Wer wird Recht bekommen?

Ich hoffe, dass Sie der Diskussion zwischen Peter Schiff und Robert Prechter am Freitag gut zugehört haben. Beide sind sich darüber einig, dass uns das schlimmste dieser Krise noch bevorsteht. Sie gehen allerdings jeweils von einem anderen Resultat aus.

Eine dritte Meinung ginge dahin, dass die Krise vielleicht noch eine Weile dauert, dann jedoch eine Wirtschaftserholung eintritt. Das ist allerdings die Meinung des Establishments, das sich ganz bewusst dafür entscheidet, um die harten Fakten zu ignorieren. Eine Meinung, die ich absolut nicht ernst nehmen kann.

In diesem Artikel habe ich Donnerstag schon geschrieben, dass laut Prechter eine deflationäre Krise kurz vor dem Ausbruch steht. Bzw. Wirtschaftsdepression, Deflation und ein enormer Börsenrückgang.

Prechters wichtigste Argumente
Seine wichtigsten Argumente gehen jedoch dahin, dass die Zentralbanken kein Geld mehr drucken werden, weil sie 1. von einer Flut an Pleiten überströmt und dadurch zu spät reagieren werden und weil 2. die breite Öffentlichkeit nicht mehr akzeptieren wird, dass die Zentralbanken massenhaft Geld drucken.

Es sind Argumente, die jeder selbst abwägen sollte. Ich persönlich halte die Argumente von Peter Schiff für viel stichhaltiger. Wenn eine Bank in Schwierigkeiten gerät, wird der CEO sofort Regierung und Zentralbank um Hilfe bitten.

Bis zum letzten Atemzug
Und meiner Ansicht nach hat die breite Öffentlichkeit sogar gar keine Ahnung, welche Folgen ein massenhafter Gelddruck hat. Die Geldpresse ist das einzige Mittel, das Zentralbanken noch haben. Und ich gehe davon aus, dass sie dieses Mittel bis zum letzten Atemzug nutzen werden.

Es wird in den kommenden Jahren in jedem Fall sehr wichtig werden, sich vor einem kräftigen Börsenrückgang zu schützen. Denn, egal wer Recht bekommt, die Börse wird wirklich nicht so ruhig bleiben, wie sie jetzt wirkt.
Klicken Sie hier für ausführlichere Informationen.

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Bei Währungskrise zurück zum echten Geld

Letzte Tage habe ich einen Bericht der Boston Consulting Group gelesen. Der Bericht war nicht an Anleger gerichtet, sondern an Unternehmer und CEOs von Unternehmen. Es ging darum, wie man sich als Unternehmen auf die kommenden Jahre vorbereiten sollte.

BCG beschreibt in dem Bericht vier Szenarien, zwischen denen Politiker sich entscheiden könnten, um das Problem der aktuellen Schuldenkrise zu lösen. Sparen und Schulden abzahlen, Wirtschaftswachstum, Schulden verlagern oder abschreiben und als letztes Szenario die Inflation. Die ersten drei Szenarien sind aus unterschiedlichen Gründen nicht wünschenswert oder unrealisierbar und daher wird die Inflation für Politiker eine attraktive Option. Also Geld drucken.

BCG nennt in diesem Zusammenhang noch kurz Deutschland in den Zwanzigern. Die damalige Reichsbank hat in erster Instanz ohne Ende Geld gedruckt, ohne großartig drohende Inflation. Das wurde als normal betrachtet, denn es gab auch kein Wirtschaftswachstum. Das ging gut, bis die Bevölkerung ab einem bestimmten Moment das Vertrauen in die eigene Währung verlor. Dann nahm das Übel seinen Lauf, Hyperinflation entstand und das Ersparte der Bevölkerung war blitzschnell nichts mehr wert.

Bemerkenswert ist, dass die BCG den Unternehmern und CEOs zwar unterschiedlichste Maßnahmen vorschlägt, mit denen mit einer hohen Inflation umgegangen werden könnte, dabei jedoch eine einfache und effektive Maßnahme vergisst: Kassengeld in Form von Gold und Silber führen. BCG referiert über die deutsche Hyperinflation von vor 90 Jahren und vergisst dabei zu erwähnen, dass auch damals der Besitz von Gold und Silber Schutz vor einem gigantischen Verlust der Kaufkraft bot.

Bei einer Währungskrise muss man nämlich zurück zum echten Geld. Mein Erspartes setzte ich darum Schritt für Schritt in physisches Gold und Silber um. Ich habe nämlich keine Lust darauf, die Kaufkraft meines Ersparten bald wie Schnee in der Sonne schmelzen zu sehen.

 

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