Wie Draghi mit Inflationszahlen spielt

Vor gut zwei Jahren fing die EZB an Geld zu drucken. 60 Milliarden Dollar monatlich. Denn es herrschte Deflation. Und Deflation ist (laut keynesianischer Ökonomen) gefährlich.

Draghi schaute sich damals die folgende Graphik an, um seine superextreme Maßnahme zu rechtfertigen.

Sie sehen darin in der Tat, dass Anfang 2015 tatsächlich eine Deflation herrschte.

Dass diese Deflation derzeit vollumfänglich durch einen sinkenden Ölpreis verursacht wurde (was für die Eurozone eher günstig ist), ignorierte Draghi der Einfachheit halber.

In derselben Graphik sehen wir, dass die Inflation in den vergangenen Monaten auf 1,5 bis 2% gestiegen ist.

Kerninflation
Wenn sich Draghi jetzt also dieselbe Graphik anschaut, dann hat er allen Grund, mit dem Gelddrucken aufzuhören. Das will er aber nicht.

Und darum schaut er sich jetzt der Einfachheit halber die folgende Graphik an, welche die Kerninflation, bzw. die Inflation, die Preise für Lebensmittel und den Energiesektor ausschließt, wiedergibt.

Letzten Donnerstag gab Draghi bekannt, dass die EZB weiterhin Geld drucken wird. 60 Milliarden monatlich. Weil die Core-Inflation zu gering sei.

Draghi verwendet Inflationszahlen also so wie es ihm in den Kram passt. Als Entschuldigung für den Druck neuer Gelder.

Sein Ziel besteht darin, die Kerninflation anzukurbeln.

Dass dies nach zwei Jahren und gut 1.500 Milliarden frischgedruckten Euros immer noch nicht gelungen ist, tut für Draghi nichts zur Sache.

Die Börse kann in jedem Fall erleichtert aufatmen. Denn es fließt (von Seiten der EZB und der BOJ) weiterhin ausgiebig Geld in Richtung Finanzmärkte.

Aber Draghi ist auf gutem Wege (und absichtlich?), den Euro wertlos enden zu lassen.

 

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Marios schwärzester Tag als EZB-Chef

Mario Draghi wird sich noch lange an den gestrigen Tag erinnern. Es war mit Abstand sein schwärzester Tag als EZB-Chef.

Letzten Monat hatte er die Erwartungen für große Taten noch höchstpersönlich so sehr geschürt, dass gestern Morgen sogar die gängigen Nachrichtensendungen darüber spekulierten, was er mittags wohl sagen würde.

Er lieferte gestern dann jedoch absolut nicht das ab, was der Markt erwartet hatte. Infolgedessen schoss der Euro hinauf und die Börsen sanken stark.

Keine Überraschung
Mario verkündete gestern, dass die Einlagezinsen von -0,2% auf -0,3% gesenkt werden. Außerdem, dass die EZB sechs Monate länger 60 Milliarden Euro monatlich drucken wird. Und danach noch länger, falls notwendig.

Auf dem Papier ist das eine große zusätzliche Maßnahme. Für die Finanzmärkte sind das aber keine neuen Nachrichten. Denn alle wissen, dass die EZB nicht aufhören kann Geld zu drucken, solange kaum Wirtschaftserholung und Inflation stattfindet.

Ausweichende Antworten
Ich habe mir Draghis Pressekonferenzen schon häufiger angeschaut. Und mir ist jedes Mal aufgefallen, dass er redegewandt ist und dass er Journalistenfragen freundlich und klar beantwortet.

Gestern war es aber anders.

Freundlich war er natürlich nach wie vor. Aber er antwortete ausweichend (bisweilen gar nicht) auf die Frage, was seiner Meinung nach der Grund dafür sei, dass der Markt so enttäuscht reagiert hat. Und ob das möglicherweise an seiner Kommunikation gelegen haben könnte.

Daraufhin widersprach er sich selbst.

Mario widerspricht sich selbst
Einerseits sagte er, dass das angekündigte Paket zusätzlicher Maßnahmen gewiss von wesentlicher Bedeutung sei. Andererseits aber sagte er, dass sich die Euro-Wirtschaft aber jetzt gerade in eine gute Richtung entwickelt.

