Wenn das bald ein Mal schief läuft…

Ich möchte noch kurz auf den Artikel mit dem Film zurückkommen, in dem die Fed-Vorsitzende Janet Yellen von Elizabeth Warren befragt wird. Über die too-big-to-fail Banken. 2008 mussten Banken durch Regierungen (also vom Steuerzahler) gerettet werden, da sonst das System zusammenbrechen würde.

Wenn man also künftig verhindern möchte, dass der Steuerzahler erneut für abstaubende und gescheiterte Banken einspringen muss, dann muss man dafür sorgen, dass Banken deutlich kleiner werden. Und dass eine Bank, die den normalen Bürger bedient, vor allem nicht auf eigene Rechnung anlegen darf.

Logisch. Denn aus dem Nichts ist diese Situation nicht entstanden.

Too bigger to fail
Was tut eine Bank, die weiß, dass sie gerettet wird, weil sie too-big-to-fail ist? Sie sorgt dafür, dass sie too-bigger-to-fail wird. Also noch größer und viel umfangreicher wird. Und dass Aufsichtspersonen mit Papier überschwemmt werden, da Sie wissen, dass sie nicht clever, sondern sehr träge sind.

Deshalb ist in den USA eine Bank wie JP Morgan jetzt vier Mal größer als Lehman im Jahr 2008. Und die Organisationsstruktur von JPM ist seit 2008 viel komplexer geworden.

Deutsche Bank
In Europa ist es auch nicht viel besser. Es ist sogar schlechter. Das Eigenvermögen der Deutschen Bank beträgt nur 3,4 % ihrer Bilanzsumme. Während kein Mensch weiß, wie die DB ihre Besitztümer bewertet und wie viel heiße Luft darin versteckt ist.

Und beachten Sie auch die folgende Grafik, die ich gestern auf Zero Hedge gefunden habe. Neben ihrer Bilanz hat die DB für 54,700 Milliarden € Derivate ausstehen.

54,700 Milliarden €. Das ist fast sechs Mal so groß wie das BIP der gesamten Eurozone.

Keine Aufsichtsperson kann daraus schlau werden. Ich vermute, dass selbst bei der DB niemand einen Durchblick hat.

Und wenn dies schief geht (und das wird es), dann geht es auch richtig schief. Dann reißen Banken sich gegenseitig in den Abgrund. Und dann sind Sie froh, wenn physisches Gold und Silber in Ihrem Tresor und/oder auf Ihrem Goldkonto liegt.

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Es geht schlicht und ergreifend zur Neige

Sie zahlen 20.000€ auf Ihr Sparbuch bei der Sparkasse ein. Dieses Institut leiht jemandem, der ein Auto kauft von diesem Geld 18.000€. Der Autohändler bekommt das Geld und zahlt es auf sein Sparkonto bei der Deutschen Bank ein. Die Deutsche Bank leiht einem Bauern, der einen Traktor kauft von dieser Summe 16.000€. Der Traktorverkäufer bekommt das Geld und zahlt es auf sein Sparbuch bei der Postbank ein.

Und so weiter.

Einzig und allein weil Sie 20.000€ auf Ihr Sparkonto eingezahlt haben, haben ein Autohändler und ein Traktorverkäufer jetzt auch einen Batzen Geld auf ihren Sparkonten. Und es befindet sich 54.000€ Sparguthaben im Finanzsystem.

Rehypothecation. Geld mit Geld schaffen.

Was würde mit dem Euro passieren, wenn…?
Stellen Sie sich einmal vor, wir alle würden uns dazu entscheiden, unsere Euro zu Hause unter dem Kopfkissen oder in unserem Tresor aufzubewahren. Und stellen Sie sich einmal vor, es gäbe keine Zentralbank, die neue Euro druckt.

Banken und die Wirtschaft würden natürlich absolut nervös werden. Zudem würde die Euromenge, die sich in Umlauf befindet drastisch sinken. Dadurch würde der Kurs des Euro beispiellos stark steigen.

