Amerikanische Manipulation und Heuchelei

Eine Reihe „zufälliger“ Vorkommnisse. Die „unabhängige“ Ratingagentur S&P senkt am 5. August die amerikanische Kreditwürdigkeit von AAA auf AA+ herab (und auch das ist noch viel zu hoch). Am 13. August beginnt die SEC die Tatsache zu untersuchen, dass S&P vor der Kreditkrise all diesen zerstückelten und gebündelten Schrotthypotheken einen AAA-Stempel aufdrückte.

Nach Moody´s und Fitch, die ebenso viel Schuld tragen, wurde keine Untersuchung eingeleitet. Die nämlich hielten das AAA-Rating brav aufrecht. Und Montag wurde bekannt gegeben, dass der Chef von S&P abtritt. Eine „zufällige“ Reihe von Vorkommnissen die zeigen, dass die Politik und die großen Unternehmen Hand in Hand arbeiten und außerdem zeigen, was passiert, wenn jemand den Interessen der Allgemeinheit schadet.

Laut Warren Buffett müssten die USA ein AAAA-Rating bekommen. Eben weil sie immer Geld drucken können und darum immer ihre Schulden begleichen können. „Dadurch entsteht zwar Inflation, aber das ist wieder eine andere Geschichte“, so Buffett. Wieder so eine scheinheilige Bemerkung von diesem Mann. Er weiß genau welche Folgen Inflation mit sich bringt, sorgt jedoch dafür, dass er den politischen Machthabern weiterhin nach dem Mund redet.

Genau wie wir vorige Woche in diesem Artikel, ist Buffet übrigens auch der Meinung, dass man langfristig kein Cash Geld oder Anleihen besitzen sollte und er steht Aktien auch positiv gegenüber. Er schreibt in der NYT in einem Artikel, dass er (als superreicher) mehr Steuern zahlen möchte. Der einfache Bürger soll davon „Früchte tragen“. Er erwähnt jedoch mit keiner Silbe, dass es eine Schande ist (und reiner Diebstahl), dass der einfache Bürger mit seinem Sparbuch Miese macht.

 

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