Tweet der Woche – Die Gefahr der Schrottanleihen

Es ist schon wieder eine Weile her, dass wir einen wichtigen Tweet thematisiert haben. Diese Woche allerdings einen enorm wichtigen Tweet.

Letzte Woche hat die schwächste Bank Europas, die Monte Paschi di Siena, versucht, sich durch die Ausgabe von Anleihen, Geld zu leihen. Anleger konnten 5,4% Zinsen bekommen, wenn sie der Monte Paschi ihr Geld leihen wollten.

Trotz des enormen Risikos war das Interesse riesengroß.

Durch die tiefen Zinsen hatten Anleger einzig und allein die Tatsache im Blick, dass diese Anleihen 5,4% Zinsen einbringen würden. Augen zu und auf ein gutes Ende hoffen.

Schrottanleihen
Das ist ein typisches Beispiel einer Schrottanleihe. Eine Anleihe mit hohen Zinsen eines finanziell schwachen Unternehmens, bei dem das Risiko, sein gesamtes Geld zu verlieren, relativ hoch ist.

Aber wer ist schon so blöd und steckt sein sauer verdientes Geld in derartige Schrottanleihen?

Antwort: Rentenfonds.

Rentenfonds investieren ungefähr die Hälfte ihres Geldes in Anleihen. Staatsanleihen und normale Unternehmensanleihen bringen dank der EZB keinen Gewinn mehr.

Rentenfonds gehen durch enormen Druck viel zu hohes Risiko ein
Zeitgleich stehen Rentenfonds unter dem enormen Druck, jedes Jahr 7 bis 8% Rendite erzielen zu müssen. Am liebsten noch mehr.

Konsequenz: Ihr Fokus liegt auf DIESEM JAHR. Dadurch ergreifen sie jede Chance auf hohe Zinsen. Auch wenn daran langfristig ein enorm hohes Risiko klebt.

Rentenfonds nehmen meiner Ansicht nach unverantwortliche Risiken in Kauf. Fühlen sich dazu gezwungen. Das wird bald gänzlich schlief gehen und die Rentner werden dumm aus der Wäsche schauen.

Freitag gehe ich auf dieses Thema weiter ein.

 

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