Japan

Wir haben uns aktuell darin vertieft, was die wirtschaftlichen Folgen der Katastrophe in Japan sein könnten. Das Nachdenken über dieses Thema wird allerdings durch die Unsicherheit in Bezug auf die Kernreaktoren ziemlich erschwert.

Es sieht jedoch danach aus, als würde alles was nun passiert die Rohstoffpreise (außer den Uranpreis) langfristig weiter in die Höhe treiben. Der japanische Wiederaufbau wird enorm umfangreich werden und er wird die Nachfrage auf industrielle Rohstoffe erhöhen.

Hinzukommt, dass die Nutzung von Kernreaktoren jetzt schon weltweit zum Diskussionsthema geworden ist. Die Wahrscheinlichkeit ist darum groß, dass innerhalb der kommenden Jahre ein großer Teil der weltweiten Elektrizität mittels traditioneller Kraftwerke gewonnen werden wird. Das wird die Nachfrage auf Steinkohle, Öl und Erdgas zunehmen lassen.

Des Weiteren sieht es so aus, als hätte die japanische Regierung ein enormes Finanzproblem, denn die Staatsverschuldung liegt bei ca. 200% des BIP. Diese Schulden werden durch den wirtschaftlichen Rückschlag, den das Erdbeben verursacht hat dieses Jahr stark zunehmen und im Anschluss werden sie kräftig zunehmen weil der Wiederaufbau finanziert werden muss.

Das erste Zeichen ist in solchen Situationen meist das richtige. Die japanische Zentralbank hat die Geldpressen angeschmissen, indem sie Japanische Yen für über 300 Milliarden Dollar drucken wird. Man hat sich also ganz klar für die amerikanische Strategie der Geldentwertung entschieden. Obwohl der Yen als Reaktion auf die Katastrophe in der vergangenen Woche stieg, sind wir davon überzeugt, dass der Wert des Yen in den kommenden Jahren enorm sinken wird.

Zeitgleich schauen wir äußerst optimistisch auf die japanische Börse, auch wenn wir zuerst einmal wissen wollen, auf welchem Niveau der Nikkei in den kommenden Monaten einen Boden bilden wird. Und wo dieser Boden dann gebildet werden wird, wird natürlich durch die Frage bestimmt, was mit den Kernreaktoren passieren wird…

 

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