Wahrnehmung und Realitaet liegen meilenweit auseinander

In diesem Artikel habe ich Ihnen letzten Freitag mitgeteilt, dass die Eurozone infolge niedriger Inflation gezwungen wird, Geld zu drucken.

Und ich habe Ihnen mitgeteilt, dass der Dollar unter anderem so stark ist, weil die amerikanische Wirtschaft am besten läuft, und alle deshalb auf eine Zinsanhebung setzen.

Wahrnehmung. Realität.

Die enorme Gefahr einer Deflation in der Eurozone
Wo man auch hinschaut, Zeitung oder Fernsehen, überall wird uns eingebläut, Deflation sei schlecht, weil Konsumenten dann nicht kaufen würden. Und dass Draghi Geld drucken müsse, um diese enorme Gefahr einzudämmen.

Hier nun eine Tabelle, dich ich von der Eurostat Website kopiert habe:

Aktuell herrscht eine Deflation von 0,2%. Vor allem, weil die Energiepreise um 6,3% gesunken sind, und weil „unprocessed food“ (Gemüse, Obst, Fleisch etc.) 1% günstiger wurde.

Kennen Sie jemanden, der weniger tankt?
Kennen Sie auch nur eine Person, die weniger Benzin tankt, weil die Spritpreise gerade so günstig sind? Oder jemanden, der weniger Gemüse und Obst kauft, weil er einen weiteren Rückgang der Preise erwartet? Ich kenne niemanden!

Dennoch geht die gesamt Finanzwelt davon aus, dass die EZB am 22. Januar verkünden wird, dass sie Geld drucken wird. Auch weil Draghi himself vorletzte Woche bereits äußerte, dass es seiner Meinung nach nötig sei.

Die Realität sieht so aus, dass die EZB Geld drucken wird, obwohl es absolut unnötig ist.

Denn der Rückgang der Kraftstoffpreise ist für die Eurozone einzig und allein vorteilhaft. Und jeder, der sich die Mühe macht, sich auch nur einigermaßen in den Ölmarkt zu vertiefen, weiß, dass Kraftstoffpreise im nächsten Jahr wieder stark steigen werden.

Die amerikanische Wirtschaft
Wir haben in letzter Zeit nur noch positive Meldungen zur amerikanischen Wirtschaft gehört. Die Wirtschaft wuchs im dritten Quartal um satte 5%.

Die Wahrnehmung geht im Allgemeinen dahin, dass es der amerikanischen Wirtschaft sehr gut geht. Schauen wir uns einmal die harten Zahlen an. Die Realität.

Im dritten Quartal 2014 lag das amerikanische BIP nominal 728 Milliarden Dollar höher als ein Jahr zuvor. Dieses Wirtschaftswachstum wurde jedoch erzielt, weil Regierung, Unternehmen und Bürger gemeinsam ganze 2.045 Milliarden Dollar mehr Schulden machten.

2.045 Milliarden Dollar zusätzliche Schulden machen, um damit lediglich 728 Milliarden Dollar Wirtschaftswachstum zu schaffen. Das klingt sehr ungesund!

Es geht immer um die Wahrnehmung
Die EZB wird aufgrund einer aktuellen Wahrnehmung Geld drucken, die da wäre, dass Deflation eine Gefahr darstelle. Das Ergebnis wird ein immer schwächer werdender Euro sein.

Und die Fed wird die Zinsen aufgrund der Wahrnehmung anheben, dass es der amerikanischen Wirtschaft ja so gut gehe. Mit dem Ergebnis eines steigenden Dollars.

Die Realität sieht so aus, dass die Eurozone ein Deflationsproblem hat. Und dass die amerikanische Wirtschaft viel schwächer ist als weitgehend angenommen wird.

Realität wird in ungefähr einem Jahr durchdringen
Das wird aber vermutlich erst irgendwann Ende 2015, Anfang 2016 passieren. Erst nachdem der stark steigende Dollar eine Spur der Verwüstung hinter sich gelassen hat…

 

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Wenn man jahrelang zu viel Geld ausgibt

„If your outgo exceeds your income, your upkeep becomes your downfall.“

Diesen Satz habe ich letzte Woche Topinvestor Rick Rule sagen hören. Er fasst in einem großartigen, kurzen Satz das Problem der westlichen Länder zusammen.

