Eurozone ist nicht länger sicherer Hafen

Ich weiß, dass ich in den vergangenen Monaten schon häufiger darüber berichtet habe, aber mich macht die aktuelle Entwicklung des Gold- und Silberpreises einfach so glücklich! Wiederum Dank unseres guten Freundes Mario Draghi.

Lassen Sie mich kurz erklären.

Sichere Häfen
Großanleger weltweit möchten einen Teil ihres Geldes in sichere Häfen investieren (können). Traditionell entscheiden sich Anleger für den Dollar und den Euro, sowie amerikanische und europäische Staatsanleihen.

Der Euro gilt jetzt jedoch als superschwache Währung, die nicht länger als sicherer Hafen betrachtet werden kann. Zudem sind die Zinsen für europäische Staatsanleihen bedauernswert gering.

Eine deutsche Staatsanleihe mit fünfjähriger Laufzeit bringt aktuell exakt 0% Zinsen ein. Nichts. Nada. Und wenn man sich traut, sein Geld für zehn Jahre der italienischen Regierung zu leihen, bekommt man 1,58% Zinsen. Das ist weniger als für amerikanische Staatsanleihen!

Wenn Sie Chef eines großen Anlage- oder Rentenfonds wären
Versuchen Sie sich nun einmal vorzustellen, Sie seien ein großer amerikanischer, asiatischer oder arabischer Vermögensverwalter. Sie wollen einen Batzen Geld anlegen. Europäische Staatsanleihen liefern keine oder kaum Zinsen, allerdings eine Menge Währungsrisiko infolge des sinkenden Euro. Nicht unbedingt attraktiv!

Oder stellen Sie sich einmal vor, Sie wären der Chef eines deutschen Rentenfonds. Dann müssten Sie eine Jahresrendite von 7-8% erzielen, um die monatlichen Zinsbeträge auszahlen zu können. Mit den 0% Zinsen für fünfjährige Bunds kommen Sie nicht weit!

Der einzige konventionelle noch übrige, sichere Hafen ist der Dollar. Kein Wunder, dass der Dollar so steigt!

Der andere, ultimativ sichere Hafen
Weil der Euro als sicherer Hafen wegfällt, bleibt neben dem Dollar nur noch ein anderer, ultimativ sicherer Hafen: Edelmetalle. Bzw. Gold und Silber.

Die Asiaten hamstern schon seit Jahren physisches Gold und Silber. Jetzt scheinen westliche Anleger auch endlich zu realisieren, dass Gold und Silber die ultimative Sicherheit bieten.

Denn mit physischem Gold und Silber gibt es kein Inflationsrisiko, kein Gegenparteirisiko und kein politisches Risiko.

Unauffälliger Anstieg
Dass Gold und Silber jetzt zu einer Erholung angetreten sind, macht mich glücklich. Was mich allerdings noch glücklicher macht, sind die Medien, die dem Ganzen kaum Aufmerksamkeit widmen. Je leiser der Anstieg desto besser!

Bauen auch Sie Sicherheit ein. Kaufen Sie physisches Gold und/oder Silber!
Hier die Anbieter, die ich für die besten halte.

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Mal eben ein Märchen aus der Welt schaffen…

Gold ist eine Anlage, aus der man keine Zinsen oder Dividende erhält. Es ist lediglich ein glänzendes Metall, das in einem Safe liegt und nichts abwirft.

Dies ist ein Kommentar, den ich oft von Ökonomen und anderer Art von Leuten, die nichts von Gold halten, lese und höre. Das Problem ist nur, dass enorm viele dieser sogenannten Experten sich nie die Mühe machen, einmal die Geschichte zu betrachten.

Denn täten sie dies, wüssten sie nämlich, dass unsere Vorfahren (also die normalen Menschen von vor tausenden Jahren) beschlossen hatten, dass Gold und Silber die besten Eigenschaften besitzen, um als Tauschmittel (also als Geld) zu dienen.

Gold und Silber sind also Geld. Es wird bereits seit tausenden von Jahren als Geld verwendet. Papiergeld wurde schon immer von Bänkern und Politikern eingeführt. Mit Papiergeld ging es immer schief. Immer. Und auch jetzt geht es gerade wieder schief. Und der normale Bürger ist davon immer das Opfer. Immer.

Aber hier will ich nun nicht weiter drüber reden.

Ich will über die unglaublich dumme Bemerkung reden, dass Gold keine Zinsen bringt. Und dass Euros wohl Zinsen bringen. Wenn man Gold in einem Safe aufbewahrt, bekommt man dafür keinen Zins. Wenn man Euros in einem Safe aufbewahrt, bekommt man dafür auch keinen Zins.

