Noch einmal kurz zu dem armen Truthahn

Ich mache mit Ihnen noch einmal eben weiter über diese Geschichte von dem Truthahn und dem Metzger. Der Truthahn lebte in einer künstlichen Realität und das kostete ihn am Weihnachtsabend Hals und Kopf. Er landete im Backofen. Und er hat nicht damit gerechnet, weil er für die Analyse seiner persönlichen Situation nur in den Rückspiegel sah.

Dabei sprach Dylan Grice in seinem Artikel noch ein weiteres wichtiges Thema an. Für den Truthahn war das Nichtvorhandensein eines Beweises gleichzeitig der Beweis des Nichtvorhandenseins. Dies ist etwas, worunter unsere Gesellschaft enorm viel leidet. Wenn ein bestimmtes Problem zu einem bestimmten Zeitpunkt nicht vorhanden ist, nehmen wir automatisch an, dass es auch in Zukunft nicht auftauchen wird.

Strahlungsrisiko
Das konkreteste Beispiel, das mir hierzu einfällt, ist die Debatte über das Strahlungsrisiko durch Mobiltelefone, das die vergangenen zwanzig Jahre regelmäßig auftauchte. Die Hersteller dieser Dinge haben nie zu Genüge bewiesen, dass es kein Strahlungsrisiko gibt.

Aber das Nichtvorhandensein eines Beweises wird von der großen Mehrheit geschluckt als Beweis des Nichtvorhandenseins. Während es noch immer sehr gut möglich ist, dass Mobiltelefone bei 30, 40, 50 Jahre langem intensivem Gebrauch enorm schädlich zu sein scheinen.

Die Meister der Rückspiegelperspektive
Ökonomen sind Meister in der Perspektive aus dem Rückspiegel. Sie stützen sich immer auf die Vergangenheit, versuchen, alles durch das ein oder andere theoretische Modell zu erklären (forcierte Realität) und liegen fast immer falsch. Ich jedenfalls habe noch nie einen herkömmlichen Ökonomen gesehen, der mich rechtzeitig vor einer großen Krise gewarnt hat.

Der einzige ist Nouriel Roubini. Obwohl er die Kreditkrise nach Jim Rogers wegen der falschen Gründe vorhersagte (und so zufällig recht bekam) war er mit einem Schlag weltberühmt. Die Tatsache, dass er weltberühmt wurde, während auf der ganzen Welt mehrere tausend Ökonomen herumlaufen, besagt alles.

Inflation
Fast kein herkömmlicher Ökonom, der stark steigende Inflation vorhersagt. Nichtvorhandensein von Beweis. Und ihre ökonomischen Modelle sind nicht darauf eingerichtet. Während viele Topanleger, die bewiesen haben, dass sie Krisen vorhersehen können, wohl gerade stark steigende Inflation vorhersagen.

Der Unterschied? Die Topanleger denken nicht theoretisch, sondern praktisch. Und sie haben sich die Mühe gemacht, die Vergangenheit zu studieren. Daraus kann man folgern, dass massenhaft Geld in den Umlauf zu bringen immer dazu führt, noch mehr Geld in den Umlauf zu bringen und danach zu noch mehr Geld in den Umlauf bringen führt und danach zu stark steigender Inflation führt.

Wem glauben SIE?
Glauben Sie dem Ökonomen oder dem Topanleger? Natürlich glaube ich niemandem blindlings. Ich habe mir deshalb auch die Mühe gemacht, die Vergangenheit zu studieren. Und das werde ich auch für den Rest meines Lebens tun (macht mir auch noch Spaß).

Aber alles, was ich bisher gelesen habe, bringt mich zu der Schlussfolgerung, dass wir auf dem klassischen Weg in Richtung einer stark steigenden Inflation sind, bis hin zu einer Hyperinflation. Mit anderen Worten, bis zur Vernichtung des Wertes unseres Papiergelds.

Enden Sie nicht wie der Truthahn
Deshalb werde ich weiterhin Gold und Silber kaufen. Besonders jetzt, da der Preis noch relativ niedrig ist. Denn ich will (finanziell gesehen) nicht, dass mir dasselbe geschieht wie dem armen Truthahn. Sehen Sie hier die Anbieter, die wir als beste betrachten.

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