Das Haus des Nachbarn

Letzte Woche konnten Sie in unserem Newsletter diesen Artikel zum Rettungsplan des spanischen Bankensektors lesen. Insgesamt 100 Milliarden Euro oder 301 Euro pro Einwohner der Eurozone.

Auf meiner Twitter Seite habe ich Dienstag einen Link zu einem Clip gepostet, in dem das britische Parlamentsmitglied Nigel Farage unter anderem rigoros mit diesem Rettungsplan abrechnet. Er sagt, dass diese 100 Milliarden Euro bei weitem nicht ausreichen.

Das stimmt in der Tat. Schätzung von Analysten liegen allesamt weit über 100 Milliarden. JP Morgan geht davon aus, dass der letztendliche Schaden bei 350 Milliarden Euro liegen wird, bzw. bei 1.054 Euro pro Einwohner der Eurozone. Und dann geht es natürlich nach wie vor nur um den Bankensektor eines Eurolandes!

Wenn es um den Bankensektor geht, gibt es allerdings noch etwas, das ich mit Ihnen besprechen muss: Derivate und dann insbesondere Credit Default Swaps (CDS). Möglicherweise gehe ich in Ihren Augen jetzt ein wenig zu sehr ins Detail, aber lesen Sie die folgenden Abschnitte trotzdem kurz durch. Es ist wichtig!

Ein CDS ist ein Mittel, mit dem man sich vor einem Bankrott von wem auch immer absichern kann. Man kann es mit der Zahlung einer Versicherungsprämie vergleichen, durch die man dann eine Geldsumme ausgezahlt bekommt, sobald das Haus des Nachbarn in Flammen steht.

Hedgefonds kaufen CDS z.B. für den Fall eines griechischen oder spanischen Bankrotts. Sie zahlen dafür jedes Jahr eine „Versicherungsprämie“. Sollte das betreffende Land oder die betreffende Einrichtung Pleite gehen, gewinnt der Hedgefonds natürlich den Hauptpreis.

Aber an wen zahlt ein Hedgefonds nun eigentlich diese Versicherungsprämie? Ganz genau, an eine Bank. Banken lassen diese Fonds also z.B. auf den Bankrott eines Landes wetten.

Banken leben in dem Glauben, dass z.B. ein EU-Land nicht Pleite gehen wird und erlauben sich darum dieses Versprechen. Im Gegenzug für dieses Versprechen bekommt die Bank jedes Jahr eine Versicherungsprämie. Für die Bank ist es leicht verdientes Geld, denn ein CDS erscheint nicht auf dessen Bilanz.

Der Verkauf von CDS ist für eine Bank die attraktivste Form jährlichen Gewinnes. Denn es bedeutet Gewinn zu erzielen, ohne dass das eigene Vermögen als prozentualer Anteil der Gesamtbilanz sinkt. Ideal für den CEO einer Bank, um den „Return on Equity“ ein wenig zu pimpen und damit dann auch den eigenen Bonus!

Bis es natürlich schief geht! Genauso wie es mit den amerikanischen Subprime Mortgages in die Hose ging. Dann muss die Bank gerade stehen. Mit großen Säcken voll Geld. Nur kann das dem CEO einer Bank relativ egal sein. Er ist nur ein Arbeitnehmer und hat seinen Millionen Bonus schon längst kassiert.

Wie viele CDS sind im Umlauf? Und welche Banken haben CDS an Hedgefonds verkauft? Niemand weiß das genau. Aber sobald eine Bank zahlen muss, das jedoch nicht kann, ist das Kind schon in den Brunnen gefallen. Dann klappt das Finanzsystem in Null Komma Nichts wie ein Kartenhaus zusammen.

In diesem Artikel habe ich Ihnen mitgeteilt, dass einige Leser mir vorwerfen, ich sei negativ. Aber wie soll man bitte positiv sein, wenn man weiß, dass genau so etwas gerade passiert? Wenn man weiß, dass Regierungen ihren Banken es erlauben, solche Risiken mit dem Ersparten der Bürger einzugehen.

Wenn Sie als Bürger gut für sich selbst und/oder für Ihre Familie sorgen möchten, müssen Sie so etwas erkennen und Maßnahmen ergreifen. Keine große Summen Spargeld in Euro führen, sondern Geld außerhalb des Finanzsystems bewahren. Also Gold kaufen. Klicken Sie hier, um Gold zu kaufen und/oder ein Goldkonto zu eröffnen.

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Haushaltsdefizit durch Steuersenkungen ausgleichen?

Gesamte Medienaufmerksamkeit Richtung Italien. Steigende Zinsen auf italienische Staatsanleihen und insbesondere natürlich die Tatsache, dass Berlusconi jetzt verschwindet – wie sicher kann man da sein? -, macht Italien zu einem wunderbaren Ziel, auf das man alle Scheinwerfer richtet. Und nach einigen Tagen Scheinwerferlicht und politischem Theater, hat gestern auch die Aktienbörsen heftig reagiert.