Man erhält erst dann von etwas einen Zins, wenn man etwas an jemanden ausleiht.

We nn Sie Euros auf ein Sparkonto einzahlen, dann leihen Sie damit effektiv Ihr Geld an eine Bank aus. Und Sie gehen das Risiko ein, dass Sie Ihr Geld (oder einen Teil davon) nicht zurück bekommen. Sie gehen also ein Gegenparteirisiko ein.

Wie funktioniert das bei einem Goldkonto?
Wenn Sie Gold und Silber auf einem Goldkonto haben, dann leihen Sie das Gold und Silber niemandem aus. Sie geben es lediglich zur Aufbewahrung weg und bezahlen dafür eine Gebühr. Sie bleiben der rechtliche Eigentümer von dem Gold und Silber, das auf Ihrem Goldkonto liegt.

Das Märchen, das wir hiermit also aus der Welt schaffen
Der einzige Grund, warum Sie auf einem Sparkonto Zinsen bekommen ist, weil Sie effektiv ihr Geld ausleihen. Wenn Sie Geld (an wen auch immer) ausleihen, dann gehen Sie ein Risiko ein. Gegenparteirisiko.

Zwei Arten von Risiko, die ich nicht eingehen will
Mit Papiergeld auf einem Bankkonto gehen wir zwei Arten von Risiko ein. Gegenparteirisiko und Inflationsrisiko. Diese Risiken will ich gerade in dieser Zeit nicht eingehen.

Denn ich habe vorläufig gerade kein Vertrauen in unsere Politik, noch weniger in unsere Zentralbänker und noch einmal weniger in normale Bänker.

Deshalb kaufe ich weiterhin Gold und Silber. Das tue ich bei diesen Anbietern.

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Wie lange wird es noch dauern?

Letzte Woche erreichte mich eine Lesermail mit der Frage, wie lange die Zentralbanken und Bullion Banks, meiner Meinung nach, noch erfolgreich in Sachen Manipulation des Goldpreises sein werden. Denn solange das der Fall sei, so argumentierte der Leser, wäre das Geld, das man in Gold steckt, rausgeschmissenes Geld.

Was wäre das Leben doch einfach, wenn man das wissen würde! Der Goldpreis schießt, meiner Meinung nach, in den Himmel, sobald zu viel Papier-Goldanleger (diejenigen, die in Futures oder ETFs stecken) dem Ganzen nicht mehr trauen und die physische Lieferung verlangen.

Oder sobald zu viele Leute das Vertrauen in das derzeitige Geldsystem verlieren und die Nachfrage nach physischem Gold und Silber zu groß wird. Das kann morgen passieren, nächste Woche, nächsten Monat, nächstes Jahr. Kein Mensch weiß das.

Der falsche Grund
Meiner Ansicht nach hat dieser Leser aus den falschen Gründen Gold und Silber gekauft. Er betrachtet es als Anlage. Für mich ist es Sparguthaben. Ich kaufe Gold und Silber weil ich davon überzeugt bin, dass

1) Zentralbanken unglaubliche Mengen Geld drucken und damit enorme Inflation schaffen

2) es sehr wichtig ist, einen Teil seines Geldes außerhalb des Finanzsystems zu führen. Ohne Gegenparteirisiko. Und außerhalb der Einflussnahme von Politikern (denken Sie an Zypern).

Sicher durch Misswirtschaft
Ich kaufe die Edelmetalle also, weil ich Argumente en masse sehe, aus denen man Politikern, Zentralbankern und normalen Banken (also dem gesamten Finanzsystem) nicht trauen sollte. Weil das Finanzsystem, meiner Meinung nach, ganz einfach zusammenbrechen muss. Jahre der Misswirtschaft durch Politiker und Zentralbanker machen das so sicher wie das Amen in der Kirche.

Gesunkener Goldpreis = noch mehr Grund für (Nach)Käufe
Physisches Gold steht für mich für Sicherheit. Dass der Gold- und Silberpreis zwischenzeitlich auch sinken können, habe ich schon im Vorhinein berücksichtigt. Und darüber habe ich auch oft genug im Rahmen dieses Newsletters berichtet.

Für mich sind der gesunkene Gold- und Silberpreis zusätzliche Gründe für Nachkäufe. Insbesondere weil ich absolut davon überzeugt bin, dass Gold und Silber in den nächsten Jahren preislich enorm steigen werden. Auf Preise, die wir jetzt für unmöglich halten. Meiner bescheidenen Meinung nach sind diese Anbieter die besten.

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