Ein Kaiser ohne Kleider

Die echten Wirtschaftsnachrichten sind immer dort zu finden, wo die gängigen Medien nie nachsehen.

Letzten Freitag schrieb das US Bureau of Labor Statistics (BLS) in dieser schier unlesbaren Pressemitteilung, dass die Arbeitslosigkeit in den USA im Oktober unverändert blieb. Bei 7,3%. Keine Meldung, der man große Aufmerksamkeit widmet.

Diese 7,3% sind allerdings ein schwer manipulierter Wert. Denn er wird aus der sogenannten Birth/Death Rate hervorgezaubert. Und Bürger, die das Bewerben drangeben, werden nicht länger als arbeitslos gewertet.

Das Komische ist, dass eben dieses BLS auch ganz ordentlich einige Zahlen auf seiner Website veröffentlicht, die zeigen, wie es den USA wirklich geht. In der untenstehenden Graphik sehen wir die Labor Participation Rate. Also welcher Teil der amerikanischen Bevölkerung arbeitet.

Dieser Prozentsatz erreichte letzten Monat einen neuen Tiefpunkt. Er sank sogar auf den tiefsten Wert seit 1978, als in vielen Familien noch ausschließlich der Mann arbeitete.

Zudem veröffentlichte das BLS hier die Anzahl der Amerikaner (älter als 16 Jahre), die als Not in Labor Force betrachtet werden. Alle Bürger also, die sich aus Verzweiflung nicht mehr weiter bewerben. Diese Zahl stieg im Oktober mal eben um 932.000 auf ein neues Rekordhoch von 91,5 Millionen.

Die Rolle der Fed
In den USA hat die Federal Reserve ein Doppelmandat. Eine (lächerliche) Aufgabe ist es, maximum employment zu erzielen. Der offizielle Grund dafür, dass die Fed nun bereits jahrelang den Zins bei 0% belässt und eimerweise Geld druckt, besteht darin, die Wirtschaft antreiben und die Bürger in Arbeitsverhältnisse schicken zu wollen.

Die Zahlen zeigen, dass die Fed hier hoffnungslos versagt.

Noch mehr richtige Wirtschaftsnachrichten
Die nächste richtige Wirtschaftsmeldung ist jene, dass die Zinsen für amerikanische Staatsanleihen wieder steigen. Und das, obwohl die Fed jeden Monat eimerweise Geld druckt, um gerade das zu verhindern.

Infolge des steigenden Anleihezinses steigt der Zins für Kredite, wodurch es teurer wird, ein Haus zu kaufen und der Immobilienmarkt sich nicht erholt. Und ohne einen sich erholenden Immobilienmarkt, kann sich die Wirtschaft unmöglich erholen.

Das Einzige, was die amerikanische Wirtschaft noch über Wasser hält, sind manipulierte Zahlen, die die Welt glauben lassen sollen, dass es in die richtige Richtung geht.

Die amerikanische Wirtschaft ist ein Kaiser ohne Kleider.

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