Im Sommer werden sie erneut Geld drucken

Das Börsensentiment wurde insbesondere infolge der Probleme in Spanien und infolge der Tatsache, dass die Fed scheinbar kurzzeitig kein Geld drucken will gedämpft. Spanien ist ein unlösbares Problem weil Immobilienpreise noch weiter sinken müssen und weil es spanischen Banken enorm schlecht geht. Spanische Banken haben während der enormen spanischen Immobilienblase uneingeschränkt Kredite vergeben. Einen Großteil dieser Gelder werden sie nie wieder sehen.

Die einzige „Lösung“, einen Einsturz des Finanzsystems zu verhindern, wird letztendlich der Druck neuen Geldes sein. Und an der Börse weiß man das verdammt gut! Händler reagieren darum jetzt auf einen vorübergehenden Börsenrückgang, bis der Moment kommt, in dem Bernanke und/oder Draghi verkünden werden, dass sie die Geldpressen wieder anschmeißen.

Für kommendes Jahr bin ich Aktien gegenüber daher weiterhin aufgeschlossen. Und insbesondere Energie- und Rohstoffaktien gegenüber. In diese Sektoren entstehen nämlich strukturelle Defizite, die in höheren Energie- und Rohstoffpreisen resultieren werden, von denen Energie- und Rohstoffproduzenten in den kommenden Jahren enorm profitieren werden.

Dienstag haben wir unseren TopAktien Jahresabonnenten übrigens einen extra Tipp gesendet. Im Rahmen des dazugehörigen V.I.P.-Services. Eine superstabile Energieaktie, die wir für das 6-Fache des Jahresgewinnes kaufen können. Geringes Risiko. Enormes Gewinnpotenzial. Wenn Sie jetzt ein Jahresabonnement abschließen, bekommen Sie diesen extra Tipp umgehend und damit legen Sie direkt einen guten Start hin. Melden Sie sich hier darum schnell an!

Bernanke möchte jetzt mal eben kein Geld drucken, aber letztendlich hat auch er keine andere Wahl als massig Geld zu drucken. Obama und Konsorten geben nämlich weiterhin viel mehr Geld aus als sie einnehmen. Zudem führen die Wahlen im November dazu, dass Obama alles dafür tut, dass 2012 eine richtige Good-News-Show wird. Er wird darum noch mehr Geld ausgeben, um die „Wirtschaftserholung anzukurbeln“.

Ich gehe darum davon aus, dass Bernanke irgendwann im Sommer verkünden wird, dass er erneut viel Geld drucken wird. Das führt nämlich dazu, dass das Börsensentiment rundum die Wahlen positiv ausfallen wird und Obama problemlos wiedergewählt werden wird.

Wir betrachten Aktien weiterhin positiv, aber wir dürfen die Wahrscheinlichkeit einer sinkenden Börse in den kommenden Wochen/Monaten nicht ausblenden. Ich bin darum froh darüber, dass ich einen Teil meines Geldes in DienstagTrader-Trend gesteckt habe. Ein kräftiger Börsenrückgang kann dazu führen, dass wir dieses Jahr über 100% Rendite erzielen werden. Und das will ich natürlich nicht verpassen! Klicken Sie hier für Informationen.

 

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So druckt man Geld

Ich berichte nun schon seit Wochen über das ausführliche Gelddrucken der Zentralbanken. Superinvestor Jim Rogers sagt gerne:“They will keep printing money until the world runs out of trees“. Uns erreichten einige E-Mails von Lesern, die sich nicht gut vorstellen konnten, wie dieses Gelddrucken ganz genau funktioniert. Natürlich drucken Zentralbanken nicht massenhaft Geldscheine.

Stellen Sie sich vor, dass Sie sich über das Internet in Ihr Bankkonto einloggen und dort eigenhändig Ihr Saldo anheben könnten. Ohne dass das Geld also von einer anderen Person auf Ihr Konto gebucht wird. Genau das tun Zentralbanken. Sie heben einfach eigenhändig ihr Banksaldo an. Kurz im Computer eingeben – fertig. Und anschließend kaufen sie Staatsanleihen, vergeben Banken Kredite etc.

