Lage verschlimmert sich immer weiter

Ich muss kurz auf diesen Artikel zurückkommen, den ich Ihnen letzte Woche geschickt habe. Er behandelte das zunehmende Risiko einer Bankenkrise. Denn die Lage verschlimmert sich immer weiter.

Lage bei Deutscher Bank verschlimmert sich zusehends
Auf Bloomberg habe ich gestern die folgende Graphik über die geplagte Deutsche Bank gesehen. Die mit Abstand größte Bank Europas.

Der Preis des Credit Default Swaps schoss letzte Woche weiter hinauf. Und die Zinsen für CoCo-Anleihen (Contingent Convertible Bonds), die die DB herausgibt, haben sich seit der Herausgabe verdoppelt.

Wenn die Deutsche Bank also jetzt Geld einnehmen wollte, indem CoCo-Anleihen vergeben würden, dann müsste die Bank dafür satte 12% Zinsen zahlen. Das sagt genug.

Deutsche Bank wird andere Banken mit hinunter ziehen
Der Kurs der DB Aktie ist seit letzter Woche noch weiter gesunken. Sie notiert jetzt ganze 27% unter dem Tiefpunkt, der während der Kreditkrise im Januar 2009 erreicht wurde.

Zeitgleich lese ich sehr besorgniserregende Schlagzeilen über griechische, italienische, australische und japanische Banken. Hier eine aktuelle Meldung über italienische Banken.

Und derartige Schlagzeilen über griechische Banken konnte man natürlich mit Leichtigkeit vorhersehen.

Die Lage ist besorgniserregend.

Die Deutsche Bank scheint auf gutem Weg in eine Pleite zu sein. Und das würde einen desaströsen Dominoeffekt verursachen.

Und wie immer bei solchen Krisen, ist der normale Sparkunde der Dumme.

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Sparpläne mit langer Laufzeit und hohen Festzinsen

In letzter Zeit sehe ich immer häufiger, dass Versicherer oder Banken Sparpläne mit langer Laufzeit und hohen Festzinsen anbieten.

Ihre Werbung soll auf potenzielle Kunden zuverlässig und vertrauenserweckend wirken. Die Oma, die für ihre Enkel sparen möchte, die liebevolle Mutter, die möchte, dass es ihrem Kind später einmal genauso gut geht wie ihr selbst. Mit idyllischen Bildern sollen die richtigen Emotionen erweckt werden.

Über zehn Jahre einen monatlichen Betrag einzahlen und dafür z.B. 2,75% Zinsen bekommen.

Was soll daran schon falsch sein?
Immer wenn Sie Ihr Erspartes einer Finanzeinrichtung überlassen, sollten Sie sich im Klaren darüber sein, dass dieses Institut das (normale und gesunde) Ziel verfolgt, Gewinn machen zu wollen.

Wenn eine Bank oder ein Versicherer Ihnen 2,75% zahlt, muss er das von Ihnen erhaltene Geld wieder für mindestens 4-4,5% anlegen können, um nach Abzug der Verwaltungs- und Werbekosten noch etwas Gewinn übrighalten zu können.

Die Regeln des Risikomanagements bei Finanzinstitutionen
Das Hauptaugenmerk einer Finanzeinrichtung liegt jedoch nicht nur darin, Gewinn zu machen. Dies soll laut Regeln eines guten Risikomanagements auch möglichst risikoarm vonstattengehen.

Kurzum, wenn eine Bank oder ein Versicherer Ihnen einen nahezu risikofreien Sparplan anbietet und dafür z.B. 2,75% Festzins zahlt, steht das Institut laut Regeln des guten Risikomanagements in der Pflicht, das von Ihnen erhaltene Geld selber auch nahezu risikofrei anzulegen.

Hier drückt der Schuh
Denn ich verstehe beim besten Willen nicht, wie ein Finanzdienstleister 4% Rendite auf das vom Sparer erhaltene Geld erzielen kann, ohne dabei eine gehörige Portion Risiko einzugehen.

