EZB und Fed tun nichts, Erholung den Hals umgedreht

Anfang letzter Woche haben sich die Börsen erholt. Eine Erholung auf Hoffnung basierend. Hoffnung darauf, dass Draghi letzten Mittwoch den Zins herabsenken würde und Maßnahmen für die Bekämpfung der Krise ankündigen würde. Und die Hoffnung, dass Bernanke letzten Donnerstag eine neue QE-Runde ankündigen würde.

Sowohl Draghi als auch Bernanke haben nichts Bedeutendes unternommen. Ich schrieb in diesem Artikel bereits, warum ich davon ausgehe, dass Draghi sich nicht traut, die Geldpressen in Gang zu setzen. Und in diesem Artikel habe ich Ihnen mitgeteilt, warum ich von Bernanke erst im Sommer etwas erwarte. Am 1. August soll ein Fed-Meeting stattfinden. Das scheint mir ein idealer Zeitpunkt für die Ankündigung von QE3. (Das wird dann selbstverständlich einen anderen Titel mit einer noch schöneren Abkürzung tragen.)

Vor einem Monat habe ich bereits in diesem Artikel geschrieben, dass die Börse sehr süchtig ist. Süchtig nach frischgedrucktem Geld. Und darum ist die Börse jetzt enttäuscht darüber, dass sie jetzt (noch) keine neue Dosis bekommt. Diese Enttäuschung wird nun kurzzeitig beiseitegeschoben, da die EU-Länder Spanien ein Trostpflaster geben. Ich erwarte hierdurch allerdings nur einen kurzfristigen positiven Effekt.

Und so sieht es sehr stark danach aus, als würden die Börsen auch in den kommenden Wochen noch einige Dämpfer abbekommen, um dann wieder einen Anstieg in Gang zu setzen, wenn Draghi und Bernanke die Geldpressen anschmeißen. Eine ideale Situation für DienstagTrader-Trend Abonnenten, die vergangenen Monat schon vollends von sinkenden Kursen profitiert haben.

Wir gehen davon aus, dass wir noch ca. eineinhalb Monate lang von sinkenden Kursen profitieren werden, um dann im Anschluss aus vollen Zügen auf eine steigende Börse zu setzen. So machen wir bei sinkender Börse Gewinn und profitieren ebenfalls vom anschließenden Anstieg. Kann Anlegen noch besser sein? Klicken Sie hier, um diese besondere Strategie auch anzuwenden!

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Eine Spur der Zerstörung

Die griechische Wirtschaft befindet sich in einer tödlichen Abwärtsspirale. Selber schuld. Hätten Sie die Troika (IWF, EK, EZB) mal außen vor lassen müssen. Sobald nämlich insbesondere der IWF zu egal welcher Sache herangezogen wird, geht es unter Garantie schief. Diese Einrichtung hat in den vergangenen 50 Jahren eine Spur der Vernichtung hinterlassen, und das überwiegend in Ländern, in denen sich der durchschnittliche westliche Bürger sich darüber keine Gedanken macht.

Feste „Erfolgsstrategie“
Sie arbeiten dementsprechend auch nach einer festen „Erfolgsstrategie“. Sparmaßnahmen ohne Perspektive und Steuern anheben. Nicht unbedingt das Rezept für eine glückliche Zukunft. Ein Beispiel: Im September hob die griechische Regierung unter dem Druck der Troika die MwSt. auf Lebensmittel und Alkohol von 13% auf 23% an. Folge? Im Januar fielen die griechischen Steuereinnahmen satte 18,7% niedriger aus als ein Jahr zuvor.

In diesem Artikel habe ich Ihnen schon einmal von den Säulen berichtet, auf denen eine gesunde Wirtschaft stützt. Niedrige Steuern, freier Handel und eine stabile Währung. Je mehr wir davon abweichen, desto ungesünder wird die Wirtschaft. Griechenland ist ein Lehrbuchbeispiel dafür, wie sogenannte Spezialisten (IWF) eine ungesunde Wirtschaft in kurzer Zeit komplett dem Erdboden gleichmachen. In anderen EU-Ländern wendet man die gleiche katastrophale Strategie an; dort jedoch viel weniger drastisch, und dadurch dringt der Effekt auch langsamer durch.

Nächste Woche schon Krise?
Griechenland kann unmöglich überleben. Wenn die EU-Politiker nächste Woche beschließen, Griechenland erneut 130 Milliarden Euro zu leihen, verlieren wir erneut einen Batzen Geld, und die griechische Bevölkerung muss nur noch länger unter den katastrophalen Maßnahmen leiden, die die Troika ihnen aufzwängt.

