Wo liegt das Problem?

Am Montag habe ich Ihnen mitgeteilt, dass man das Gequatsche von Politikern und Fernsehexperten als Anleger besser ignorieren sollte. Dass man besser auf die Signale achten sollte, die der Markt uns gibt.

Das erste Signal ist schon sehr deutlich zu sehen, wenn wir uns anschauen, wie groß die Verluste an den europäischen Börsen an den ersten Börsentagen nach dem EU-Referendum in Großbritannien waren:

      • London -5,6%
      • Amsterdam -8,5%
      • Frankfurt -9,6%
      • Brüssel -10,2%
      • Paris -10,8%
      • Madrid – 13,7%
      • Mailand -15,5%

Der englische FTSE-100 Index verlor an den ersten beiden Börsentagen nach dem Brexit 5,6%. Nach dem gestrigen Börsenschluss notieren alle europäischen Börsen bedeutend tiefer. Der englische FTSE-100 hat sich allerdings erholt und notiert sogar etwas höher als am vergangenen Donnerstag.

Der Schaden war dort also weit geringer als an anderen europäischen Börsen. Während vor allem die südeuropäischen Börsen am schwersten getroffen wurden.

Das ist ein klares Signal.

Obwohl man in Zeitungen und im Fernsehen sehr viel Unsinn darüber liest und hört, wie schwer die britische Wirtschaft durch den Brexit getroffen werden wird, erleben wir, dass Anleger sich viel größere Sorgen über die Eurozone machen.

Brexit ist nur der Trigger
Denn diese starken Rückgänge würden wir natürlich nicht erleben, wenn es in der Eurozone eine stabile Wirtschaft, gesunde Banken und eine gut geführte Europäische Union gäbe.

Das Problem ist, dass wir in der Eurozone eine ungesunde Wirtschaft, ungesunde Banken und eine unfassbar schlecht (und nicht unbedingt demokratisch) geführte EU haben.

Was wir jetzt an den Finanzmärkten erleben, wäre ohne Brexit auch passiert. Nur etwas später und durch eine andere Ursache.

 

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Wichtiger Rat

Dies hier ist ein Newsletter. Beratung ist also nicht gestattet. Wir sagen Ihnen, wie wir die Dinge sehen und welche Begründung dahinter steckt, wie wir denken, erläutern unsere Analysen und nennen die harten Fakten.

Als Leser/Abonnent entscheiden Sie dann anschließend selbst, ob Sie unserer Analyse zustimmen. So sollte es auch sein. Denn einen Rat blind anzunehmen, ist eine Rechtfertigung dafür, nicht nachdenken zu müssen.

Ich gebe Ihnen aber dennoch eine Empfehlung. Grund ist der Brexit.

Lassen Sie sie alle linksliegen
Verdrängen Sie Ihre etwaige Meinung über den Brexit, die EU, die Eurozone, einen möglichen zukünftigen Nexit oder Frexit, deutsche Politiker, europäische Politiker etc.

Schalten Sie Ihre eigene politische Meinung also aus.

Und hören Sie auf, alle Aussagen und Meinungen zu verfolgen, die Politiker und Fernsehexperten über den Brexit, das Funktionieren der EU, die Verhandlungen mit den Briten etc. von sich geben.

Es bringt nichts. Außer unnötige Verwirrung, Frustration und Ärger.

In nächster Zeit kann sehr viel Gewinn gemacht werden
Es ist viel interessanter eine neutrale Haltung anzunehmen. Schauen, was tatsächlich passiert. Und anhand dessen entscheiden, was man davon hält und was in nächster Zeit passieren wird.

Wenn Sie diese (neutrale) Haltung annehmen, wird auf einmal alles ein Stück interessanter.

Aber was noch viel wichtiger ist: Als Anleger sind Sie dadurch in der Lage, in nächster Zeit sehr viel Gewinn zu machen.

Und wenn Sie kein Anleger sind, werden Sie viel besser in der Lage sein, Ihr Geld gut zu schützen.

Völlig andere Signale
Die Finanzmärkte werden uns in der nächsten Zeit völlig andere Signale senden als reguläre Medien, Politiker oder Fernsehexperten. Die geben sie uns schon jetzt.

Richten Sie sich daher vor allem auf die Signale, die von den Finanzmärkten kommen.

Wir werden Ihnen dabei natürlich in der kommenden Periode helfen, indem wir uns in diesem Newsletter ausgiebig den wichtigen Signalen widmen.

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Brexit. Brrrrrrrr!

Haben Sie am vergangenen Wochenende zufällig die Finanzminister der G20 in den Nachrichten gesehen? Während eines geselligen Meetings. In Shanghai.

Sie besprachen den möglichen Austritt Großbritanniens aus der EU und kamen gemeinsam zu dem folgenden Schluss:

Die gesamte Weltwirtschaft wird ein eine Schockstarre verfallen. Nur weil Großbritannien nicht länger in der EU bleiben wird. Na so was!

Deadly serious
Und Dijsselbloems britischer Kollege George Osborne fügte noch hinzu, dass es deadly serious sei. Denn es ginge um people’s jobs and their livelihoods.

Es wurde allerdings nicht gesagt, warum die Weltwirtschaft dadurch so tief in ihren Grundfesten erschüttert werden würde. Wie sie also zu diesem dramatischen Schluss gekommen sind.

Politiker spekulieren darauf, dass die Zeitungen ihre Botschaft kritiklos übernehmen werden. Dass der durchschnittliche Brite infolge dieser warnenden Schlagzeilen doch ein wenig Angst bekommen wird und ohne weiter nachzudenken für einen Brexit stimmen wird.

So offensichtlich!

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