Takeaway

Ich beschäftige mich nicht so sehr mit Unternehmen, die an die Börse gehen. Aber zufällig habe ich am Freitag gelesen, dass Takeaway (Lieferando.de) am Freitag an die Börse ging.

In meinen täglichen Mails mit Schlagzeilen aus Finanzzeitschriften stand, dass der Börsenwert von Takeaway bei knapp 1 Milliarde Euro liegt.

1 Milliarde Euro. Dafür muss man doch ziemlich viele Pizzen bestellen!

Seien Sie gewarnt!
Was mich aber dazu veranlasste, diesen Artikel zu schreiben, war der folgende Satz, der unter dem Titel eines Artikels stand:

Banken haben Anleger gewarnt, dass sie mit Geboten unter 23€ pro Aktie Gefahr laufen, leer auszugehen.

Anleger sind also gewarnt. Man will nicht leer ausgehen. Aber die Gefahr besteht, wenn man zu wenig zahlen will. Nur dass Sie es wissen!

In zwei Jahren pleite
Ich habe mir gleich einmal das 389 Seiten starke Prospectus angeschaut. Das Unternehmen hat in den vergangenen Jahren jedes Jahr Verlust gemacht. Und dieser Verlust wurde jedes Jahr viel größer.

In der Bilanz (S. 71) sehen wir, dass das Unternehmen ein Eigenkapital von 38 Millionen Dollar besitzt. Zwei Seiten weiter sehen wir, dass Takeaway pro Jahr gut 20 Millionen Dollar Verlust verbucht.

Ohne Börsengang ist dieses Unternehmen also in zwei Jahren Pleite. Mit Börsengang ist es (laut Banken und Medien) plötzlich eine Milliarde wert.

Ich hoffe, Sie waren so vernünftig und haben diesen Börsengang an sich vorbeigehen lassen…

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