Sie haben in den vergangenen 20 bis 25 Jahren in Vielzahl über ihren Verhältnissen gelebt. Und seit Ausbruch der Kreditkrise versuchen wir uns krampfhaft an diesem zu hohen Lebensstandard festzuklammern.

In folgender Graphik sehen wir, wie stark wir uns in den vergangenen Jahren, allein in der Eurozone, in Schulden gestürzt haben.

Diese Graphik zeigt die Zahlen bis 2011. Seitdem sind die Staatsschulden der Eurozone noch einmal um dicke 500 Milliarden Euro gestiegen. In den USA, Japan und Großbritannien sieht es nicht anders aus.

In den USA stieg das Total Credit Market Debt von 33 Billionen Dollar vor Ausbruch der Krise auf aktuell 41 Billionen Dollar. Das sind Mehrschulden in Höhe von 8.000 Milliarden Dollar. In fünf Jahren.

Wenn man eine Schuldenkrise angeht, bedeutet das, dass die Schulden schrumpfen müssen. Schulden abbauen schmerzt. Und Schmerzen sind nicht schön. Diese Graphik und die amerikanischen Zahlen zeigen ganz klar, dass die Schulden nur noch weiter gestiegen sind.

Wir befinden uns also in einer Upkeep-Phase. Solange man weiterhin zu relativ niedrigen Zinsen Geld aufnehmen kann, kann man so tun als gäbe es keine Probleme. Genau wie einem durchschnittlichen Menschen, der bis zum Hals in Schulden steckt, gelingt es auch ganzen Ländern manchmal, brodelnde Probleme kurz zu vergessen.

Rezession in Eurozone vorbei?
Das ist die Meldung, die wir letzte Woche in den Medien sahen. Wenn das wirklich so ist, ist es vorübergehend. Denn die Probleme, die die Kreditkrise verursacht hat, wurden nicht angegangen. Wir stecken in der Upkeep-Phase. Nach dem Upkeep kommt der Downfall.

Lassen Sie sich in Sachen Wirtschaftserholung also nichts weismachen. Jemand der sich tief in Schulden gegraben hat, kann nur dann finanziell genesen, wenn diese Schulden abgebaut werden.

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Wirtschaftserholung in Sicht?

Montag konnte man es wieder in allen Zeitungen lesen. Draghi hat letztes Wochenende bei irgendeiner Sitzung irgendwo in Asien erklärt, dass die Eurozone sich auf dem Wege der Besserung befindet. Worauf er das basiert, hat er nicht verraten. Und mir ist das auch ein großes Rätsel.

Obwohl in den vergangenen Jahren schon ein ganzes Heer von Politikern und Eurokraten Wirtschaftserholung vorausgesagt hat, neigen wir dazu, einer Aussage eines Zentralbankers mehr Gewicht zuzusprechen. Denn ist er nicht das Paradebeispiel eines unabhängigen Instituts?

Im Folgenden kurz die Prognosen der beiden EZB-Präsidenten, die während der aktuellen Krise am Ruder saßen:

Draghi
Jan12 – Draghi erkennt leichte Erholung
Nov12 – Erholung in Eurozone im zweiten Halbjahr 2013
Jun13 – Eurozone auf dem Weg zur Erholung

Sein Vorgänger Trichet
Jul08 – Trichet und IWF prognostizieren Erholung im Jahr 2009
Jan09 – Trichet prognostiziert Wirtschaftserholung für das Jahr 2010
Mai09 – Erste Anzeichen einer Erholung sind erkennbar
Mai10 – Griechen sollen ihren Verpflichtungen weiterhin nachkommen
Jul10 – Es entsteht keine neue Rezession
Aug10 – Trichet prognostiziert stärkere Wirtschaftserholung in Eurozone
Okt10 – Erholung setzt sich in gemäßigtem Tempo fort

Dass die gängigen Medien solche Aussagen noch ernst nehmen und sie ohne jegliche Randbemerkung publizieren, sagt schon alles über die schlechte Qualität dieser Medien.