Wenn nächste Woche allerdings Streit entsteht (zwischen der EU und Griechenland und dann zwischen den EU-Ländern untereinander), ist alles möglich. Und der Euro könnte in kürzester Zeit einen enormen Dämpfer davontragen. Besorgen Sie sich ausreichend Gold und Silber!

 

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Haushaltsdefizit durch Steuersenkungen ausgleichen?

Gesamte Medienaufmerksamkeit Richtung Italien. Steigende Zinsen auf italienische Staatsanleihen und insbesondere natürlich die Tatsache, dass Berlusconi jetzt verschwindet – wie sicher kann man da sein? -, macht Italien zu einem wunderbaren Ziel, auf das man alle Scheinwerfer richtet. Und nach einigen Tagen Scheinwerferlicht und politischem Theater, hat gestern auch die Aktienbörsen heftig reagiert.

Verrückterweise lassen sich die italienischen Probleme, praktisch betrachtet, am leichtesten lösen. Italien hat zwar eine sehr hohe Staatsverschuldung, aber kein übertrieben hohes Haushaltsdefizit. Zudem gab es in Italien in den vergangenen Jahren keine Immobilienblasen, so wie es sie in Spanien und Irland gab. Italien muss sich auch weniger vor seinem Bankensektor fürchten, als viel „stärkere“ EU-Länder. Und außerdem ist der italienische Bürger ein konservativer Sparer. Es gibt also genügend andere Länder, die viel größere Probleme haben, als Italien!

Das einzige, wofür Italien im Übrigen sorgen müsste, wäre eine Reformierung. Kosten sparen, indem ein großer Teil der enormen Bürokratie weggelassen werden müsste. Außerdem Steuern senken, sodass Unternehmer wieder ermutigt werden zu unternehmen. Leider tun Politiker überall in der EU genau das Entgegengesetzte. Sie kürzen überall ein wenig und erhöhen die Steuern.

Ein Haushaltsdefizit durch Steuersenkungen ausgleichen? Klingt paradox, aber so funktioniert es tatsächlich. Was so gut wie niemand realisiert, ist, dass ALLE Steuereinnahmen eines Landes direkt oder indirekt das Ergebnis der Tatsache ist, das es Menschen gibt, die so verrückt sind, Unternehmen zu gründen. Keine Unternehmen, keine Steuereinnahmen.

Wenn man als Land also höhere Steuereinnahmen kreieren möchte, sollte man es bestehenden Unternehmern attraktiver machen, in die Zukunft ihrer Unternehmen zu investieren und man sollte es für die Menschen attraktiver machen, ein Unternehmen zu gründen. Je mehr Unternehmer, desto höher die Steuereinnahmen.

 

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Heckmeck um Griechenland

„Wenn ich die Rückkehr der Drachme kommen sehe, hole ich meine gesamten Euro von der Bank und verstecke sie zuhause.“ Diese Aussage eines griechischen Bürgers habe ich in einer Zeitung gelesen. Das schließt natürlich perfekt an meinen Artikel vom vergangenen Montag an, in dem es um die Probleme geht, die EU-Länder sich aufhalsen, wenn sie austreten wollen.

Wenn Griechenland also wirklich droht aus dem Euro auszutreten, werden viele Euro von den Banken genommen werden und in vielen alten Socken und unter vielen Matratzen verschwinden. Griechische Regierung insolvent, griechische Banken insolvent, westeuropäische Banken insolvent, Systemcrash.

Das aktuelle Heckmeck rund um Griechenland betrachte ich als politisches Theater, bei dem die restlichen europäischen Länder insbesondere den eigenen Leuten zeigen möchten, dass sie die Griechen sehr wohl in die Ecke drängen können. Ich kann mir nicht vorstellen, dass Politiker sich trauen, die Folgen eines griechischen Exits aus dem Euro auf ihre Kappe zu nehmen.

 

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Worin wir in den kommenden Jahren anlegen – und worin nicht…

Stellen Sie sich einmal vor, Sie hätten während der vergangenen zehn Jahre jeden Monat ganze 33% Ihres Geldes auf Seite gelegt. Wie viel Geld hätten Sie dann jetzt insgesamt gespart? Stellen Sie sich jetzt einmal vor, alle hätten das so gemacht. Wie reich wir dann doch alle zusammen wären!

