Amerikanische ETFs

Als europäischer Anleger können Sie nicht mehr in amerikanische ETFs investieren, es sei denn der Herausgeber des ETF hat ein sog. Key Information Document (KID) ausgefüllt.

Das liegt an den neuen EU-Regeln, die dazu führen sollen, dass Privatanleger besser informiert werden.

Das Key Information Document soll Anleger daher über die Kosten und möglichen Risiken informieren, die mit einem ETF einhergehen.

Einige Herausgeber von ETFs werden diesen EU-Vorschriften nicht nachkommen.

Das ist natürlich frustrierend für uns, denn wir können uns selbst über den Aufbau eines ETF informieren. Wir werden also dahingehend in unserer Flexibilität eingeschränkt, dass wir nicht mehr auf alle Entwicklungen reagieren können.

Wildwuchs und Täuschung
Wir wissen aber auch, dass in den vergangenen zehn Jahren ein enormer Wildwuchs an ETFs entstanden ist.

Wir wissen auch, dass viele ETFs irreführende Namen haben und dass ein durchschnittlicher Anleger hier nur schwierig den Durchblick wahrt.

Und wir wissen, dass sehr viele Themen-ETFs sich nicht für die besten Qualitätsaktien entscheiden, die gut zu einem bestimmen Thema passen, sondern lieber Aktien mit hohem Handelsvolumen selektieren, die sich leicht handeln lassen.

Wenn Sie das Ganze aus dieser Perspektive betrachten, dann ist die EU-Forderung, Anleger im Vorhinein besser zu informieren, gar kein schlechtes Vorhaben.

Was bedeutet das für uns?
Wenn wir einen ETF selektieren, um auf eine bestimmte Entwicklung zu reagieren, dann prüfen wir zuerst, ob Sie als Privatanleger diesen ETF handeln können.

Ist dies nicht der Fall, dann suchen wir nach einer anderen Möglichkeit, um dennoch auf diese Entwicklung spekulieren zu können.

Ein potenzieller Vorteil
Der europäische Markt für ETFs war bis dato sehr klein. Diese Entwicklung hat dazu geführt, dass dieser Markt mehr Wachstumschancen bekommt. Dadurch steigt unsere Chance, damit auf Entwicklungen reagieren zu können.

 

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