Wenn er tatsächlich meint, dass es in die richtige Richtung geht, müssten überhaupt keine Maßnahmen ergriffen werden.

Anschließend sagte er, dass das Vertrauen der europäischen Verbraucher jetzt größer sei und selbige bereit seien mehr Geld auszugeben. Eurostat veröffentlichte hingegen nur ein paar Stunden zuvor, dass der Einzelhandel in der Eurozone im Oktober um 0,1% gesunken ist.

Von Reaktion überfallen
Für mich war klar zu erkennen, dass Mario gestern von der Reaktion des Marktes überfallen wurde. Und dass er sich durch die Pressekonferenz quälte.

Ein steigender Euro steigert die Inflation nicht sondern senkt sie. Mario wird sich einen klugen Schachzug ausdenken müssen.

Oder der Markt müsste realisieren, dass die zusätzlichen Maßnahmen der EZB wirklich einschneidend sind. Und dass die Erwartungen gestern (dank Draghi persönlich) etwas zu hoch gegriffen waren.

Denn Fakt ist, dass die EZB die Finanzmärkte noch eine ganze Weile mit frisch gedruckten Euros überfluten wird…

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Verrückt

Ich möchte zuerst noch einmal auf meinen Artikel vom vergangenen Montag zurückkommen. Der Artikel über Super Mario.

Eine niederländische Zeitung schrieb über dieses Thema einen Artikel, in dem suggeriert wurde, dass die EZB im Dezember Geschenke verteilen würde. Mario Draghi übernimmt die Rolle des Weihnachtsmanns.

Als ich diesen Artikel gelesen habe, habe ich mir überlegt, dass der Autor dieses Artikels entweder selber in finanziell-ökonomischer Sicht keinerlei Ahnung hat, oder sich nicht im Klaren darüber ist, für welche Zielgruppe er schreibt.

Denn der durchschnittliche Zeitungsleser wird aus einem solchen Artikel den Schluss ziehen, dass der Schlüssel für eine wirtschaftliche Erholung tatsächlich bei der EZB liegt. Und dass wir alle gemeinsam hoffen sollten, dass die EZB im Dezember wirklich handeln wird.

Zur Sicherheit…
Anschließend habe ich mich gefragt, ob ich persönlich denn wohl ausreichend betone, wie verrückt das Handeln der Zentralbanken ist. Denn als Anleger nehmen wir die Politik der Zentralbank als eine Entwicklung hin, auf die wir spekulieren müssen. Als eine Tatsache.

Ich werde es hier noch einmal betonen:

Yellen, Draghi und ihre Kollegen richten das derzeitige Finanzsystem mit ihrer Zinspolitik und der ganzen Gelddruckerei zu Grunde. Und als größte Opfer werden die Sparkunden dies zu spüren bekommen.

Zwingen
Am liebsten würde ich auch jeden, der dies hier liest und alle in meiner persönlichen Umgebung dazu zwingen, zumindest einen Teil seiner Ersparnisse in physisches Gold und Silber umzusetzen.

Denn das ist das einzig wahre Geld. Geld das sich in dutzenden, hunderten und sogar tausenden Jahren als wertstabil erwiesen hat.

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Was tun sie, wenn…?

Die Eurozone ist jetzt schon Jahre damit beschäftig, sich wirtschaftlich zu erholen. Die EZB belässt die Zinssätze jetzt schon seit sechs Jahren unter 1%. Und weil diese niedrigen Zinsen allein nicht halfen, werden seit März auch noch satte 60 Milliarden Euro monatlich gedruckt.

Nie zuvor in der Geschichte wurden derart dramatische Maßnahmen ergriffen, um die Wirtschaft zu pushen.

Zudem haben wir in der Eurozone seit einem Jahr Rückenwind durch einen sinkenden Euro und sinkende Energiepreise.

Das Ergebnis
Der u.a. Graphik ist zu entnehmen, dass die europäische Staatsverschuldung in den vergangenen Jahren weiter zugenommen hat.

Vor zwei Wochen gab Eurostat bekannt, dass diese Staatsverschuldung inzwischen noch weiter angestiegen ist. Auf 92,9% des BIP.

