Ein Teufelskreis der nicht zu durchbrechen ist

Es erreichte mich diese Woche eine Leserfrage: „Wenn Bernanke einfach alle amerikanischen Staatsanleihen aufkauft, dann wird der Zins ewig niedrig bleiben, und wir werden mit unserer Anleihen Strategie nichts verdienen. Und Sie behaupten, dass der Zins auf amerikanische Anleihen in den kommenden Jahren stark steigen wird und dass wir darum Gewinn erzielen werden. Was stimmt hier nicht?“

Die amerikanische Regierung gibt genügsam weiterhin viel mehr Geld aus, als in die Staatskasse hineinfließt und kommt damit vorläufig in der Tat durch. Teils, weil die Finanzmärkte sich auf die Eurokrise gerichtet haben, und teils, weil Bernanke für eine große Summe Staatsanleihen aufgekauft hat.

Steigender Zins wäre eine Katastrophe für seinen Haushaltsplan
Weil die amerikanische Staatsverschuldung pro Jahr um über 1.000 Milliarden Dollar ansteigt, müssen jedes Jahr auch dementsprechend mehr Anleger gefunden werden, die der amerikanischen Regierung mittels Staatsanleihen Geld leihen möchten. Und das obwohl die amerikanische Staatsverschuldung inzwischen so kräftig zugenommen hat, dass steigende Zinslasten eine Katastrophe für den amerikanischen Haushalt wären.

Darum tun Bernanke und Geithner alles, um diesen Zins niedrig zu halten. Teilweise indem sie die öffentliche Aufmerksamkeit weitestgehend auf die Eurokrise, Terrorismus, den Iran etc. lenken und zum anderen, indem sie eine künstliche Nachfrage schaffen. Die Fed druckt Geld und kauft Staatsanleihen. Und das kann sie im Grunde uneingeschränkt tun.

So sieht dieser Teufelskreis aus
Je mehr Geld die Fed jedoch druckt, desto schneller wird die Inflation in kürze steigen. Je ängstlicher bereits bestehende Anleihen Anleger werden, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit von Verkäufen. Und desto größer wird der Druck auf Bernanke, die Inflation mit einer Anhebung des Zinses bekämpfen zu müssen.

Durch all dies sinkt die Nachfrage auf amerikanische Staatsanleihen, und dadurch wird Bernanke noch mehr Staatsanleihen aufkaufen müssen, noch mehr Geld drucken müssen, noch mehr Inflation verursachen und damit noch mehr Angst unter den Anleihen Anlegern verursachen. Und siehe da, schon haben wir den Teufelskreis, in den Bernanke und Geithner sich manövriert haben.

Manipulation macht das Problem nur noch größer
NIEMAND kommt auf Dauer damit durch, zu viele Schulden anzuhäufen, weiter gutgelaunt zu viel Geld auszugeben und sich anschließend allerlei Tricks aus den Fingern zu saugen, um das Problem „lösen“ zu können.

Je länger man die Dinge manipuliert, desto größer wird die Blase und desto lauter wird die Blase zerplatzen. Mit unserer Anleihen Strategie werden wir sehr kräftig vom Zerplatzen der enormen Seifenblase profitieren, die der amerikanische Anleihenmarkt inzwischen geworden ist, und wir werden enorme Gewinne machen. Klicken Sie hier, wenn Sie auch davon profitieren möchten.

 

Teilen Sie diesen Artikel per Mail oder auf Ihren Social Media Kanälen

Meine dreijährige Nichte kann das auch!

Seit Ausbruch der Kreditkrise bekommen wir als Bürger immer größer werdende Summen/Zahlen über Defizite, Schulden, Rettungspakete, Staatsunterstützungen etc. um die Ohren.

In letzter Zeit überkommt mich dabei immer häufiger das Gefühl, dass der durchschnittliche Bürger die Größe dieser Zahlen geistig nicht mehr verarbeiten kann. Menschen denken: „Ja, ja…“. Durchaus nachvollziehbar, aber es ist meiner Meinung nach nicht sehr klug, seine Augen vor der Wirklichkeit zu verschließen.