Die Gesamtmenge des Geldes steigt; es gerät effektiv mehr Geld in Umlauf, während die Menge der zur Verfügung stehenden Rohstoffe und Güter nicht mit ansteigt. Darum kann man in einer solchen Situation besser in Gold, Silber und Rohstoffe anlegen als in Geld.

Ich habe Ihnen auch schon erzählt, dass ich einige Fünf Gramm Goldbarren und Silbermünzen zu einer Unze gekauft habe und sie einzig für den Fall angeschafft habe, dass ich die Edelmetalle als Geld verwenden kann, sollte der Euro zerbrechen. Ein kleiner Vorrat, um mindestens drei Monate überleben zu können. Für die größeren Beträge ziehe ich persönlich ein Goldkonto vor.

Außerdem habe ich mich entschieden, einen kleinen Vorrat an Euro cash aufzubewahren. Also doch unters Kopfkissen. Es könnte nämlich auch passieren, dass der Euro überlebt, die Banken jedoch in Schwierigkeiten geraten und die Politiker einen „Bank Holiday“ ausrufen. Im Anschluss könnten Banken tage- oder vielleicht sogar wochenlang nicht mehr erreichbar sein. Auch auf eine solche Situation möchte ich vorbereitet sein.

 

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Die Börse liebt das Gelddrucken

Frankreich und Spanien konnten letzten Donnerstag problemlos Geld am Anleihenmarkt einnehmen. Vor nicht einmal zwei Monaten erreichte uns die Meldung, dass sogar Deutschland einen Anleihenkredit nicht loswerden konnte. Bezeichnend, finden Sie nicht auch? Ich kann mir nicht vorstellen, dass diese bemerkenswerte Veränderung des Sentiments auf natürlich Weise entstanden ist.

Die EZB gab Ende Dezember bekannt, dass sie Banken Kredite in Höhe von 489 Milliarden Euro vergaben und dafür lediglich 1% Zinsen verlangen. Ich weiß nicht wer in Spanien und Frankreich jetzt in Staatsanleihen anlegt, aber es sieht stark nach diesen Banken aus. Geld zu 1% aufnehmen und unmittelbar danach für gut 5% verleihen. Sie verdienen also dicke 4%. Gratis und umsonst.

Und warum steigen die Börsen so kräftig, obwohl es in den USA und Europa so düster aussieht? Es wirkt auf mich als seien die Börsen nun ziemlich glücklich mit der EZB. Mit Draghi am Ruder wird aus vollen Zügen Geld gedruckt. Und die Börse liebt das Gelddrucken nun einmal. Es läuft genau so, wie wir es auch in der 2012 Fassung unseres kostenlosen Reportes „Sei vorbereitet und habe einen Plan!“ beschreiben. Klicken Sie hier, wenn Sie den Report noch nicht gelesen haben.

Letzte Woche schrieb ich, dass ich einen kleinen Vorrat Gold und Silber gekauft habe, der ausschließlich aus Fünf Gramm Goldbarren und Ein Unzen Silbermünzen besteht. Ich möchte das noch kurz erläutern. Der einzige Grund aus dem ich physisches Gold und Silber besitze ist der, dass ich einen kleinen Vorrat haben möchte, den ich im Falle einer echten Krise als Geld verwenden kann.

Ich möchte also einen Vorrat mit dem ich mindestens drei Monate überleben kann. Die Logik gebietet, dass eine Silbermünze von 30 Euro einfacher als tägliches Geld zu verwenden ist, als zum Beispiel eine Goldmünze von 1.350 Euro. Das größere Geld führe ich persönlich auf einem Goldkonto. Klicken Sie hier für weitere Informationen darüber.