Dass Politiker und Zentralbanker, nachdem sie so häufig falsch gelegen haben, immer noch den Mut besitzen, in der Öffentlichkeit positive Wirtschafsprognosen zu äußern, die jeglicher Grundlage entbehren, spricht Bände und sagt viel über Ihre Persönlichkeit.

Für uns Bürger/Anleger ist es wichtig, Äußerungen von Politikern und Zentralbankern zu ignorieren. Sie bringen einem überhaupt nichts. Außer vielleicht als Kontraindikator.

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Gezanke über ein winziges Miniproblem

Das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe hat die Mitwirkung Deutschlands am Euro-Rettungsschirm ESM und am Fiskalpakt soeben unter Auflagen gebilligt. Und in den Niederlanden wird heute gewählt. Ich habe die Debatten dort in den vergangenen Wochen bewusst verfolgt. Europa ist ein wichtiges Wahlthema und darum wollte ich wissen, was die Spitzenkandidaten dazu zu sagen hatten.

Das was ich sah, hatte ich nicht anders erwartet. Sie hätten das Thema anstelle von Europa auch ebenso gut Griechenland nennen können. Wird die Niederlande Griechenland noch einmal Geld leihen (= geben) oder nicht. Jedes Mal dieselbe Diskussion, obwohl die Situation genauso simpel ist, wie sie auch unvermeidbar ist.

Griechenland ist ein bankrottes Land, das nicht mehr zu retten ist. Punkt.
Das bereits an Griechenland geliehene Geld können wir abschreiben. Punkt.
Griechenland wird den Euro verlassen, führt die Drachme wieder ein und devalviert stark. Punkt.

Aber Griechenland ist nur ein winziges Miniproblem. Ein Fliegenschiss. Wenn wir es mit Spanien vergleichen. Das Spanien, über das ich die Politiker in den Niederlanden nicht ein einziges Mal habe reden hören.

If you owe the bank $100, it’s your problem.
If you owe the bank $100 million, it’s the bank’s problem.

Griechenland hat ein Problem, denn das Land steckt tief in den Schulden. Die Schulden, die Spanien hat, sind viele male höher. Dadurch hat nicht nur Spanien, sondern auch die übrigen (nördlichen) Euroländer ein enormes Problem.

Wenn Spanien sich für Bankrott erklärt, ist das Elend nicht abzusehen. Die Spanier wissen das nur allzu gut. Und darum können sie Forderungen stellen. Spanien braucht ein gigantisches Hilfspaket. Sie werden das Hilfspaket zwar anfordern, aber nur dann, wenn die übrigen Euroländer ihren Forderungen entgegenkommen.

Also keine Troika (Mitarbeiter des IWF, der EU und EZB). Und keine Sparmaßnahmen, die Madrids Straßen zukünftig mit noch mehr verärgerten Bürgern säumen werden.

Die Frage ist, wie die Politiker aus Deutschland, den Niederlanden, Finnland etc. das der jeweiligen Bevölkerung verkaufen wollen. Im Falle der Niederlande wird es nach den Wahlen natürlich einfacher. Man präsentiert es ganz einfach als ein „neues, unerwartetes Vorkommnis“, so dass die Bevölkerung nur machtlos zuschauen kann.

Die niederländischen Politiker haben sich jetzt wochenlang darüber gezankt, ob sie einem ohnehin bereits hilflos verlorenem Land zusätzliche Hilfe bieten. Und sie haben mit keiner Silbe über die tickende Atombombe der Eurozone gesprochen: Spanien.

Ob das Dummheit oder verlogene Intelligenz ist, dürfen Sie natürlich selber beurteilen.

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Eine große Rally steht in den Startlöchern

Der Goldpreis notiert (in Dollar gemessen) aktuell ungefähr 16% niedriger als Anfang September 2011, als Gold sein vorläufiges Spitzenniveau erzielte. Klingt schlimm, aber das ist eine völlig normale Entwicklung innerhalb eines langjährigen Bullmarktes.