Und letzte Woche veröffentlichte Eurostat die Meldung, dass der Umsatz im Detailhandel im Juni im Vergleich zu Mai um 0,6% gesunken ist. Und der deutsche Konsument hat im Juni 2,3% weniger ausgegeben als einen Monat zuvor.

Die entscheidende Frage
Wenn eine Wirtschaftserholung so aussieht, und wenn die Staatsverschuldung während dieser sogenannten Wirtschaftserholung stetig weiter steigt, was passiert dann, wenn die Wirtschaft wieder in einer (unvermeidbaren) Rezession landet?

Wir schnell wird die Staatsverschuldung dann steigen? Und was wird die EZB dann tun? Noch mehr Geld drucken? Noch weitere 60 Milliarden pro Monat obendrauf? Oder zur Sicherheit lieber 120 Milliarden Euro?

Könnte gesellig werden an der Börse. Aber dann wird die Börse der einzige Ort der gesamten Eurozone sein, an dem überhaupt noch Geselligkeit herrscht…

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Wie viel Geld wird Draghi noch drucken müssen?

Wenn Sie sich am letzten Freitag den Vortrag in diesem Artikel angesehen haben, sollte Ihnen jetzt klar sein, dass Deutschland in den kommenden Jahren nicht nur Schwierigkeiten durch den Währungskrieg und die steigenden Lohnkosten bekommen wird, sondern auch durch zu hohe und stetig steigende Energiepreise.

Daneben hat Deutschland aber noch ein Problem. Ein großes und unabwendbares Problem.

Aus einer Studie des Hamburgischen Weltwirtschaftsinstituts (HWWI) geht nämlich hervor, dass in der Zeit von 2008-2013 durchschnittlich nur 8,2 Kinder je 1000 Einwohner geboren wurden.

Damit gehört Deutschland zu den Schlusslichtern weltweit. Die Rate ist sogar geringer als die Japans! Und gut 20% niedriger als die der Niederlande und Belgiens.

Berufsbevölkerung wird stark sinken
Der Graphik unten ist daher auch zu entnehmen, dass die deutsche Berufsbevölkerung in den kommenden fünfzehn Jahren um fast 15% sinken wird.

Was für Wirtschaftswachstum benötigt wird
Um Wirtschaftswachstum erzielen zu können, benötigt ein Land zwei Dinge: eine wachsende (Berufs)Bevölkerung und/oder zunehmende Produktivität.

Eine wachsende Bevölkerung kann man für die nächsten Jahrzehnte wohl ausschließen. Zudem wird ein Land nicht unbedingt produktiver, wenn Lohnkosten und Energiepreise steigen.

Hinkender Motor Europas
Der Motor Europas wird garantiert hinken. Deutschland wird genauso ein Problemland, wie viele andere Euroländer jetzt schon sind. Und die Nachbarländer Deutschlands werden das auch zu spüren bekommen.

Wenn wir der Einfachheit halber einmal davon ausgehen, dass der Euro in den kommenden Jahren fortbestehen wird, stelle ich mir gleich einmal einige entscheidende Fragen:

    • Wie viel Geld wird die EZB in den kommenden Jahren (noch) drucken müssen, um die Euro-Wirtschaft noch einigermaßen über Wasser halten zu können?
    • Was wird das für den Wert des Euro bedeuten?
    • Welchen Einfluss wird das auf unsere Kaufkraft haben?

Meine Antworten
Die EZB wird noch sehr, sehr viel Geld drucken müssen. Der Wert des Euro wird dauerhaft unter Druck stehen und in den kommenden Jahren stark weiter sinken. Und unsere Kaufkraft wird Jahr für Jahr sinken.

Meiner bescheidenen Meinung nach muss man sich darum schützen. Und man sollte wirklich einen Teil seines Ersparten in physisches Gold und/oder Silber umsetzen. Denn das ist das einzige Zahlungsmittel, das Zentralbanker nicht drucken können.

Ich kaufe daher weiterhin systematisch Gold und Silber!
Und das mache ich bei diesen Anbietern.

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SuperMario sorgt für goldene Zeiten

Zweieinhalb Jahre nach seiner inzwischen berühmt-berüchtigten „Whatever it takes“-Rede, hat Mario Draghi geliefert, was der Markt von ihm erwartete: Eine dicke gelddruckende Bazooka.

