort zu Hause und hält Portugiesen für gute Unternehmer. Das glaube ich sofort. Der Punkt ist allerdings der, dass das nichts darüber aussagt, was die Politiker eines Landes aushecken. Wenn ein Land Pleite geht, kann die Regierung ab einem bestimmten Zeitpunkt ihre Schulden nicht mehr begleichen und dann will niemand mehr diesem Land Geld leihen. Unternehmer können daran nichts ändern, werden jedoch indirekt Opfer all dessen.

Kleine Länder sind als erstes fällig
Die portugiesischen Zahlen sind lange nicht so dramatisch, wie die amerikanischen. Aber ein Land wie Portugal gerät viel schneller ins Visier der Finanzmärkte. Einerseits, weil Portugal ein kleines Land ist und andererseits, weil es aufgrund des Euro keinerlei Möglichkeit besitzt, Geld zu drucken und damit seine Währung zu entwerten. Ich würde Portugal darum im Leben kein Geld leihen.

Der Tag der Wahrheit rückt auch für die Vereinigten Staaten näher
Den Vereinigten Staaten geht es jedoch viel schlechter, und Anleger leihen diesem Staat jetzt Geld zu einem Zins von 3,1%. Für mich ist das genauso unbegreiflich wie für den kritischen Leser. Man muss auf jeden Fall ein richtiger Idiot sein, um einem bankrotten Land gegen einen so niedrigen Zins für zehn Jahre Geld zu leihen! Auch hier gilt: Das kann unmöglich so weitergehen.

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