Wer spart wieviel?
Das ist die Situation in China. Der durchschnittliche Chinese findet es normal ein Drittel seines Geldes zu sparen. In Europa liegen wir mit 15% übrigens auch nicht schlecht im Rennen, aber ein durchschnittlicher Amerikaner oder Brite gab in den Jahren vor der Kreditkrise mehr Geld aus als hereinkam. Sie lebten also, genau wie ihre Regierungen, auf Pump. Durch die Krise sind die amerikanischen Bürger etwas vorsichtiger geworden, sparen aber auch jetzt lediglich 3,6% ihres Einkommens.

Wo sind die Staatsfinanzen im grünen Bereich?
Im Allgemeinen kann man sagen, dass man sein Geld am besten in einem Land anlegen sollte, in dem die Staatsfinanzen im grünen Bereich sind und wo die Bürger noch Geld auf der Bank haben. Die amerikanische Regierung ist virtuell bankrott. Den EU-Ländern geht es schlecht, könnten die Sache durch harte Sparmaßnahmen in den kommenden Jahren aber noch in den Griff bekommen. Die chinesische Regierung hat keine Staatsschulden und hat Geld auf der Bank.

Wo würden Sie heute am liebsten eine Firma gründen?
Die Antwort scheint mir logisch zu sein. Dort, wo Regierung und Bürger noch Geld haben. Derzeit also in China. Man könnte auch ein Unternehmen gründen, das direkt oder indirekt von der Tatsache profitiert, dass sowohl die chinesische Regierung als die chinesischen Bürger Geld auf der Bank haben. Wenn man in Deutschland ein Unternehmen gründen würde, und nach China exportiert, hätte man auch gute Chancen. Wenn man in Deutschland ein Unternehmen gründen würde, dass mit Rohstoffen handelt, würde man indirekt von der Tatsache profitieren, dass die Frage nach Rohstoffen in China in den kommenden 20 Jahren weiter zunehmen wird. Man würde sogar dann profitieren, wenn man nicht direkt an chinesische Kunden verkaufen würde.

Denken wie ein Unternehmer
Als Anleger muss man nur wie ein Unternehmer denken. Man muss dort investieren, wo man als Unternehmer die besten Chancen sieht. China besitzt solche Chancen zu Hauf und auch die gesamte asiatische Region, die viel großer ist als die EU und die Vereinigten Staaten zusammen. Natürlich werden wir auch in China ökonomische Seifenblasen und darauffolgende Tiefs erleben, genau wie in der EU und in den Vereinigten Staaten im letzten Jahrhundert. Nichts steigt in einer geraden Linie ununterbrochen an und Tiefs tragen dazu bei, dass ein Wirtschaftssystem von Exzessen befreit wird und so wieder aus einer gesunden Basis heraus weiter wachsen kann.

Was wir vermeiden
Wir vermeiden Aktien die direkt oder indirekt von der Kaufbereitschaft des amerikanischen und/oder europäischen Konsumenten abhängig sind. Der europäische Konsument wird in den kommenden Jahren unter Sparmaßnahmen und Steuererhöhungen zu leiden haben. Sobald die Staatsfinanzen in der EU in ein paar Jahre wieder im grünen Bereich liegen, wird sich die Situation bessern. Für den amerikanischen Konsumenten gibt es unserer Meinung wenig bis keine Hoffnung.

Worin wir anlegen
Mit
TopAktienReport legen wir vor allem in Aktien von Unternehmen an, die direkt oder indirekt vom chinesischen/asiatischen Konsumenten profitieren. Hierzu zählen auch Aktien von Unternehmen die von der derzeitigen enormen chinesischen Urbanisierung und von den riesigen Investitionen in die Infrastruktur profitieren. Diese sind wichtig um langfristiges strukturelles Wirtschaftswachstum zu sichern.

Warum wir das machen?
Nicht nur weil wir dadurch höhere Kursgewinne erwarten, sondern auch und vor allem weil wir davon überzeug sind, unserem Geld auf diese Weise einem geringeren Risiko auszusetzen.
Wenn man ein Unternehmen gründet, geht man am das geringste Risiko ein, wenn man sich auf einen Markt richtet an dem die Leute Geld haben das sie ausgeben können. Dort hat man auch die größten Erfolgsaussichten. Für einen Anleger gilt genau dasselbe.