In Euro gemessen sank Gold seither übrigens um nur 4%. Das zeigt, dass nicht der Goldpreis, sondern das schwache Papiergeld der Grund für den Besitz von Gold und Silber ist.

Alles um den Euro zu „retten“
Ich habe Ihnen letzten Donnerstag noch berichtet, dass es (neben Pleite gehen) für Euroländer keine andere Lösung gibt als große Geldsummen zu drucken. Am selben Tag sagte Draghi, dass er alles dafür tun wolle, um den Euro zu retten. Dass er also die Geldpressen wieder anschmeißt.

Den USA geht es finanziell sogar noch schlechter als der Eurozone als Ganzes. Und auch dort geht man immer stärker davon aus, dass Bernanke nächsten Mittwoch QE3 ankündigen wird. Dass die Fed also auch kräftig Geld drucken wird. Die amerikanische Wirtschaft brodelt, die amerikanische Regierung gibt auch dieses Jahr wieder 1.300 Milliarden Dollar zu viel aus und Obama braucht eine steigende Börse, um wiedergewählt zu werden.

QE3 wird Gold und Silber zunehmen lassen
Für Draghi und Bernanke also Grund genug, die Geldpressen anzuschmeißen und damit eine heftige Rally in Gang zu setzen. Nach der Ankündigung von QE2 (Ende August 2010) stiegen Gold und insbesondere Silber stark an. Gold und Silber werden nach QE3 vermutlich noch kräftiger steigen, denn die (berechtigte) Angst vor Inflation nimmt mit jeder Runde Gelddruck zu. Kaufen Sie also Gold und Silber!

Künstlicher Börsenanstieg
Nach der Ankündigung von QE2 stieg auch die Börse kräftig an. Auch das kann jetzt erneut passieren, denn die gedruckten Summen werden immer größer. Aber seien Sie sich darüber im Klaren, dass es ein künstlicher Anstieg ist, der durch künstliche Maßnahmen verursacht wird. Und je schneller die Börse dann steigt, desto schneller kann sie anschließend auch sinken.

Darum halte ich es für äußerst wichtig, mit einem Teil meines Geldes DienstagTrader-Trend anzuwenden. Damit folgt man nämlich dem Börsentrend und man verdient sehr ausgiebig an der kommenden Rally und auch am anschließenden Börsenrückgang. Melden Sie sich hier für DienstagTrader-Trend an.

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Mehr Möglichkeiten gibt es nicht

In diesem lustigen Clip, den ich Ihnen Dienstag geschickt habe, erklären zwei Komiker, dass die Eurozone im Grunde nichts anderes ist, als eine riesen Luftblase, in der künstlich Geld umhergepumpt wird.

Der Clip ist rund zwei Jahre alt und allein das ist schon ein Beleg dafür, wie lange Politiker und Zentralbanker es bis jetzt geschafft haben, die Probleme wegzuschieben.

Von der harten Realität eingeholt
Jetzt aber scheinen die Politiker dann doch von der harten Realität eingeholt zu werden. Auf meiner Twitter Seite habe ich Dienstagmorgen drei Tweets gepostet, die das perfekt widerspiegeln.

Dass die spanischen Banken in großen Schwierigkeiten sind, ist inzwischen bekannt. Und ich habe letzte Woche gehört, dass nun sogar bei den gängigen Medien angekommen ist, dass das 100 Milliarden Euro Hilfspaket viel zu klein ist, um spanische Banken über Wasser zu halten.

Aktuell erscheinen auch Meldungen, dass sechs bis acht spanische Regionen Finanzhilfen der spanischen Bundesregierung benötigen. Und in Italien ist Sizilien pleite und zehn größere Städte haben große finanzielle Probleme.

Und um zu beweisen, dass sie alle auch nicht mehr weiter wissen, haben spanische und italienische Autoritäten ganz einfach entschieden, Short Selling auf Finanzaktien zu verbieten.

Es ist ganz einfach
Entweder stürzt das gesamte System ein, oder die EZB druckt massenhaft Geld. Mit der Betonung auf „massenhaft“. Mehr Möglichkeiten gibt es ganz einfach nicht.