 

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Warum der Euro verdammt ist (1)

Ich habe letzte Woche einige sehr interessante Analysen gelesen. In einer ging es um eine ausführliche Erklärung darüber, warum der Euro fast dazu verdammt ist auseinander zu brechen. Ich halte dies für so wichtig, dass ich Ihnen diese Erklärung absolut mit auf den Weg geben möchte. Ich habe versucht, es so klar und deutlich wie möglich aufzuschreiben. Es könnte jedoch sein, dass es hier und da vielleicht kurz etwas kompliziert wird.

Diese Woche Teil 1:

Spanien ist der Dumme, und gar nicht mal so knapp
Wir beginnen die Analyse mit einer einfachen ökonomischen Wahrheit. Die Wahrheit ist, dass das Bruttoinlandsprodukt (die gesamte Wirtschaft also) eines Landes aus folgenden drei Teilen besteht:

  1. Investitionen und Ausgaben der Regierung
  2. Investitionen und Ausgaben der Bürger und Unternehmen
  3. Unterschied zwischen Export und Import

Wenn man also Wirtschaftswachstum realisieren möchte, muss die Regierung mehr Geld ausgeben oder Bürger und Unternehmen müssen mehr Geld ausgeben oder es muss mehr exportiert oder weniger importiert werden. Andere Möglichkeiten gibt es nicht. Hierbei gilt für Regierung, Bürger und Unternehmen, dass sie, wenn sie denn dann mehr Geld ausgeben und dies größtenteils über Kredite tun, die Folgen hiervon einige Jahre später als Bomerang-Effekt aufgetischt bekommen.

Die Folge von heftigen Einsparungen
In Spanien wird das Haushaltsdefizit dieses Jahr laut Erwartungen bei ca. 9,4% des BIP liegen. Das spanische BIP beträgt ungefähr 990 Milliarden Euro. Die spanische Regierung wird darum dieses Jahr 93 Milliarden Euro mehr ausgeben als in den Haushalt hineinfließen wird. Anders ausgedrückt heißt das, dass 93 Milliarden des BIP auf Pump ausgegeben werden.

Jetzt wird die Regierung sparen und möchte dass das Haushaltsdefizit 2011 bei 7% liegt. Man wird 2011 also nur 69 Milliarden Euro mehr ausgeben als eingenommen wird. Die spanische Regierung wird 2011 also 24 Milliarden weniger ausgeben als 2010.

Schlussfolgerung: Wenn Bürger und Unternehmen nächstes Jahr genauso viel ausgeben wie 2010 und wenn der Export und der Import so hoch bleiben wie 2010, wird die spanische Wirtschaft nächstes Jahr um 2,4% schrumpfen. Auf in eine neuen Rezession.

Um eine Rezession zu verhindern, müssen Bürger und Unternehmen nächstes Jahr plötzlich sorgenfrei und optimistisch werden und 24 Milliarden Euro mehr ausgeben als 2010. Oder die spanischen Unternehmen müssen für 24 Milliarden Euro mehr exportieren und/oder weniger importieren. Und wenn das funktionieren würde, gäbe es immer noch nur Wirtschaftsstillstand.

Rezession ist unvermeidbar
Die Wahrscheinlichkeit ist jedoch viel größer, dass die Spanier und die spanischen Unternehmen nächstes Jahr überhaupt nicht optimistisch sein werden und im Gegensatz eher weniger ausgeben und das Problem so nur noch größer wird. Mehr exportieren ist natürlich eine gute Idee, aber dazu müssten Ausländer auch gerne die spanischen Produkte kaufen! Die Chance ist in naher Zukunft sehr gering, denn Spanien hat seine Konkurrenzposition seit der Einführung des Euro enorm schleifen lassen und dadurch importiert das Land viel mehr als es exportiert. Um den Export wachsen zu lassen, wäre ein jahrelang gleichbleibender Lohn oder sogar Lohnkürzung erforderlich. Sozial unmöglich, denn kein einziger Bürger würde das akzeptieren.