14.300.000.000.000 Dollar
Schauen wir uns das amerikanische Haushaltsdefizit an. Es beträgt jetzt 14,3 Milliarden Dollar. Oder 14.300.000.000.000 Dollar. Wie will jemand das je zurückzahlen? Man sollte meinen, dass in Washington die Alarmglocken läuten, dass Panik entsteht, dass alle Verlob ungen unmittelbar wieder gelöst werden, dass die Gürtel haufenweise enger geschnallt werden. Ganz im Gegenteil.

In diesem Artikel erzählte ich Ihnen vor einigen Wochen bereits, dass die amerikanischen Politiker es sogar nicht schafften, sich darauf zu einigen, eine 2 Milliarden Subventionen für superreiche Ölgesellschaften zu streichen. Sehr bezeichnend.

Wie lange würden Sie das aushalten?
Noch schlimmer. Obama hat für 2011 sogar einen Haushalt präsentiert
(siehe Bericht, Seite 3), in dem die Einnahmen auf 2.174 Milliarden Dollar geschätzt werden und die Ausgaben auf 3.819 Milliarden Dollar. Er gibt also auch dieses Jahr ganze 75% mehr aus, als er einnimmt. Können Sie sich vorstellen, was mit Ihnen passieren würde, wenn Sie ein Paar Jahre hintereinander 75% mehr Geld ausgeben würden, als Sie einnehmen?

Wenn Sie den Haushaltsplan für den Mehrjahreszeitraum betrachten, sehen Sie auch, dass es laut Obama in den nächsten Jahren „besser“ laufen wird. Niedrigere Haushaltsdefizite. Um dies umzusetzen, kürzen sie jedoch ganz bestimmt nicht in den Ausgaben. Sie gehen ganz einfach davon aus, dass die Einnahmen steigen werden. So kann meine dreijährige Nichte auch einen Haushaltsplan zusammenschustern!

Das kann nur daneben gehen
Wenn man sich das alles anschaut, kann es einfach nur schiefgehen. Die amerikanische Regierung leiht sich durch die Vergabe von Staatsanleihen Geld. Und sie muss jedes Mal mehr Geld leihen, um ihr verschwenderisches Verhalten zu finanzieren und demnach jedes Mal mehr Staatsanleihen vergeben. Aber wer bitte ist bald noch so verrückt und leiht ihnen Geld? Ich auf jeden Fall nicht!

Wir werden dasselbe erleben, wie mit Griechenland. Irgendwann geht die Bombe hoch, jeder flüchtet in Richtung des einzigen Ausgangs und der amerikanische Anleihenmarkt kollabiert. Es gibt Anzeichen dafür, dass dies bereits im Juli/August passieren kann, aber kein Mensch weiß das genau.

Eine Sache weiß ich allerdings ganz sicher
Sobald die Bombe hochgeht, werden wir mit unserer Anleihenstrategie einen Megagewinn realisieren. Wenn Sie auch zu dem Schluss kommen, dass diese Situation unvermeidbar ist, sorgen Sie dann dafür, dass Sie diese einzigartige Chance nicht verpassen.
Klicken Sie hier, um unseren Anleihenreport jetzt zu bestellen.

 

Teilen Sie diesen Artikel per Mail oder auf Ihren Social Media Kanälen

Wie kommt man nur auf eine solche Idee?

Letzte Woche präsentierte Barack Obama seinen Haushaltsplan für 2010 und 2011. Während dieser Präsentation sagte er, dass die amerikanische Regierung ab jetzt auf ihr Geld achten wird und kündigte anschließend ohne mit der Wimper zu zucken an, dass die Vereinigten Staaten in diesem Jahr ein Haushaltsdefizit von 1600 Milliarden Dollar erreichen werden. Dies ist gleichzusetzen mit ca. 12% des Bruttoinlandsproduktes.