Die EZB pumpt jeden Monat 60 Milliarden Euro in den Markt. Geschaffen aus heißer Luft. Auf jeden Fall bis September 2016, die Party könnte aber auch noch ein Weilchen länger dauern.

Mit letzten Endes dramatischen Folgen für die Eurowirtschaft und vielleicht sogar eine politische Zeitbombe in der Eurozone. Aber darüber mache ich mir heute noch keine Sorgen. Heute denke ich einmal nur aus Anlegersicht.

Und als Anleger finde ich das alles großartig! Unser Spezialreport „Der Dollar steigt!“ erschien diesen Monat genau zur rechten Zeit.

Letzte Woche brachte uns die Aktion eines anderen Zentralbankers schon Gewinn ein. Und letzten Donnerstag verschaffte uns Mario Draghi einen schönen Gewinn. Grazie mille, Mario!

Dollar wird weiter hinaufgejagt
Die Amerikaner können jetzt kein Geld drucken. Und die anderen drucken gerade Geld oder werden es noch tun. Dadurch wird der Dollar nur noch weiter steigen.

Und dann gibt es da noch die 9.000 Milliarden Dollar offene Schulden außerhalb der USA, die für stetig weiter steigende Währungsverluste sorgen. Das wird enorme Probleme verursachen, woraufhin der Dollar in nächster Zeit noch viel weiter hinaufgejagt werden wird.

Goldene Zeiten
Das sind Goldene Zeiten, wenn man auf einen stark steigenden Dollar setzt. Und vor allem, wenn man auf die Nebeneffekte setzt, die dadurch verursacht werden. Profitieren Sie davon! Bestellen Sie hier den einzigartigen Report.

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Mehr Möglichkeiten gibt es nicht

In diesem lustigen Clip, den ich Ihnen Dienstag geschickt habe, erklären zwei Komiker, dass die Eurozone im Grunde nichts anderes ist, als eine riesen Luftblase, in der künstlich Geld umhergepumpt wird.

Der Clip ist rund zwei Jahre alt und allein das ist schon ein Beleg dafür, wie lange Politiker und Zentralbanker es bis jetzt geschafft haben, die Probleme wegzuschieben.

Von der harten Realität eingeholt
Jetzt aber scheinen die Politiker dann doch von der harten Realität eingeholt zu werden. Auf meiner Twitter Seite habe ich Dienstagmorgen drei Tweets gepostet, die das perfekt widerspiegeln.

Dass die spanischen Banken in großen Schwierigkeiten sind, ist inzwischen bekannt. Und ich habe letzte Woche gehört, dass nun sogar bei den gängigen Medien angekommen ist, dass das 100 Milliarden Euro Hilfspaket viel zu klein ist, um spanische Banken über Wasser zu halten.

Aktuell erscheinen auch Meldungen, dass sechs bis acht spanische Regionen Finanzhilfen der spanischen Bundesregierung benötigen. Und in Italien ist Sizilien pleite und zehn größere Städte haben große finanzielle Probleme.

Und um zu beweisen, dass sie alle auch nicht mehr weiter wissen, haben spanische und italienische Autoritäten ganz einfach entschieden, Short Selling auf Finanzaktien zu verbieten.

Es ist ganz einfach
Entweder stürzt das gesamte System ein, oder die EZB druckt massenhaft Geld. Mit der Betonung auf „massenhaft“. Mehr Möglichkeiten gibt es ganz einfach nicht.

In beiden Fällen wäre es enorm wichtig, Gold und Silber zu besitzen. Denn wenn das Finanzsystem zusammenbricht, ist es wichtig, sein Geld außerhalb des Finanzsystems zu platzieren. Und wenn massenhaft Geld gedruckt wird, schützt Gold vor einem sinkenden Euro und der dadurch zunehmenden Inflation.

Goldpreis stieg dieses Jahr schon um 8%
Sie lesen in den gängigen Medien vielleicht, dass sich der Goldpreis schon eine Weile nicht mehr bewegt hat. Das stimmt tatsächlich. Für Amerikaner. In Euro gemessen stieg der Goldpreis dieses Jahr bereits um fast 8%. Klicken Sie hier, um ein Goldkonto zu eröffnen und/oder physisches Gold nach Hause liefern zu lassen.

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