Wir können darum nicht anders und müssen die Schlussfolgerung ziehen, dass die spanischen Sparpläne auf den ersten Blick kontraproduktiv sind und einzig zu einer kräftigen Rezession führen werden. Diese Rezession würde dann wiederum zu niedrigeren Steuereinnahmen führen und alles würde nur noch schwieriger werden. Die Regierung kann jedoch nicht auch weiterhin so viel Geld ausgeben. Dann nämlich explodiert die Staatsverschuldung und niemand würde der spanischen Regierung noch Geld leihen. Und Geld leihen zu können ist essentiell um das Rad am Laufen zu halten.

Der große Unterschied zwischen Früher und Jetzt
Bevor es den Euro gab, wurde eine solche Krise ganz einfach gelöst. Geld drucken und die Währung damit abwerten. Damit wurden spanische Produkte günstiger, der Export bekam zeitweilig Wind von hinten und importierte Produkte wurden teurer, also weniger interessant für den spanischen Bürger. Langfristig schlecht für die Wirtschaft, aber für Politiker und Zentralbankiers ein großartiger „Quick Fix“.

Durch den Euro ist dieser „Quick Fix“ jetzt nicht mehr möglich. Ganze 80% des spanischen Exports gehen in andere Euroländer. Für die restlichen 20% müssen die Spanier auf einen Rückgang des Euro hoffen, aber das ist vorläufig nicht sehr wahrscheinlich. Die Länder im hohen europäischen Norden (insbesondere Deutschland) haben nämlich viel besser auf ihr Geld und auf ihre Konkurrenzposition geachtet und können darum jetzt sehr wohl auf einen blühenden Exportsektor zählen.

Ich habe hier Spanien als Beispiel genannt, aber ich könnte hier genauso gut auch Portugal, Italien und Griechenland hinzufügen. Irland gehört eigentlich auch dazu, hat jedoch mehr Chancen weil die irische Wirtschaft mehr auf den Export in Länder außerhalb Europas gerichtet ist.

Die einzig mögliche (theoretische) Lösung für Spanien
Das wären in der Tat Sparmaßnahmen (es gibt keine Wahl) und Lohnkürzungen. Man müsste also bereit sein, jahrelang durch eine wirtschaftliche Hölle zu gehen und in dieser Zeit hart an der Verbesserung der Konkurrenzposition arbeiten. Hart arbeiten um damit die ausländische Nachfrage für spanische Produkte kräftig zu steigern. Aber wo findet man auch nur einen europäischen Bürger, der bereit ist solche Opfer zu bringen? Spanien (und auch Griechenland, Italien und Portugal) befindet sich in einer ausweglosen Situation.

Nächste Woche Teil 2:
Warum wir als Folge dieser Situation am Ende auch der Dumme sein werden

 

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Der Weg aus der Wirtschaftsmisere

Wenn wir Politikern und Bankiers Glauben schenken müssen, gibt es nur wenige Wege, die uns aus der wirtschaftlichen Misere führen. Der wichtigste ist „Hilfe“, bei der die Regierung (Politiker) mit viel nicht vorhandenem Geld die Wirtschaft unterstützt. Ob das am Ende wirklich „Hilfe“ war, bleibt offen. Im Grunde ist es wie ein Fieber mit chemischem Müll unterdrücken…letztendlich bleibt man krank UND man hat im Körper noch zusätzliche Schadstoffe bekommen. Sprich: Das Problem bleibt und in der Zwischenzeit schwellen die Probleme nur weiter an. Das Kapital für das Zinsen gezahlt werden muss, nimmt immer weiter zu.
Die andere politische „Hilfe“ sind Kürzungen und Sparmaßnahmen auf allen Gebieten. Außer natürlich in den Bereichen, die Beamte und Politiker direkt betreffen. Beinahe nirgendwo ist zu lesen, wie man aus der Wirtschaftskrise kommt indem man sich auf die (neue) Lage einstellt, indem man effizienter produziert und indem man mehr Gewinn durch mehr Umsatz macht. Einfach ausgedrückt: härter und länger arbeiten.