Verrückterweise lassen sich die italienischen Probleme, praktisch betrachtet, am leichtesten lösen. Italien hat zwar eine sehr hohe Staatsverschuldung, aber kein übertrieben hohes Haushaltsdefizit. Zudem gab es in Italien in den vergangenen Jahren keine Immobilienblasen, so wie es sie in Spanien und Irland gab. Italien muss sich auch weniger vor seinem Bankensektor fürchten, als viel „stärkere“ EU-Länder. Und außerdem ist der italienische Bürger ein konservativer Sparer. Es gibt also genügend andere Länder, die viel größere Probleme haben, als Italien!

Das einzige, wofür Italien im Übrigen sorgen müsste, wäre eine Reformierung. Kosten sparen, indem ein großer Teil der enormen Bürokratie weggelassen werden müsste. Außerdem Steuern senken, sodass Unternehmer wieder ermutigt werden zu unternehmen. Leider tun Politiker überall in der EU genau das Entgegengesetzte. Sie kürzen überall ein wenig und erhöhen die Steuern.

Ein Haushaltsdefizit durch Steuersenkungen ausgleichen? Klingt paradox, aber so funktioniert es tatsächlich. Was so gut wie niemand realisiert, ist, dass ALLE Steuereinnahmen eines Landes direkt oder indirekt das Ergebnis der Tatsache ist, das es Menschen gibt, die so verrückt sind, Unternehmen zu gründen. Keine Unternehmen, keine Steuereinnahmen.

Wenn man als Land also höhere Steuereinnahmen kreieren möchte, sollte man es bestehenden Unternehmern attraktiver machen, in die Zukunft ihrer Unternehmen zu investieren und man sollte es für die Menschen attraktiver machen, ein Unternehmen zu gründen. Je mehr Unternehmer, desto höher die Steuereinnahmen.

 

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Nichts geändert

Vorige Woche erlebte ich eine persönliche Prämiere. Nachdem ich von einem Freund darauf aufmerksam gemacht wurde, erlebte ich zum ersten Mal, dass in einer Mainstream TV-Sendung sehr konkret die Alarmglocke für den Bankensektor geläutet wurde. Von regulären, allseits respektierten Spitzenökonomen und einem Ex-Topbanker. Sie sagten vergangenen Dienstag in einer niederländischen Aktualitätensendung klipp und klar, was unsere großen „zuverlässigen“ Banken nun eigentlich mit unseren Ersparnissen tun.

Und genau wie ich schon viele Male geschrieben habe, steckt nicht viel Gutes dahinter! Lesen Sie es in diesem Artikel von letzter Woche und in diesem Artikel von Ende Februar noch einmal nach.

In dieser Sendung wurde buchstäblich behauptet, dass

  • Banken mit den Ersparnissen, die wir ihnen anvertrauen ins ‚Kasino‘ gehen, um dann schnellstmöglich einen größtmögliche Gewinn zu machen (gut für den Bonus!).
  • sich seit Ausbruch der Krise absolut nichts geändert hat.
  • Banker Händler in heißer Finanzluft seien.
  • man Banker mit Gebrauchtwagenhändlern vergleichen kann (persönlich vertraue ich dem Autohändler mehr).
  • Topbanker, Politiker und Aufsichtsbehörden alle in einem Boot sitzen.
  • der Bankensektor eine tickende Zeitbombe ist.
  • morgen also wieder eine neue Kreditkrise ausbrechen könnte.

Das zeigt wieder einmal sehr deutlich wie wichtig es ist, nichts als selbstverständlich anzunehmen (wenn es um ihr Geld geht) und dass es vor allem sehr wichtig ist, sein Geld selber aktiv zu verwalten.

In unserem gratis Rapport „Sei vorbereitet und habe einen Plan!“ erläutern wir Ihnen ausführlich, worein wir unser Geld in den kommenden Jahren nicht stecken werden und was wir auf jeden Fall als Investition betrachten. Klicken Sie hier, um diesen gratis Rapport anzufordern.

 

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Krise noch lange nicht vorbei – stuermische Zeiten stehen bevor

Den Börsen geht es die letzten Monate gut. In den Medien rufen allerlei „Menschen, die es wissen können“ schon, dass die Talsohle so ungefähr erreicht ist oder das wir dies in jedem Fall noch in diesem Jahr erwarten können. Wir sind der Meinung, dass noch keine definitive wirtschaftliche Erholung in Sicht ist. Vor allem in den USA, aber auch in Europa, werden wohl noch einige Blasen platzen. Man hört niemanden mehr über die eigentliche Ursache, nämlich die amerikanische Hypothekenkrise reden. Und dass, wo wir mit der Hypothekenkrise noch nicht einmal die Hälfte erreicht haben.