Legen Sie dort an, wo das Risiko am geringsten ist und…
Auch in unserem nagelneuen „Top Aktien Report“ finden Sie Aktien, die an Hand obiger Prinzipien ausgewählt wurden. Surfen Sie schnell auf
www.topaktienreport.de damit auch Sie in den kommenden Jahren dort anlegen, wo das Risiko am geringsten ist und die Chance auf einen hohen Gewinn am größten.

 

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Erschreckende Staatsverschuldungen und Haushaltsdefizite

Am letzten Donnerstag veröffentlichte Eurostat Zahlen, die darlegen, wie hoch die Haushaltsdefizite aller EU Länder 2009 lagen und wie hoch die Staatsverschuldung war. Diese Zahlen sind erschreckend.

Die Griechen setzen dem Ganzen mit einem Haushaltsdefizit von ganzen 13,6% des BNP und einer Staatsverschuldung von 115% natürlich die Krone auf. In einem anderen Newsletter habe ich bereits einmal geschrieben, dass es unsinnig ist, diese Zahlen einzig und allein am BNP zu messen, denn dem unwissenden Publikum scheinen diese Zahlen viel niedriger als sie es tatsächlich sind.  

Die griechische Regierung verfügte 2009 insgesamt über 88 Milliarden Euro Steuereinnahmen und gab ganze 120 Milliarden Euro aus. Die griechische Regierung gab im letzten Jahr also 32 Milliarden oder anders ausgedrückt 36% mehr Geld aus als hineinkam. Wenn die Griechen nicht drastisch einsparen, wird das Hilfspaket von 30 Milliarden Euro innerhalb eines Jahres verbraucht sein und dann haben wir wieder exakt dasselbe Problem. Die griechische Staatsverschuldung betrug am 31. Dezember 273 Milliarden Euro. Dies entspricht dem dreifachen von dem, was 2009 in die Staatskasse hinein floss.

Deutschland
2009 verfügte Deutschland über Steuereinnahmen in Höhe von 1066 Milliarden Euro, während insgesamt 1145 Milliarden Euro ausgegeben wurden. Das ließ die Staatsverschuldung noch einmal in die Höhe schnellen, denn diese Verschuldung lag Ende des letzten Jahres bei ganzen 1762 Milliarden Euro bzw. 73% des BNP.

Damit steht der Deutsche Staatshaushalt wesentlich besser da als der Haushaltskasse der Problemländer. Allerdings würde auch dieses kleine Trostpflaster mich nicht fröhlich stimmen wenn ich privat mein Finanzhaushalt vergleichsweise führen wurde angesichts des gleichen Verhältnisses zwischen Einnahmen, Ausgaben und Nettovermögen.

Genau das gleiche Szenario sehen wir in vielen anderen Ländern. Neben Belgien (97%) befinden sich Griechenland (115%) und Italien (116%) auf den drei Spitzenpositionen der Europäischen Union wenn es darum geht, wer die höchste Staatsverschuldung innehat. Wenn wir uns die Haushaltsdefizite anschauen, liegen Irland (14,3%), Griechenland (13,6%) und Groß Britannien (11,5%) ganz vorne. Je höher das Haushaltsdefizit, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass die Staatsverschuldung in den kommenden Jahren steigen wird.

Mangel an Dringlichkeit
Der Mangel an Führung und Dringlichkeit ist riesengroß. In etwa alle europäischen Länder sind die Staatsausgaben in wenigen Jahren enorm angestiegen. Die Politiker melden jetzt, dass sie jedoch mehrere Jahre brauchen um ein Bruchteil dieser starken Zunahme zurückzuschrauben. Unter anderem damit „die Konjunkturerhohlung“ nicht gefährdet wird. Die Staatsverschuldung wird nur noch mehr steigen und die Zinslasten werden sich bei den bald steigenden Zinssätzen wie eine Schlinge um den Hals legen.

Schmerzen und Anstrengung
Der Mangel an Dringlichkeit ist in jedem EU Land spürbar. Wenn man etwas erreichen will, muss man selber bereit sein, eine gewisse Zeit zu leiden. Egal, ob es um den Abschluss des Studiums, eine sportliche Bestleistung, eine Diät, die Neugründung einer Firma oder eben um den Wiederaufbau des Finanzhaushaltes geht. Aufopferung, Schmerzen und Anstrengung sind die Grundvoraussetzungen. In Europa sind wir nicht bereit kurzweilig Schmerzen zu leiden; wir möchten uns schon gar nicht aufopfern. Das führt dazu, dass der Schmerz langfristig betrachtet nur noch größer werden wird.

 

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