Wachstum und Anstrengung zählen nicht mehr
Es scheint beinahe so, als wäre die Wachstums- und Anstrengungsoption völlig von der Bildfläche verschwunden. Frankreich wirft Deutschland sogar vor, in den vergangenen Jahren zu viel gearbeitet zu haben und dadurch nun einen „unfairen“ Vorteil zu haben. Frankreich hingegen hat seinen Arbeitnehmern das gleiche Gehalt für eine 32 Stunden Woche gezahlt. Frankreich äußert seine Kritik öffentlich. Die PIGS Länder dürften im Grunde nicht mal an diese Kritik denken, geschweige denn aussprechen.  

Diese Länder haben in den letzten Jahren stark von den niedrigen Zinsen, die Deutschland ihnen auf EU Kredite großzügig gewährt hat profitiert. Deutschland, das als Anke der EU galt und gilt. Den PIGS Ländern wurde seit 2002 viel günstiges Kapital zur Verfügung gestellt und dennoch haben sie ihre Schulden kräftig ansteigen lassen. Im Gegenteil zu Deutschland war deren Produktionsapparat jedoch nicht lean and mean. Viel des geliehenen Geldes ging für „schöne Dinge“ drauf. Deutschland hat währenddessen seit 2002 seine Ausgaben gemäßigt.
Deutschland geht es also relativ gut, darf anderen Ländern, die dem günstigen Geld zum Opfer gefallen sind laut der europäischen Vorschriften jedoch nicht helfen.

Wie wir aus dieser Misere herauskommen ist ganz einfach…
Die PIGS Länder (aber auch wir) werden wieder konkurrieren müssen. Das heißt 42 Stunden arbeiten für einen 35 Stunden Lohn. Außerdem müssen Schulden abgezahlt werden und ganz richtig…es müssen auch bei nicht produzierenden Berufen, wie Beamten- und Politikerberufen Kürzungen hingenommen werden.

Es gibt keinen anderen Weg, als sich Wohlstand mit harter Arbeit zu verdienen. Wenn diese Länder (und wir) das nicht wollen, kann auch ich keinen einzigen Grund erkennen, warum Deutschland den PIGS Ländern zu Hilfe eilen sollte.

 

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Die Schuldigen sind unschuldig

Die Probleme in Griechenland stehen immer noch ganz oben auf der Tagesordnung. In dieser Woche kündigte der griechische Premierminister Papandreou Maßnahmen an, die das Haushaltsdefizit um fünf Milliarden Euro schrumpfen lassen sollen. Erhöhung des Steuertarifs, höhere Verbrauchersteuer auf Tabakwaren, Alkohol und Kraftstoffe und Kürzungen der Gehälter der Politiker. Die direkte Folge war natürlich die, dass das Land heute wieder am Boden liegt.

Am Donnerstag hat Griechenland dann erfolgreich einen zehnjährigen 6,25% Obligationenkredit über fünf Milliarden Euro ausgeschrieben. Dafür gab es jede Menge Interessierten, denn es gab für 15 Milliarden Euro Anfragen.

Viele Politiker sind vor allem sauer auf die Hedge Fonds. Sie haben angeblich in Folge ihres massenhaften Kaufs von Credit Default Swaps (CDS) die Preise in die Höhe getrieben, hierdurch wiederum die Obligationskurse gesenkt und automatisch die Zinssätze für Obligationen erhöht.

