Wer ist hier eigentlich das Problem?

Nach der Flugzeugkatastrophe vor nunmehr zwei Wochen geben ungefähr 99% der Bevölkerung dem russischen Präsidenten Putin (indirekt) die Schuld. Natürlich mithilfe der üblichen Medien, die die öffentlichen Emotionen gut zu nutzen wissen.

Dabei erinnert sich niemand mehr daran, wie es zu der Situation in der Ukraine überhaupt gekommen ist. Und beinahe niemand ist sich der wenig ruhmreichen Rolle der EU, aber vor allem den USA bewusst.

Es wurde ein demokratisch gewählter Präsident abgesetzt. Mit Unterstützung von Europa und den USA.

Vereinfacht gesagt, ist es nicht verwunderlich, dass die russische Bevölkerung auf der Krim und der Ost-Ukraine ein bisschen sauer waren. Auch nicht, dass sie für die Machthaber in Kiew nicht viel übrig haben.

Und es sollte überhaupt nicht verwundern, dass Putin den russischen Teil der ukrainischen Bevölkerung unterstützt.

Wichtigste Frage wird ausgespart
Bezüglich der Flugzeugkatastrophe ist für mich die wichtigste Frage, warum die europäischen und die internationalen Luftfahrtbehörden den ukrainischen Luftraum für sicher gehalten haben. Obwohl dort Krieg herrscht. Obwohl für die Amerikaner und die Briten bereits seit April klar war, dass sie den ukrainischen Luftraum meiden mussten.

Das muss lückenlos aufgeklärt werden.

Aber diese Frage ist die für die westlichen Behörden natürlich sehr unangenehm. Wer will es schon mit seinem Gewissen vereinbaren müssen, dass er eine Flugzeugkatastrophe hätte verhindern können, wenn er einfach seine Arbeit ordentlich gemacht hätte?

Es ist einfach, anderen die Schuld zuzuschieben
Deswegen ist es viel leichter, anderen die (indirekte) Schuld zuzuschieben. Vor allem, wenn diese im Westen nicht besonders populär sind. Putin.

Es zählt bereits seit einiger Zeit zur amerikanischen Strategie, Putin zu dämonisieren. In einem genialen Artikel fragt sich der vormalige Präsidentschaftskandidat Pat Buchanan (der übrigens sehr rechts ist), wer nun eigentlich das wirkliche Problem ist.

Russland oder die USA?

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