Früher konnten Banken oder Versicherer das Geld, welches sie von Langzeitsparern bekamen einfach in Deutsche o.a. Staatsanleihen stecken und erhielten dafür 5% Zinsen.

Jetzt bringen diese sicheren Anlagen sogar weniger als 1% Zinsen ein. Und durch die niedrigen Zinsen bringen Unternehmensanleihen vertrauenswürdiger Multinationals (wie Unilever, Shell etc.) jetzt sogar weniger als 2% ein.

Mein Fazit
Mit einer Zinsrate von 2,75% verspricht ein Finanzinstitut den Kunden meiner Ansicht nach viel zu viel. Dadurch denken kleinere Sparkunden, dass sie auf Sicherheit setzen, obwohl sie im Grunde ein gehöriges Risiko eingehen.

Der andere Haken
Trotz des Entgegenwirkens hierzulande, wird die EZB früher oder später sehr viel Geld drucken. Mit dem Ziel, die Inflation in Richtung 3% zu steuern, um auf diese Weise den Wert der Kaufkraft des Euro herabzusenken und damit auch den Druck auf die europäischen Staatsschulden.

Wenn die Inflation schon allein auf 3% steigt, verbucht man mit solchen Sparplänen mit langer Laufzeit und festen Zinsen Verlust. Und wenn der Markt sein Vertrauen in den Euro verliert (wie gerade in Japan der Fall), dann wird dieser Verlust nur noch größer ausfallen.

Für Sparpläne gilt grundsätzlich…
…dass Sparprodukte mit langer Laufzeit und fester Verzinsung gut sind, wenn die Zinsen historisch betrachtet hoch stehen. Wenn die Zinsen niedrig stehen, sind diese Produkte gar nicht gut.

Derzeit sind Sparprodukte mit fester Verzinsung und langer Laufzeit meiner Meinung nach also eine sehr schlechte Idee.

Wenn der versprochene Zins hoch ist, gehen Sie unnötiges Risiko ein
Wenn Sie einen Anbieter eines Sparkontos finden, vergleichen Sie die Zinsen dann immer mit den Zinsen für (z.B.) eine deutsche Staatsanleihe mit gleicher Laufzeit.

Wenn eine Finanzeinrichtung für einen Sparplan mit zehnjähriger Laufzeit viel höhere Zinsen verspricht als die Höhe der Zinsen für eine deutsche Staatsanleihe, sollten Sie vorsichtig sein.

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Kurz etwas richtigstellen

Anlässlich dieses Tweets vom 17. Juli erreichte mich eine Mail eines Lesers, der in Spanien wohnt.

Er meinte, der Artikel würde den Eindruck erwecken, spanische Banken hätten das Geld unwissender Bürger als Reaktion auf die Krise für längere Zeit festgelegt.

Laut dieses Lesers haben spanische Banken jedoch scheinbar bereits seit zehn Jahren in großen Mengen „Preferentes“ an insbesondere Kleinkunden verkauft. „Preferentes“ sind Schuldverschreibungen mit langer Laufzeit.

Insbesondere die spanischen Cajas haben diese Papiere dem einfachen, unwissenden Bürger angedreht. Dem Deppen, der seinem Banker noch vertraute und sich gleichzeitig von den hohen Zinsen blenden ließ. Jetzt stellt sich heraus, dass diese „Preferentes“ im Wert stark gesunken sind, und das genau zu einem Zeitpunkt, in dem viele Menschen infolge der Krise Geld benötigen.

Es handelt sich hierbei also im Grunde um nichts anderes, als um einen simplen Fall von (legalem) Betrug.

Meine Warnung in diesem Tweet ging dahin, dass man als Bürger darauf vorbereitet sein sollte, dass Banken komische Dinge tun, wenn ihnen das Wasser bis zum Hals steht. Diese Warnung bleibt auf jeden Fall aktuell…

 

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