In beiden Fällen wäre es enorm wichtig, Gold und Silber zu besitzen. Denn wenn das Finanzsystem zusammenbricht, ist es wichtig, sein Geld außerhalb des Finanzsystems zu platzieren. Und wenn massenhaft Geld gedruckt wird, schützt Gold vor einem sinkenden Euro und der dadurch zunehmenden Inflation.

Goldpreis stieg dieses Jahr schon um 8%
Sie lesen in den gängigen Medien vielleicht, dass sich der Goldpreis schon eine Weile nicht mehr bewegt hat. Das stimmt tatsächlich. Für Amerikaner. In Euro gemessen stieg der Goldpreis dieses Jahr bereits um fast 8%. Klicken Sie hier, um ein Goldkonto zu eröffnen und/oder physisches Gold nach Hause liefern zu lassen.

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Eurokrise in zwei Minuten erklärt

Die Eurokrise von zwei Komikern auf besondere Weise erklärt. Der Clip ist schon zwei Jahre alt (vielleicht kennen Sie ihn bereits), aber wenn man ihn sich inhaltlich gut anhört, könnte es auch ebenso gut ein Clip von letzter Woche sein.

Clarke und Dawe erklären auf ihre ganz eigene, lustige Art, dass die Eurozone nichts anderes ist, als eine riesen Luftblase, in der künstlich Geld umhergepumpt wird.

Wir wissen inzwischen, dass sich in den vergangenen zwei Jahren nichts geändert hat, geschweige denn Probleme gelöst wurden. Das Einzige, was heute anders ist, sind die größeren Geldmengen, die umhergepumpt werden…

(Dieser Clip steht leider nur in englischer Sprache zur Verfügung.)

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When an accident is waiting to happen…

In Europa herrscht miese Stimmung. Und weil die Aufmerksamkeit der Finanzwelt sich scheinbar immer nur auf eine Sache richten kann, sieht es so aus, als seien die Probleme in anderen Regionen weniger groß.

Das sind sie auch. Aber das ist nur, weil sie dort keine zankenden Politiker aus 17 Ländern haben, die allesamt mehr Rücksicht auf die kurzfristigen Belange des eigenen Stimmviehs nehmen wollen, als auf die langfristige Gesundheit ihres Landes und der Eurozone als Ganzes.

Keine Salamitechnik, kein Hackebeil
Die USA bewegen sich allerdings auch auf Kollisionskurs. Letzte Woche habe ich Ihnen in diesem Artikel darüber berichtet, dass die Euroländer mit der Salamitechnik sparen, obwohl sie eigentlich das Hackebeil verwenden müssten. In den USA verwendet man keins von beiden. Die amerikanische Regierung gibt weiterhin Geld aus, als gäbe es kein Morgen mehr.

Alle paar Wochen schaue ich hier kurz nach, wie es mit der amerikanischen Staatsverschuldung aussieht. Inzwischen fast 16 Billionen Dollar, bzw. 16.000 Milliarden Dollar. Über 100% des amerikanischen BIP. Dieses Jahr geben Obama und Konsorten satte 53% mehr Geld aus als sie einnehmen.

Stellen Sie sich einmal vor, was mit Ihnen passieren wird, wenn Sie eine Zeit lang 53% mehr ausgeben würden, als Sie einnehmen! Könnten Sie dann auch weiterhin uneingeschränkt Geld aufnehmen?

Vorübergehender Parkplatz für großes Geld
Ein Land, dem es unglaublich schlecht geht, kann jetzt Anleihen mit zehnjähriger Laufzeit vergeben (also Geld leihen) und dafür lediglich 1,5% Zinsen zahlen. Wie kann das sein? Große professionelle Anleger parken Ihr Geld vorübergehend in Staatsanleihen. Und kleine gutgläubige amerikanische Anleger stecken ihr Geld weiterhin in großen Mengen in Staatsanleihen.

Sobald die Profis verkaufen werden, wird der Topf überkochen. Und dann ist der kleine Mann natürlich der Dumme. Es wird ein beispielloser Schneeballeffekt entstehen und der Anleihenmarkt wird einstürzen.