Es ist im Übrigen irgendwie lustig und traurig zugleich, dass Länder von einem „Haushaltsdefizit“ sprechen und es als einen Teil des Bruttoinlandsproduktes bezeichnen. Durch die Kombination beider Dinge scheint es insgesamt viel weniger traurig als es in Wirklichkeit ist. In Europa zum Beispiel hat man sich nun zum Ziel gesetzt, das Haushaltsdefizit 2012 und 2013 wieder unter die 3% Marke zu senken. Schon das Setzen dieses Ziels sorgt dafür, dass das unwissende Publikum denkt, dass dann wieder alles in Ordnung sein wird, obwohl auch dann nach wie vor mehr Geld ausgegeben wird als in die Staatskassen hineinfließt.

Geniale Lösungen
Kurz zurück zu Obama. Wenn wir für einen kurzen Moment alle schönen Umschreibungen beiseite legen, kündigt Obama ganz einfach an, dass die Vereinigten Staaten 2010 den Erwartungen nach insgesamt über 2200 Milliarden Dollar Steuereinnahmen verfügen werden und dass sie 3800 Milliarden Dollar ausgeben werden. Obama könnte demnach im Grunde genommen auch folgendes sagen: „Wir geben in diesem Jahr 73% mehr Geld aus als hineinkommt.“ Im nächsten Jahr wird alles noch besser sein, denn dann gibt die amerikanische Regierung lediglich 59% mehr aus als hineinkommt.

Das Schöne (und auch gefährliche) an Obama ist seine Ausstrahlung: Wenn man ihm zuhört und selber nicht kritisch auf die Zahlen schaut, kommen seine Geschichten so großartig und verantwortungsbewusst rüber, dass man beinahe dazu neigt, ihn fragen zu wollen, ob er nicht auch die finanzielle Aufsicht über Deutschland übernehmen möchte.

Obama öffnete seine Presseerklärung mit starker Bush-Kritik, der in den vergangenen acht Jahren Tonnen von Geld ausgegeben hat. Jeder normal denkende Mensch weiß, dass es, wenn man jahrelang zu viel Geld ausgegeben hat nur eine Lösung gibt wieder aus den Schulden heraus zu kommen. Rigoros Kosten senken und dafür sorgen, dass ab jetzt weniger Geld ausgegeben wird als hineinfließt. Das ist beim einfachen Menschen so, bei Familien, in Unternehmen und eben auch bei Regierungsgeldern.
Obama hat eine andere geniale Lösung: Noch viel mehr Geld ausgeben.
Wie kommt man auf eine solche Idee?

Wie sieht das eigentlich in Deutschland aus?
Ich habe auch einmal den deutschen Haushaltsplan herausgesucht. Finanzminister Wolfgang Schäuble schätzt, dass der deutsche Staat im Jahr 2010 über ca. 239 Milliarden Dollar Steuereinnahmen verfügen wird. In 2009 wurde schon 49 Milliarden mehr ausgegeben als das es Einnahmen gab.

Aktuell schätzt man die Steuereinnahmen für 2010 also um 14 Milliarden Dollar niedriger ein wie in 2009. Jeder normale Mensch würde sagen: „Ok, wenn man dann dennoch die ursprünglichen geplanten Milliarden ausgibt, stimmt etwas nicht.“ Die deutsche Regierung hat „in Folge der Krise“ entschieden, dass die Regierung ihre Finanzen nicht mehr pflegen muss und gibt in diesem Jahr fröhlichen Mutes 325 Milliarden Dollar aus.

Die Politiker sagen quasi: „Wir haben ein Rückgang des Bruttoinlandproduktes 2009 von Minus 5%. Es gibt eine Wirschaftskrise. Und als Lösung werden wir jetzt noch mehr Geld ausgeben.“
Die Regierung gibt also satte 86 Milliarden, sprich: 36% mehr Geld aus als hineinkommt.

Auch hier gilt, dass jeder normaldenkende Mensch sich schämen würde wenn er dieses zu verantworten hätte, aber Politiker machen das ohne mit der Wimper zu zucken, und täuschen vor sehr verantwortungsvoll tätig zu sein.

Teilen Sie diesen Artikel per Mail oder auf Ihren Social Media Kanälen