$3.800 Milliarden
Den totalen Schaden, den der Bankensektor aufgrund von Amerikanern, die ihre Hypothek nicht mehr abbezahlen können, erleiden wird, schätzt man auf 3,8 Billionen $ (also 3800 Milliarden). Dann reden wir jedoch nur von Abschreibungen auf Hypotheken, also nicht über alle Nebeneffekte. Davon haben Banken bis jetzt 1,5 Billionen $ abgeschrieben. Es kommt also noch ein enormes Elend auf uns zu.

Was 1,5 Billionen $ schon alles an Elend verursacht haben…

Um uns ein Bild davon zu machen, was noch kommt, brauchen wir uns eigentlich nur vor Augen zu führen, was die ersten 1,5 Billionen $ schon weltweit an wirtschaftlichem Schaden verursacht haben. Nun, es stehen noch etwa 2 Billionen $ an Abschreibungen auf Hypotheken aus. Fasten your seatbelts…

Selbst unser Sparguthaben bald nicht mehr sicher
Wie die Börsen sich verhalten werden, ist schwierig vorauszusagen. Auf lange Sicht erwarten wir, dass sich vor allem die Qualitätsaktien gut entwickeln werden. Wir sollten uns aber auch nicht wundern, wenn die Börsen in 2009 erst noch einmal ordentlich in den Keller gehen. Auch erwarten wir auf lange Sicht eine steigende Inflation aufgrund des Mit-Geld-um-sich- Schmeißens, dass vor allem in den USA, aber auch in Europa geschieht und noch geschehen wird. Und die steigende Inflation wird demnächst dafür sich sorgen, dass selbst unser Sparguthaben nicht mehr sicher ist.

Ein einzigartiger Anti-Inflations-Report.
Wir sind dran – exklusiv für unsere Abonnenten – einen Spezialreport zu schreiben und erwarten, ihn innerhalb zwei Wochen anbieten zu können. In diesem Report beschreiben wir was wir für die kommenden Jahre erwarten, wieso wir das erwarten, und wie wir ingeniös mit
MontagTrader und TopAktienReport davon profitieren werden. Wie wir uns selbst also nicht nur gegen Währungsrisiko und gegen Inflation schützen werden, aber auch wie wir dieses nutzen werden um eine höhere Rendite zu erzielen.

Stürmische Zeiten stehen bevor
Sie werden diesen Report in (zirka) zwei Wochen kostenlos bekommen, wenn Sie unser Abonnent sind. Wir sind der Meinung, dass unser Report Ihnen helfen wird, kombiniert mit unseren Anlagestrategien, ideal für die kommenden Jahre positioniert zu sein. Stürmische Jahre…

Auch Sie können diesen einzigartigen Report ergattern. Nehmen Sie noch heute ein Abonnement auf TopAktienReport (zu MontagTrader gilt zurzeit ein Anmeldestop, Sie können sich jedoch auf der Warteliste eintragen). Es wird stürmische Zeiten geben. Interessante Zeiten. Gewinnträchtige Zeiten. Wenn man wenigstens darauf vorbereitet ist…

 

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Market-to-Market

Was ist der Anlass für die akuelle Trendwende?
Eine sehr plausible Erläuterung kommt von unserem sehr geschätzten Kollege Stephan Heibel: Ben Bernanke hat in einer Rede angedeutet, dass die strenge Bilanzierungsvorschrift zum Marktwert  bewerten, “market-to-market”, seiner Ansicht nach aufgeweicht werden könne. Die strikte Anwendung dieser Regel habe seiner Einschätzung nach einen negativen Einfluss auf das Funktionieren der Finanzmärkte.

Als Beispiel zum „market-to-market“ schreibt Stephan: “Wenn Ihr Nachbar seinen Porsche Boxter ohne Sonderausstattung unter Zeitdruck für 20.000 Euro an den Porschehändler verscherbeln muss, dann heißt das nicht, dass Ihr 911er mit allen Extras auch nur noch 20.000 Euro wert ist. Doch genau das verlangt die market-to-market Regel: Sofern es keinen besseren Vergleichswert gibt, müssen Sie den zuletzt in Ihrer  Nachbarschaft erzielten Verkaufswert für ein Haus auch für Ihr Haus ansetzen. Und für die Banken bedeutet das, dass  Immobilienderivate im eigenen Bestand, die derzeit auf dem freien Markt nicht nachgefragt werden, praktisch Null US-Dollar wert sind, obwohl regelmäßige Zins- und Tilgungseinnahmen daraus erzielt werden. “


Market-to-market ist eine sinnvolle Bilanzierungsregel. Doch derzeit hat diese Regel einen Entwertungsstrudel gestartet, der von alleine nicht mehr zu stoppen ist.  Bernanke hat mit seiner Aussage endlich eingesehen, dass dieser Strudel erst dann aufhört sich zu drehen, wenn es keinen Bankensektor mehr gibt. Seinen Äußerungen zufolge kann der Bankensektor damit rechnen, für eine gewisse Zeit mit Nachsicht behandelt zu werden, wenn mark-to-market nicht mehr angewendet wird. Und das gibt den Finanzwerte wieder etwas mehr Ruhe.

 

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