Warum gerade eine Rezession positiv ist -1-

Wir befinden uns (immer noch) in einer Rezession. Wie schrecklich! Ständig schlechte Neuigkeiten über fallende Börsenkurse, massenhaft Kündigungen, meckernde Bankdirektoren… davon soll man doch depressiv werden!

Viele Leser lassen sich heftig vom Schwall schlechter Neuigkeiten in den Medien beeinflussen und vergessen es, nüchtern nachzudenken.

Natürlich kann man seiner Bank nicht mehr blind vertrauen und muss für sich selbst nun etwas Sicherheit planen. Lassen Sie sich von schlechten Neuigkeiten in den Zeitungen und im Fernsehen nicht mitreißen und behalten Sie vor allem stets einen kühlen Kopf!
Einige behaupten zum Beispiel, dass man viel Mut haben muss, (übermütig zu sein sozusagen) um derzeit Aktien zu kaufen. Dass Warren Buffet und John Templeton in vergangenen Krisen also den Mut hatten Aktien zu kaufen…

Wenn Sie das auch denken, habe ich Neuigkeiten für Sie.
Diese zwei Ikonen hatten absolut keinen Mut und sie waren absolut nicht übermütig! Sie wollten auch gar nichts machen, wozu sie Mut nötig gehabt hätten. Wohl wussten sie, was eine Rezession genau mit sich bringt und sie investierten ihr Geld auf eine völlig rationale Weise. Sie dachten einfach nur ein bisschen anders, als der durchschnittliche Investor. Sie waren ängstlich, als der Aktienmarkt ‚hot‘ war und habsüchtig sobald von einer Rezession die Rede war.

Hierbei ignorierten sie die Medien natürlich völlig. Sie betrachteten ausschließlich die Zahlen der individuellen Aktien und die Vergangenheit der Börse. Darum ist es nun höchste Zeit, dass wir das Phänomen Rezession einmal ins rechte Licht rücken. Wir fallen mit einer heftigen Ansage auch direkt mit der Tür ins Haus:

Rezession ist gesund
Eine Rezession ist eigentlich ein sehr gesundes Phänomen. Es ist eine Periode der Säuberung. Keine angenehme Periode (aber saubermachen ist auch nicht angenehm), aber dennoch eine Periode, in der die Vorraussetzungen für ein gesundes Wirtschaftswachstum geschaffen werden.

Die schwächsten (also nicht die kleinsten) Unternehmen verschwinden und während einer Rezession sinkt die Nachfrage an Produkten und Diensten. Als Folge verschwinden schwache Unternehmen, starke Unternehmen bleiben bestehen und kommen aus der Rezession noch stärker hervor.

Mit starken Unternehmen meine ich also nicht die größten, sondern Firmen, die in guten Zeiten nicht übermütig wurden, kein Geld zum Fenster hinaus schmissen, einen guten Kundenservice beibehielten, etc. Kurz gesagt: Unternehmen, die in einfachen Zeiten, in denen das Geld wie von selbst hineinströmte, nicht faul wurden.

Denken Sie ab heute andersherum!
Ich lade Sie darum ein, ab heute andersherum zu denken. Ich gebe Ihnen hierzu folgende Thesen mit auf den Weg:

1. Ein schnelles ökonomisches Wachstum ist negativ.
Es führt zu Faulheit, Konsumüberfluss, finanziellen Exzessen, fehlender Kreativität, Ineffektivität. Die Basis einer Rezession fällt in eine solche Periode. Bei schnellem ökonomischem Wachstum denken die Menschen zu positiv und zahlen zu viel Geld für Aktien. Hiermit wird die Basis für Verluste oder ein ewiges Warten auf steigende Kurse gelegt.

2. Eine Rezession ist positiv.
Sie führt zu Ersparnissen, Initiative, Kreativität, Effizienz, Produktivität, neuen Chancen und mehr Zusammengehörigkeit. In einer Rezession können Sie supergünstig in Aktien starker Unternehmen investieren und das führt wiederum zu enormen Gewinnen.


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