Was würde mit Gold passieren, wenn…?
Das, lieber Leser, passiert gerade mit Gold. Aus diesem Grund äußerte Eric Sprott am vergangenen Wochenende noch das obige Zitat.

Mit jedem Kilo Gold, das die Bullion Banks in ihren Schließfächern bewahren, schaffen sie dutzende Kilo Goldanlagen auf dem Papier. Rehypothecation. Und diese Papieranlagen haben oder hatten einen großen Einfluss auf die Bestimmung des Goldpreises.

Die Situation rund um Gold sieht aktuell so aus, dass sehr viele Instanzen weltweit sich dazu entschieden haben, physisches Gold zu kaufen und dieses physische Gold in Schließfächern aufzubewahren, die nicht den Banken gehören. Dadurch stehen diese ganzen Kilo Gold nicht mehr für eine Rehypothecation zur Verfügung.

Nachfrage Chinas größer als weltweite Produktion
Der unteren Graphik des Goldexperten Koos Jansen können wir entnehmen, dass schon allein die Nachfrage Chinas nach Gold im vergangenen Monat größer war als die gesamte weltweite Produktion.

Lassen Sie das noch kurz auf sich einwirken. Nur die Nachfrage Chinas nach physischem Gold lag im vergangenen Monat schon über der globalen Goldproduktion. Nur die Nachfrage Chinas.

Es befinden sich immer weniger Kilo Gold in Umlauf
Die Menge der Kilo Gold in Schließfächern, die nicht den Banken gehören, steigt. Die Menge der sich in Umlauf befindlichen Kilo Gold sinkt. Rasanten Schrittes. Dadurch werden Gold und Silber preislich stark steigen.

Euro wird es mehr als ausreichend geben. Gold und Silber nicht. Und darum führe ich mein Erspartes lieber in Form physischen Golds und Silbers.

Wenn ich Sie wäre, würde ich auch zumindest einen Teil meines Ersparten in physisches Gold und Silber umsetzen. Das sind die Anbieter, die ich empfehlen kann.

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Mehr Tatsachen um die wir nicht herumkommen

Vorletzte Woche habe ich bei Twitter einen Link zu einer Kolumne aus der Washington Post gepostet. Der Autor macht sich große Sorgen um amerikanische Banken, denn die 20 größten Banken sind so groß wie 85% des amerikanischen BIP. Er will keine Too Big to Fail Banken mehr. Recht hat er!

Die Vorsitzenden der Europäischen Union scheinen sich über solche Dinge keine großen Sorgen zu machen. In fünf Jahren haben Sie sich viel beraten (ihre Spezialität), aber es ist so gut wie nichts passiert.

Die Deutsche Bank allein repräsentiert schon 85% des deutschen BIP. Die ING Bank allein ist schon fast doppelt so groß wie die gesamte niederländische Wirtschaft. Und in Frankreich ist allein die BNP Paribas schon genauso groß wie die gesamte französische Wirtschaft.

Unvorstellbare Mengen
Viele Menschen scheinen nicht zu realisieren, was es bedeutet, wenn PIIGS-Länder, starke Haushaltsdefizite, steigende Staatsschulden, Immobilienkrisen und aufgeblasene, scheiternde Banken zusammenkommen. Die Geldmengen, die die EZB noch drucken wird, um das Ganze über Wasser (und zusammen!) halten zu können, sind unvorstellbar.

Das Komplettbild
In unserem kostenlosen Report „Sei vorbereitet und habe einen Plan!“ schaffen wir ein Komplettbild der aktuellen Lage. Dazu nennen wir harte Zahlen, verbildlicht in aussagekräftigen Tabellen.

Zudem teilen wir Ihnen mit, worin wir unser Geld in den kommenden Jahren investieren und worin auf KEINEN Fall. Haben Sie den Report noch nicht gelesen?
Klicken Sie dann hier, um ihn noch anzufordern.

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Habe ich Sie erschreckt?

Ich bin mir nicht sicher, ob ich Sie letzte Woche mit diesem Artikel erschreckt habe. Ich hoffe es. Denn erschrecken hilft. Wenn Sie sich erschrecken, realisieren Sie auf jeden Fall, dass Sie etwas unternehmen sollten, um in Zukunft nicht in ein finanzielles Desaster zu geraten.

