Es kocht und brodelt insbesondere in Europa

Vorgestern habe ich Ihnen mitgeteilt, dass es jetzt überall kocht und brodelt. Dass eine Krise auf der Lauer liegt. Es kocht und brodelt wirklich überall. Aber doch ganz besonders in Europa.

Letzte Woche habe ich in diesem Artikel bereits von den enttäuschenden Wirtschaftszahlen berichtet, die in den vergangenen Wochen aus den USA kamen. Der PMI für den Dienstleistungssektor sank sogar auf das niedrigste Niveau der vergangenen sechseinhalb Jahre. Das ist, gelinde gesagt, aufsehenerregend.

Deutscher Export sinkt stark
Allerdings kam die beunruhigendste Wirtschaftsmeldung diesen Monat aus Deutschland. Siehe folgende Schlagzeile:

 

Im Juli exportierten deutsche Unternehmen ganze 10% weniger als im Juli 2015. Das ist ein enormer Rückgang.

Deutschland ist wirtschaftlich sehr verwundbar. Denn der Erfolg der deutschen Wirtschaft hängt zu gut 45% vom Export ab. Grund dafür ist ein Rückgang der globalen Nachfrage.

Deutsche Rezession liegt auf der Lauer
Wenn Verbraucher in den USA, China, Russland, Japan, Kanada und Australien kein Geld mehr ausgeben wollen, weil eine wirtschaftliche Unsicherheit herrscht, dann sinkt automatisch auch die Nachfrage nach deutschen Produkten.

Und wenn man als Land dann zu sehr vom Export anhängig ist, hat man ein Problem. Ein großes Problem.

Deutsche Unternehmen, die exportieren, erleben einen Umsatzrückgang, der Gewinn schwindet und sie müssen etwas tun. Infolgedessen entsteht Rezession, Haushaltsdefizite und Arbeitslosigkeit nehmen zu, sowie die soziale Unruhe.

Euro muss sinken
Aus den Zahlen, die Eurostat letzten Donnerstag veröffentlichte, zeigte sich übrigens, dass die gesamte Eurozone mit demselben Problem zu kämpfen hat. Export sinkt in weitestgehend allen Euroländern.

Und daher darf man davon ausgehen, dass Draghi handeln wird. Denn er muss den Euro im Verhältnis zu anderen Währung abwerten, um auf diese Weise den Export zu unterstützen.

Das macht es für Sparkunden noch entscheidender, ein Sparkonto in Euro zu vermeiden.

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Wir schaffen das

Letzten Sonntag zufällig Angela Merkel bei Anne Will gesehen?

Ich persönlich stimme Frau Merkel absolut zu, aaaaber… sie sagt dasselbe wie so viele Entscheidungsträger und linke Politiker schon so lange sagen.

Wir müssen Flüchtlinge aufnehmen und zeitgleich Flüchtlingsströme eingrenzen indem die Außengrenzen besser geschützt werden, Menschenhändler fassen, nicht-Flüchtlinge schneller herausfiltern und zurückschicken, gute Unterbringungen in den Regionen schaffen usw.

Auch hier stimme ich absolut zu.

Allerdings hätten die EU-Politiker das erstens schon vor drei Jahren sagen müssen, als Italien von Flüchtlingen überflutet wurde, und viele hundert Menschen im Mittelmeer ihr Leben ließen. Damals ließen sie Italien aber lieber mit dem Problem alleine. War ja auch schön einfach.

Und zweitens sagen sie jetzt genau dasselbe wie vor einem Jahr. Nur leider hat sich seitdem nichts getan. Nichts.

Was hat das mit Wirtschaft oder Anlegen zu tun?
Alles. Denn der rote Faden in dieser ganzen Geschichte ist, dass Europa von einer Generation Politiker geführt wird, die sehr schöne Reden schwingen können, aber rein gar nicht weiter vorausschauen und keinen Strukturwandel erzielen.

Angesichts der Wirtschaft haben sie den Vorteil, dass der durchschnittliche Bürger keine Ahnung davon hat. Also können sie so tun als sei eine Rezession oder Krise etwas, das von außen über uns hineinbricht.

Viel erzählen, nichts tun
In diesem Zusammenhang erkennt jeder Bürger, dass Politiker sehr gerne sehr viel reden, aber nichts tun. Und das ist viel gefährlicher.

Denn dadurch ändern immer mehr Menschen, die zuerst für die Aufnahme von Flüchtlingen waren, ihre Meinung. Und immer mehr EU-Länder bestimmen ihre eigene Agenda.

Wenn ein Problem nicht gelöst wird…
Durch diesen bestürzenden Mangel durchgreifender Maßnahmen wird der Flüchtlingsstrom dieses Jahr noch größer ausfallen als 2015.

Infolgedessen wird eine große politische Unruhe entstehen, es wird viel mehr Zuspruch geben für anti-europäische und ausländerfeindliche Parteien, zwischen EU-Ländern entstehen größere Unstimmigkeiten und stundenlange Staus an den europäischen Binnengrenzen.

Dadurch wird das ohnehin schon enorme wirtschaftliche Problem, mit dem Europa zu kämpfen hat, auch nur noch größer.

Wenn man ein Problem nicht löst, wird es von ganz alleine größer…

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