Hedge Fonds haben den Griechen sogar geholfen
Die Wahrheit ist komischerweise genau das Gegenteil. Hedge Fonds haben in der Tat im großen Stil diese CDS gekauft, haben dies jedoch vor beinahe einem Jahr getan. Damals machte sich noch fast niemand Sorgen um die Griechen.
Sie kauften die Dinger für kleines Geld und hielten sie anschließend ganz ruhig fest. Niemand störte das. Sie taten dies, weil sie der Meinung waren, dass die griechischen Staatsfinanzen früher oder später Probleme bekommen würden. Hätten sie Recht bekommen, hätten sie ihre CDS mit einem schönen Gewinn wieder verkaufen können oder sie hätten griechische Obligationen zu einem großartigen Zinssatz kaufen können.

Sie werden verstehen, dass diese Hedge Fonds in den vergangenen Wochen genau das entgegengesetzte von dem gemacht haben, was ihnen zur Last gelegt wird. Sie haben Gewinne gemacht und ihre CDS genau darum verkauft. Hätten sie das nicht getan, oder hätten sie diese Dinger niemals in ihrem Besitz gehabt, dann wäre der Kurs der CDS auf griechische Staatsobligationen wahrscheinlich noch viel höher gestiegen, dann wäre der Tamtam noch größer gewesen und dann wären Kredite für die Griechen noch teurer. Wenn auch unbewusst, dennoch haben die Hedge Fonds den Griechen im Grunde geholfen.

Wer hat die CDS so massenhaft gekauft?
Sicherlich haben auch einige Spekulanten die CDS gekauft, aber zum größten Teil waren es die Banken. Verschiedene Banken (vor allem deutsche und französische) haben den Griechen viele Milliarden geliehen und bekamen Angst, ihr Geld nicht mehr wieder zu sehen. Sie haben haufenweise CDS gekauft um mögliche Verluste auf diese Kredite abzudecken durch Gewinne auf die CDS zu verbuchen.

Im Grunde hat der Markt also gut funktioniert und gibt es nur einen Schuldigen für das griechische Drama: Die Griechen selbst.
Bleibt noch die dringende Frage nach dem Land, von dem die Hedge Fonds nun die meisten CDS besitzen…?

 

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Warum Dividende oftmals eher nachteilig ist

Letzte Woche erhielt ich eine Email eines Kunden, der unseren gratis Report mit fünf goldenen Tipps angefordert hatte. Warum im Report nicht von Dividende die Rede ist, war seine Frage. Denn, ist die jahrelange Ausschüttung einer Dividende nicht ein Zeichen von Zuverlässigkeit? Nein, ist sie nicht.

Jacke wie Hose
Der Punkt ist der, dass Dividende unserer Ansicht nach eine Farce ist. Oftmals sogar mehr als das. Wenn ein Unternehmen Dividende ausschüttet, wird das Geld von seinem Konto genommen und verschlechtert sich seine Liquiditäts- und Vermögensposition. Sie bekommen also die Dividende, aber der intrinsische Wert Ihrer Aktie sinkt entsprechend. Jacke wie Hose also.

Nur zum schönen Schein
Häufig ist die Ausschüttung einer Dividende eine rein politische Angelegenheit, durch die Unternehmen sogar in schlechten Zeiten Dividende ausschütten. Sie haben so viel Angst vor der Reaktion des Marktes, wenn sie nichts ausschütten würden. Dividende, nur zum schönen Schein. Wenn eine Firma schwere Zeiten durchlebt, fände ich es allerdings viel schlauer, wenn die Direktion kurzfristig keine Dividende ausschütten würde und stattdessen das Geld als extra Puffer verwenden würde, um die schweren Zeiten zu überstehen.

Kredite können nicht beglichen werden
Außerdem ist es in beinahe allen Fällen so, dass ein Unternehmen (sehr hohe) Kredite am Laufen hat und gelichzeitig Dividende ausschüttet. Sie erhalten demnach Dividende, aber der intrinsische Wert Ihrer Aktie sinkt mit dem Dividendenbetrag und den Zinsen auf den Krediten, die auf Grund der Dividendenausschüttung nicht abgezahlt werden können.