„When an accident is waiting to happen, it usually does.“

Diese Aussage finden Sie in dem Wirtschaftsklassiker „The time is different“ von Reinhart und Rogoff. In diesem Buch beschreiben die beiden Ökonomen acht Jahrhunderte finanziell wirtschaftlicher Hypes und Crashs.

Die letzte große Seifenblase wird zerplatzen
Das ist ganz klar ein „accident waiting to happen“. Jemand der tief in den Schulden steckt und weiterhin hohe Schulden macht, kann unmöglich weiterhin für 1,5% Geld aufnehmen. Der amerikanische Anleihenmarkt ist die letzte riesige Wirtschaftsblase, die auf jeden Fall zerplatzen wird. Und wenn das passiert, wird der Knall enorm laut sein!

Mit unserem Report „Der amerikanische Anleihenmarkt steht vor dem Kollaps!“ gehen wir auf diese Situation ein. Für Sie die Chance, durch das Zerplatzen dieser letzten großen Seifenblase hunderte Prozent Rendite zu machen.
Bestellen Sie hier diesen einmaligen Report.

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Rendite-freies Risiko

Dienstagmorgen habe ich die Website der Financial Times besucht, und als erste Themen fielen mir ins Auge:

    • US Factory output at three-year low
    • Eurozone unemployment hits record high
    • China pressed to stimulate economy
    • UK Manufacturing activity shrank in June

Ausgesprochen schlechte (sehr schlechte) Wirtschaftsnachrichten, aber die Börsen freuen sich über ein Grüppchen EU-Politiker, die die x-te „Lösung“ präsentieren. Während verschiedene Ökonomien vor dem Zusammenbruch stehen, erleben die Börsen ein letzten Endes ruhiges Jahr. Obwohl es für den Euro keine andere Möglichkeit gibt, als den Zusammenbruch oder die Entwertung infolge massenhaften Gelddruckes, erlebt auch der EUR-/USD-Kurs ein sehr ruhiges Jahr.

Return-free Risk
Und obwohl Gold und Silber nur einen Ticken höher notieren als Ende 2011, leihen Anleger den sog. sicheren Ländern ihr Geld und nehmen dafür einen so niedrigen Zins hin, dass sie nach Abzug der Inflation sogar Kaufkraft einbüßen. Anleger entscheiden sich in großer Vielzahl für „Return-free Risk“. Rendite-freies Risiko also.

Herrscht an den Finanzmärkten denn gar keine Logik mehr? Natürlich schon! Logik herrscht immer, jedoch nur langfristig. Um kurzfristig von Bewegungen profitieren zu können, muss man ein Studium der Massenpsychologie und/oder Soziologie absolviert haben. Man muss also das unlogische Verhalten großer Menschengruppen vorhersehen können.

Angenehm sicher. Oder doch nicht?
Warum entscheiden sich so viele Anleger überhaupt für Rendite-freies Risiko? Ich habe ein Erklärung: In Krisenzeiten greifen die Menschen auf Anlagen zurück, deren Saldo in Euro nicht fluktuiert und denen jedes Jahr ein wenig Zinsen gutgeschrieben werden. Fühlt sich angenehm sicher an.

Das Paradoxe ist, dass Anlagen, deren Saldi nicht bzw. kaum schwanken (Sparkonten, Anleihen), jetzt das größte Risiko mit sich bringen. Während Anlagen deren Saldi schwanken (z.B. Gold und Silber) im Gegensatz dazu mit viel weniger Risiko behaftet sind. Bevor das jedoch die große Masse begreift, wird es für sehr viele Menschen schon viel zu spät sein. Wenn Sie rechtzeitig etwas unternehmen wollen, klicken Sie hier für Informationen über ein Goldkonto und/oder physisches Gold und Silber.

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Zanken wie die Kleinkinder

Hyperinflation. Haben Sie schon einmal darüber nachgedacht, wie sich das anfühlen würde? Ich habe mir letzte Woche noch einmal angeschaut, was die wichtigsten Eigenschaften einer Hyperinflation sind. Und wenn es um die Eurozone geht, werde ich so unruhig, dass ich diese Eigenschaften kurz mit Ihnen teilen möchte.

