Habe ich Sie erschreckt?

Ich bin mir nicht sicher, ob ich Sie letzte Woche mit diesem Artikel erschreckt habe. Ich hoffe es. Denn erschrecken hilft. Wenn Sie sich erschrecken, realisieren Sie auf jeden Fall, dass Sie etwas unternehmen sollten, um in Zukunft nicht in ein finanzielles Desaster zu geraten.

Es ist übrigens nicht nur die Deutsche Bank, der es schlecht geht. Es ist ein großes europäisches Problem. Versuchen Sie doch einmal eine große europäische Bank zu finden, die 10% Eigenvermögen führt (wie amerikanische Banken es sehr wohl tun!).

Wir müssen uns daher auch vor dem Gelddrucken der EZB und vor der simplen Tatsache schützen, dass wir Banken nicht vertrauen können.

Geld, das nicht nachgedruckt werden kann
Gold schafft Sicherheit. Es ist ein Crisis-Hedge. Es ist das einzig wahreGeld. Und vor tausenden von Jahren waren es nicht die Politiker oder Banker, die entschieden, dass Gold sich am besten als Zahlungsmittel eignete. Es waren die Menschen selbst.

Gold ist zudem Geld, das nicht von Zentralbankern nachgedruckt werden kann. Es schützt Sie langfristig vor Inflation. Vor umstürzenden Banken. Vor einem zerfallenden Euro.

Positionieren Sie Ihr Geld außerhalb des Systems
Das heutige Finanzsystem strotzt vor Risiko. Und darum halte ich es für logisch und klug, einen Teil meines Geldes außerhalb des Finanzsystems zu positionieren.

Das mache ich persönlich, indem ich Gold und Silber kaufe. Ich bin der Meinung, dass jeder Bürger zumindest einen Teil seines Ersparten in Gold (und evtl. Silber) führen sollte. Als Crisis-Hedge. Sie finden hier die Anbieter bei denen ich Kunde bin.

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Zusammenkneifen und dann nur noch hoffen…

Vor einigen Tagen stolperte ich zufällig über dieses Focus-Interview mit der Vizepräsidentin der Deutschen Bundesbank Sabine Lautenschläger.

In diesem Interview behauptet Sie, dass die deutschen Banken seit Ausbruch der Krise sicherer geworden seien.

Lassen Sie uns direkt einmal den Stier bei den Hörnern packen. Wir schauen uns die Zahlend er Deutschen Bank einmal an, denn sie ist die größte Bank.

Hier finden Sie die Bilanz der Deutschen Bank. Wie Sie sehen, besitzt die Deutsche Bank bei einer Gesamtbilanz von 2.103 Milliarden Euro ein Eigenkapital von 56 Milliarden Euro.

Genauer: Diese 2.103 Milliarden stehen für Gelder, die die Bank ihren Kunden geliehen hat und für ausstehende Investitionen. Der Puffer, um etwaige Verluste auffangen zu können, beträgt 56 Milliarden Euro, bzw. 2,7%.

Wenn die Deutsche Bank mit ihren ausstehenden Investitionen und/oder durch nicht bezahlte Kundenkredite also über 2,7% Verlust macht, hat die Deutsche Bank kein Eigenkapital mehr.

Und dann müsste der deutsche Steuerzahler einspringen. 2,7% Eigenkapital. Das heißt Pobacken zusammenkneifen und dann nur hoffen, dass es nicht in die Hose geht!

Und dann reden wir nur von einer Bank, die fast so groß ist wie die gesamte deutsche Wirtschaft.

Schlüsselfrage
Wie groß müsste der Puffer einer Bank sein, um als sichere Bank betrachtet werden zu können?

Meiner Ansicht nach mindestens 10%. Am liebsten noch größer. Das Problem der Banker ist allerdings folgendes: Je mehr Eigenvermögen eine Bank führt, desto geringer ist die Chance kurzfristig kräftig Gewinne erzielen zu können.

Und desto niedriger würden die Boni der Vorstände ausfallen (die stinknormale Angestellte sind und darum keinerlei persönliche Risiken eingehen, sollte die Bank starke Verluste verbuchen).

Je größer dieser Puffer ist, desto langweiliger wird die Bank. Und genau das wollen wir Bürger. Und das wollen die Banker mit aller Macht verhindern…

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Optimist, Pessimist oder Realist?

Insbesondere aufgrund dieses Artikels erreichten uns einige Mails von Leuten, die der Meinung sind, wir würden zu viel Pessimismus predigen und Menschen damit Angst einjagen. Hat mich ein wenig an Anfang 2009 und Ende September 2011 erinnert. Damals wurde ich als ein unverbesserlicher Optimist verrissen. Der Punkt ist jedoch, dass man sich als Anleger überhaupt nicht mit Optimismus oder Pessimismus beschäftigen sollte. Es geht darum realistisch zu sein.

Nüchternen Menschenverstand nutzen
Sie dürfen mich als Pessimisten betrachten, aber ich kann eben nichts anders, als mir die Zahlen anschauen. Die Vereinigten Staaten geben jedes Jahr 60% mehr Geld aus als sie einnehmen. Im aktuellen Fiskaljahr (das am 01.10.2011 begann) stieg die Staatsverschuldung bereits um über 834 Milliarden Dollar! Ich denke mir diese Zahlen nicht aus. Ich hole sie mir von der
Website des amerikanischen Finanzministeriums.

Wenn man Realist ist, weiß man, dass das nicht so weitergehen kann. Dass dadurch Schwierigkeiten entstehen. Man muss dazu kein Wirtschafts- oder Finanzwunderkind sein. Es wird der Tag kommen, an dem der Markt den USA kein Geld mehr leihen möchte. Die nächste Frage, die man sich als Anleger stellen muss, lautet: „Wie kann ich darauf reagieren?

Ein unerwartetes Ereignis kann die Eurozone entflammen
In der Eurozone gibt es (neben Luxemburg) kein einziges Land, das den Maastrichter Vertrag erfüllt. Es gibt einige Länder, die große Probleme haben. Noch gefährlicher ist jedoch die rundum schlechte Lage, in der sich die europäischen Banken befinden. Die durchschnittliche Bilanz einer europäischen Bank ist 26 Mal größer als das Eigenvermögen. 4% Verlust auf ihre eignen Investitionen ist ausreichend für eine Pleite. Die EZB wird allerdings keine Bank bankrott gehen lassen und wird weiterhin Geld drucken (müssen).

Geld drucken lässt die politischen Spannungen jedoch zunehmen. Ein unerwartetes Ereignis kann den Topf zum Überkochen bringen und die Eurozone geht unter. Eine Wahl eines Anti-Europäers oder ein Land, das den Euro verlässt. Könnte alles einfach so passieren. Von einem auf den anderen Tag können Zustände wie 2008 entstehen. Oder noch schlimmer.

Optimist in jeder Börsenlage
Es ist nicht gesagt, dass so etwas passieren wird, aber wir müssen beachten, dass es passieren kann. Als Anleger braucht man davor keine Angst haben, denn Kurse werden sich im Anschluss auch wieder erholen. Denken Sie an 2009.

Mit DienstagTrader-Trend werden Sie von einer solchen Situation sogar profitieren. Sie reagieren bei dieser Strategie nämlich bei steigendem Börsentrend auf steigende Kurse und bei sinkendem Börsentrend machen Sie Gewinn, indem Sie auf sinkende Kurse reagieren. Eine einfach anzuwendende Strategie, die bei stark schwankender Börse ausgiebig profitiert. Durchschnittlich 57% pro Jahr, in guten und schlechten Börsenjahren. Ideal für offensive Anleger.
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