Der Niederlande geht es schlechter als man denkt

Letzte Woche habe ich auf Twitter einen Link zu einem Artikel über die Niederlande gepostet. Der Autor behauptet, dass die Niederlande die Ursache des Zerbrechens des Euro werden könnte. Nicht aus politischen, sondern aus wirtschaftlichen Gründen. Denn der Niederlande geht es, wirtschaftlich betrachtet, ein Stück schlechter als man auf den ersten Blick meint.

Immobilienpreise könnten noch um 39% sinken
Wenn der Anstieg der Immobilienpreise in einem Land ungefähr gleichermaßen stattfindet, wie der Anstieg des Durchschnittseinkommens, kann man von einem gesunden Immobilienmarkt sprechen. Logisch, denn ein Haus bleibt dann über Jahre hinweg gleichermaßen bezahlbar.

Seit 1995 stieg in den Niederlanden das Durchschnittseinkommen um 48%. Immobilienpreise lagen Ende 2012 satte 144% höher als im Jahr 1995. Immobilienpreise sind damit viele Jahre viel stärker gestiegen als das durchschnittliche Einkommen.

Wenn ein Haus in Zukunft wieder genauso bezahlbar wird wie 1995, wird der Preis eines durchschnittlichen Hauses, vom heutigen Niveau aus, um ganze 39% sinken. Ob es dort tatsächlich einen solchen Rückgang geben wird, weiß ich nicht. Aber dass noch ein starker Rückgang bevorsteht, scheint mir mehr als deutlich.

Die höchsten Schulden in Europa
Aufgrund der viel zu hohen Rückerstattung der Hypothekzinsen und weil Banken Hypotheken bis 120% des Wertes vergaben und weil nicht länger abgezahlt werden musste, sind die Schulden der niederländischen Haushalte viel höher als in anderen europäischen Ländern. Schauen Sie sich die folgende Graphik an…

Die Niederländer haben in den vergangenen fünfzehn Jahren massenhaft Häuser gekauft. Und haben dafür massenhaft Schulden gemacht. Je weiter die Immobilienpreise sinken, desto mehr Hausbesitzer werden unter gehen. Und dann können desto mehr Menschen nicht mehr zahlen. Und desto größer werden die Probleme der Banken.

Niederländische Banken sind zu groß
Die vier größten niederländischen Banken sind zusammen ungefähr so groß wie die gesamte niederländische Wirtschaft. Das bedeutet, dass die Wirtschaft zu klein sein wird, Probleme absorbieren zu können, sollten die niederländischen Banken wirklich in Schwierigkeiten geraten.

Ich habe Ihnen schon häufiger geschrieben, warum ich der finanziellen Stabilität der Banken nicht vertraue. Und ein weiterer Rückgang der niederländischen Immobilienpreise vergrößert die Probleme der Banken nur noch weiter und lässt mein Vertrauen noch weiter schrumpfen.

Die Eurokrise ist eine Bankenkrise
Die Niederlanden haben zwei Banken, die zu den größten Europas zählen. Wenn diese Banken in Probleme geraten, bekommt die ganze Eurozone Probleme. Zudem gilt, dass es auch deutschen Banken finanziell dramatisch schlecht geht. Die wirkliche Krise kommt noch!

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Mehr Tatsachen um die wir nicht herumkommen

Vorletzte Woche habe ich bei Twitter einen Link zu einer Kolumne aus der Washington Post gepostet. Der Autor macht sich große Sorgen um amerikanische Banken, denn die 20 größten Banken sind so groß wie 85% des amerikanischen BIP. Er will keine Too Big to Fail Banken mehr. Recht hat er!

Die Vorsitzenden der Europäischen Union scheinen sich über solche Dinge keine großen Sorgen zu machen. In fünf Jahren haben Sie sich viel beraten (ihre Spezialität), aber es ist so gut wie nichts passiert.

Die Deutsche Bank allein repräsentiert schon 85% des deutschen BIP. Die ING Bank allein ist schon fast doppelt so groß wie die gesamte niederländische Wirtschaft. Und in Frankreich ist allein die BNP Paribas schon genauso groß wie die gesamte französische Wirtschaft.

Unvorstellbare Mengen
Viele Menschen scheinen nicht zu realisieren, was es bedeutet, wenn PIIGS-Länder, starke Haushaltsdefizite, steigende Staatsschulden, Immobilienkrisen und aufgeblasene, scheiternde Banken zusammenkommen. Die Geldmengen, die die EZB noch drucken wird, um das Ganze über Wasser (und zusammen!) halten zu können, sind unvorstellbar.

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