Zuerst aber möchte ich Ihnen von meinem Wochenende Piemont in Italien berichten, wo ich mit einer Gruppe erfolgreicher Unternehmer gewesen bin. Mit einem habe ich mich ausführlich unterhalten. Er weiß kaum etwas darüber, womit ich mich beschäftige, er hat eine nicht sehr hohe Ausbildung und kann mit dem Anlegen rein gar nichts anfangen. („Ich investiere lieber in mein eigenes Unternehmen, denn das kann ich zumindest selbst steuern.“)

Er sagte mir, dass er dem Euro absolut nicht vertraue. Dass er sein Banksaldo größtenteils in CAD, AUD und NOK führe, weil er sonst Angst habe, dass sein Unternehmen in Gefahr geraten könnte. (In Gold habe er sich noch nie weiter vertieft.)

Zurück zur Hyperinflation. Von Hyperinflation spricht man, wenn Preise monatlich um über 50% steigen. Klingt unvorstellbar, finden Sie nicht? Die Voraussetzung für eine Hyperinflation ist eine Zentralbank, die in Vielzahl die Geldpressen anschmeißt, dies eine Weile fortsetzt und immer größere Summen druckt. Anlass (Trigger) sind eine große Anzahl Unternehmen und Bürger, die der Währung ihr Vertrauen kündigen.

Denken Sie kurz über die Voraussetzung und den Anlass nach. Die EZB hat in den vergangenen zwölf Monaten mehr Geld gedruckt, als in den ersten drei Jahren nach Ausbruch der Krise insgesamt. Und um das Schiff am Laufen zu halten, wird die EZB immer größere Summen drucken. Mit dem Gelddruck aufhören kommt einem Einsturz des Ganzen gleich (was sie 2008 schon hätten tun müssen, sie aber niemals tun werden). Die Voraussetzung für eine Hyperinflation ist gegeben und wird nur noch stärker werden.

Der Anlass, bzw. Trigger. Schauen Sie sich meine Anekdote von vergangenem Wochenende noch einmal an. Ein Unternehmer der den Euro als eine potentielle Gefahr für sein Unternehmen betrachtet. Auf meiner Twitter Seite habe ich einen Link zu einem Artikel über den G20 Gipfel von vorletztem Wochenende gepostet. Die EU-Spitzen stritten in Mexiko und die Spitzen der USA, aus Kanada, China, Indien, Brasilien etc. schauten mit zunehmender Verwunderung zu.

Die EU-Politiker rennen nun schon vier Jahre hinter den Tatsachen her. Und sie streiten wie die Kleinkinder, während sich eine Bankenkrise und eine Länderkrise entfacht. Sie geben ihr Bestes, um dafür zu sorgen, dass Unternehmer innerhalb und außerhalb der Eurozone ihr Vertrauen in den Euro verlieren. Die entscheidende Frage lautet daher auch:

Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit, dass Unternehmer und Bürger dem Euro in Vielzahl ihr Vertrauen kündigen?
Wir groß ist also die Wahrscheinlichkeit, dass eine Firma (oder Bürger) Euro bekommt und diese direkt in eine andere Währung umsetzt? Dass der Euro so heiß wird, das jeder Angst bekommt, sich seine Finger daran zu verbrennen? Und dass der Euro infolge dessen in eine Abwärtsspirale gerät, durch die das Leben in Euro gemessen enorm schnell teurer wird? Wie groß ist diese Wahrscheinlichkeit?

Jeder darf diese Frage selbst beantworten. Für mich ist es klar. Sicherheit geht vor. Kein Bares langfristig führen und vor allem nicht in Euro. Egal mit was für einer Inflation wir es auch zu tun bekommen werden – ich mache in den kommenden Jahren genau das, was ich in unserem Report „Sei vorbereitet und habe einen Plan!“ beschrieben habe. Bestellen Sie den Report hier, lesen Sie ihn aufmerksam und handeln Sie dann!

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