Es ist übrigens nicht nur die Deutsche Bank, der es schlecht geht. Es ist ein großes europäisches Problem. Versuchen Sie doch einmal eine große europäische Bank zu finden, die 10% Eigenvermögen führt (wie amerikanische Banken es sehr wohl tun!).

Wir müssen uns daher auch vor dem Gelddrucken der EZB und vor der simplen Tatsache schützen, dass wir Banken nicht vertrauen können.

Geld, das nicht nachgedruckt werden kann
Gold schafft Sicherheit. Es ist ein Crisis-Hedge. Es ist das einzig wahreGeld. Und vor tausenden von Jahren waren es nicht die Politiker oder Banker, die entschieden, dass Gold sich am besten als Zahlungsmittel eignete. Es waren die Menschen selbst.

Gold ist zudem Geld, das nicht von Zentralbankern nachgedruckt werden kann. Es schützt Sie langfristig vor Inflation. Vor umstürzenden Banken. Vor einem zerfallenden Euro.

Positionieren Sie Ihr Geld außerhalb des Systems
Das heutige Finanzsystem strotzt vor Risiko. Und darum halte ich es für logisch und klug, einen Teil meines Geldes außerhalb des Finanzsystems zu positionieren.

Das mache ich persönlich, indem ich Gold und Silber kaufe. Ich bin der Meinung, dass jeder Bürger zumindest einen Teil seines Ersparten in Gold (und evtl. Silber) führen sollte. Als Crisis-Hedge. Sie finden hier die Anbieter bei denen ich Kunde bin.

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Zusammenkneifen und dann nur noch hoffen…

Vor einigen Tagen stolperte ich zufällig über dieses Focus-Interview mit der Vizepräsidentin der Deutschen Bundesbank Sabine Lautenschläger.

In diesem Interview behauptet Sie, dass die deutschen Banken seit Ausbruch der Krise sicherer geworden seien.

Lassen Sie uns direkt einmal den Stier bei den Hörnern packen. Wir schauen uns die Zahlend er Deutschen Bank einmal an, denn sie ist die größte Bank.

Hier finden Sie die Bilanz der Deutschen Bank. Wie Sie sehen, besitzt die Deutsche Bank bei einer Gesamtbilanz von 2.103 Milliarden Euro ein Eigenkapital von 56 Milliarden Euro.

Genauer: Diese 2.103 Milliarden stehen für Gelder, die die Bank ihren Kunden geliehen hat und für ausstehende Investitionen. Der Puffer, um etwaige Verluste auffangen zu können, beträgt 56 Milliarden Euro, bzw. 2,7%.

Wenn die Deutsche Bank mit ihren ausstehenden Investitionen und/oder durch nicht bezahlte Kundenkredite also über 2,7% Verlust macht, hat die Deutsche Bank kein Eigenkapital mehr.

Und dann müsste der deutsche Steuerzahler einspringen. 2,7% Eigenkapital. Das heißt Pobacken zusammenkneifen und dann nur hoffen, dass es nicht in die Hose geht!

Und dann reden wir nur von einer Bank, die fast so groß ist wie die gesamte deutsche Wirtschaft.

Schlüsselfrage
Wie groß müsste der Puffer einer Bank sein, um als sichere Bank betrachtet werden zu können?

Meiner Ansicht nach mindestens 10%. Am liebsten noch größer. Das Problem der Banker ist allerdings folgendes: Je mehr Eigenvermögen eine Bank führt, desto geringer ist die Chance kurzfristig kräftig Gewinne erzielen zu können.

Und desto niedriger würden die Boni der Vorstände ausfallen (die stinknormale Angestellte sind und darum keinerlei persönliche Risiken eingehen, sollte die Bank starke Verluste verbuchen).

Je größer dieser Puffer ist, desto langweiliger wird die Bank. Und genau das wollen wir Bürger. Und das wollen die Banker mit aller Macht verhindern…

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