Winzige Erholungen

Seit Mitte Februar erleben wir eine Börsenerholung. Prima.

Und Zufall oder nicht, seit Mitte Februar sinkt der Dollar im Verhältnis zum chinesischen Yuan etwas ab. Und Zufall oder nicht, seit Mitte Februar hat sich der Ölpreis von 29$ auf 35$ pro Fass erholt.

Die Börse könnte ein steigender Ölpreis jetzt freuen, aber in der Graphik oben ist sehr gut zu sehen, wie winzig klein diese Erholung ist.

Winzige Erholungen
Hinzukommt, dass die Weltwirtschaft derzeit flachliegt, und dass nach wie vor zu viel Öl produziert wird.

Selbst wenn der Ölpreis bei rund 35$ hängenbleibt, geraten viele Unternehmen, Banken und ölproduzierende Länder im immer größere Schwierigkeiten.

Und die Erholung des Yuan ist auch winzig. Und ist sehr wahrscheinlich die Konsequenz eines Angriffs der People’s Bank of China auf Spekulanten. Damit soll erreicht werden, dass die Spekulanten zur Schließung ihrer Short Positionen gezwungen werden. Spekulanten sollen also abgeschüttelt werden.

 

Ein solcher Angriff löst selbstverständlich nichts. Die PBOC kauf sich so nur etwas Zeit. Denn das grundlegende Problem ist und bleibt dasselbe, das ich Ihnen schon vor gut zwei Wochen in diesem Artikel genannt habe.

Stimmung an der Börse könnte jeden Moment kippen
Durch dieses Hickhack werden Chinas Währungsreserven nur noch schneller sinken. Und eine kräftige Abwertung des Yuan rückt immer näher.

Sobald der Markt dahinter steigt, wird die Stimmung wieder kippen.

Ich vermute daher, dass die derzeitige Börsenerholung bald endet. Dass wir schon sehr bald wieder Zustände wie im Januar erleben.

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Chinesen haben keine Wahl

Seit Montag wissen wir, dass Chinas Wirtschaft im letzten Quartal um 6,9% gewachsen ist. Die geringste Zunahme seit 2009, aber dennoch etwas mehr als erwartet. Jeder, der sich mit China allerdings ein bisschen auskennt weiß, dass das manipulierte Zahlen sind. Reine PR für die eigene Bevölkerung.

Besser die Fakten betrachten. Ich habe Sie diesen Monat schon in diesem Artikel über den Rückgang des deutschen Exports informiert. Letzte Woche dann diese Schlagzeile:

 

 

Die Chinesen halten ihr Geld beisammen. Haben weniger Lust ausländische Dinge zu kaufen. Und darunter leidet natürlich insbesondere Deutschland.

Nachfrage Chinas auch weiterhin eher knapp
Und das wird nur noch schlimmer werden. Denn für uns steht fest, dass China seine Währung in nächster Zeit systematisch (aber nicht zu schnell) abwerten wird, was den Import nur verteuern wird.

Um das Warum verstehen zu können, reicht die folgende Graphik.

Die Chinesen haben ihren Yuan an den Dollar gekoppelt. Und die Geschichte zeigt, dass es fast nie eine gute Idee ist, seine Währung an eine andere zu koppeln. Das geht früher oder später fast immer schief.

Sinkende Währungsreserven
China exportiert mehr als es importiert. Und weil beinahe der gesamte Welthandel in Dollar abgerechnet wird, hat China in den vergangenen 20 Jahren eine enorme Menge Währungsreserven angehäuft. Ganze 4.000 Milliarden Dollar.

Eine große Menge Währungsreserven schafft Sicherheit. Diese hohen Währungsreserven machen es möglich, dass chinesische Unternehmen immer und überall problemlos Waren kaufen oder investieren können. Dollar Vorrat ist groß genug.

Wenngleich China auch jetzt ein Netto-Exportland ist, und über den regulären Handel also jeden Monat Milliarden Dollar ins Land kommen, sinken die Währungsreserven jetzt. Letztes Jahr um satte 500 Milliarden Dollar.

Warum der Dollar nicht weiter stieg
Grund dafür ist, dass die People´s Bank of China (PBOC) jeden Monat dutzende Milliarden Dollar verkaufen und damit chinesische Yuan kaufen muss, um auf diese Weise die Verbindung mit dem Dollar aufrechterhalten zu können.

Das ist auch der Grund dafür, dass der Dollar sich jetzt bereits seit sechs Monaten seitwärts bewegt.

Das kann natürlich nicht dauerhaft so weitergehen. China muss den Yuan herabstufen, anderenfalls schmelzen die Währungsreserven wie Schnee in der Sonne. Und mit ihnen Chinas Flexibilität für Handel und Investitionen im Ausland.

Dollar Bullenmarkt geht bald in eine neue Phase
Schon allein, wenn die PBOC damit aufhört, den Yuan künstlich hochzutreiben, wird der Yuan stark sinken, China wird Deflation exportieren und der Dollar Bullenmarkt geht in eine neue Phase über.

Und die einzige Wahl, die anderen Exportländern (also Konkurrenten) wie Südkorea, Europa und Japan dann noch bleibt, ist eine weitere starke Abwertung der eigenen Währung. Indem massenweise Geld gedruckt wird.

Sie sollten physisches Gold und Silber besitzen!
Grund genug in den kommenden Jahren weniger Euro, dafür aber mehr physisches Gold und Silber zu besitzen.

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