Sie unterstützen das Finanzamt
Hinzu kommt noch die simple Tatsache, dass wir Aktieninhaber für einen Dividendenbetrag von 1€ auch noch Dividendensteuer zahlen müssen. Der intrinsische Wert unserer Aktie fällt also um 1€ und wir bekommen netto weniger als 1€. Schlussendlich unterstützen Sie also das Finanzamt.

Was wir jedoch sehr wohl für wichtig erachten
Aus den obigen Gründen können wir eine Dividende nicht als eine wichtige Voraussetzung für die Selektion einer Aktie betrachten. Wollen Sie wissen, welche Dinge wir jedoch sehr wohl für wichtig erachten, um die besten Aktien selektieren zu können? Surfen Sie dann zu
www.boersenscanner.de und fordern Sie rechtsoben unseren gratis Report mit den fünf lebenslang geltenden goldenen Tipps an.

 

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Too big to fail – Too small to rescue

Jeder kennt mittlerweile die Redewendung „Too big to fail“. Es handelt sich um die beliebteste Äußerung von Politikern und Zentralbankiers um mit Steuergeldern Banken und andere große Unternehmen über Wasser zu halten. Niemand fragt sich anschließend, warum Unternehmen zu groß für einen Konkurs sind oder ob die Folgen langfristig so desaströs sind wie man sich vorstellt.

Wespennest
Diese Logik hat dazu geführt, dass die amerikanische Regierung nun Miteigentümer von Fannie Mae, Freddie Mac, Citigroup, AIG, der halben amerikanischen Autoindustrie und noch weiteren Unternehmen ist. Auch in Europa macht man übrigens artig mit. Eine sehr ungesunde Entwicklung. Vor allem was die Banken betrifft, befinden sich die Regierungen (und damit die Steuerzahler) in einem Wespennest, denn die Situation ist immer noch so, dass sogar das Bankmanagement nicht weiß, wie viel Chaos sich noch in den Büchern befindet.

Einzig durch das Ändern der Buchhaltungsrichtlinien brauchen Banken ihre Besitzer nicht mehr gegen den Marktwert zu buchen und das Chaos kann noch kurz unter dem Tisch gehalten werden. Daher auch die „großartigen Quartalsgewinne“, die wir in dieser Woche bei verschiedenen amerikanischen Banken sehen konnten.

Too small to rescue
Letzter Woche wurde bekannt, dass ein weiterer Versicherer, die amerikanische CIT-Gruppe, keine weitere finanzielle Unterstützung der Regierung bekommt. Obwohl das Unternehmen ein Balancetotal von $ 75 Milliarden besitzt, wird es nicht als ‚too big to fail‘ eingestuft. Bei der CIT-Gruppe heißt es ‚too little to rescue‘. Dieses Unternehmen muss im ersten Quartal 2010 einen Betrag in Höhe von $7,4 Milliarden abzahlen und kann dieses Geld nicht aufbringen.

CIT ist ein Unternehmen, dass hauptsächlich Kredite an amerikanische Mittelstands- und Kleinbetriebe vergibt, die unter einem Konkurs stark zu leiden hätten. Die abnormale Summe, die die Regierung zur Verfügung gestellt hat um die großen Jungs über Wasser zu halten und die Verweigerung CIT eine vergleichsweise kleine Summe zu geben unterstreicht einmal mehr die Annahme, dass man als Bank ein Chaos fabrizieren darf, solange man nur groß genug ist.

Ist man nicht groß genug, muss man es auch bei Obama selber regeln. Auch wenn es gerade die großen Banken waren, die das Elend verursacht haben. Obama macht sich da bei den richtigen Selbständigen Unternemern nicht unbeding populär (Diejenigen die es versaut haben bei den großen Unternehmen, sind angestellt). Obamas Regierung arbeitet derzeit an einer verpflichteten Krankenversicherung, die die Kosten von eben solchen Unternehmern in die Höhe treiben wird und währenddessen wird es noch schwieriger Kredite zu bekommen.

 

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