Noch einmal zurück zum Rendite-freien Risiko

Dienstag habe ich in den Nachrichten gesehen, dass Anleger französische Staatsanleihen für einen Negativzins von 0,005% kaufen. Bitte denken Sie einmal darüber nach, wie blödsinnig das ist.

Anleger leihen ihr sauerverdientes Geld also einem Land, dem es finanziell und wirtschaftlich schlecht geht. Das schon seit Jahren jedes Jahr mehr Geld ausgibt als es einnimmt. Und anstatt hohe Zinsen zu fordern, zahlen sie sogar Zinsen! Geht´s noch absurder?

In diesem Artikel habe ich letzte Woche bereits etwas über das Rendite-freie Risiko geschrieben. Anhand unterschiedlicher Leserreaktionen habe ich gespürt, dass Menschen dazu neigen, über diesen Begriff hinwegzulesen, ohne sich zu fragen, was das eigentlich bedeutet.

Zu 100% keine Rendite
Rendite-freies Risiko bedeutet, dass man eine Anlage hat, bei der man zu 100% sicher weiß, dass man damit keine Rendite erzielen wird. Man geht allerdings zwei Risiken ein: Das Geld verliert infolge der Inflation an Wert und die Gegenpartei könnte Pleite gehen und man bekommt überhaupt nichts von seinem Geld zurück.

Zwei meiner Meinung nach sehr große Risiken. Und die geht man ein, ohne eine Chance auf Rendite. Rendite-freies Risiko also.

Einlagensicherung = reine Volksverarsche
Ein anderes Beispiel ist das Sparkonto. Nach Abzug der Inflation bekommen Sie schon jetzt eine Negativrendite. Und Sie gehen das Risiko ein, dass Ihr Geld in den kommenden Jahren infolge eines stark sinkenden Euro/einer stark steigenden Inflation deftig an Kaufkraft verlieren wird (siehe Artikel). Zudem besteht das Risiko, dass Ihre Bank Pleite geht.

Aber dann bleibt uns doch immer noch die Einlagensicherung der deutschen Regierung!? Ich reiße Sie direkt aus Ihren Träumen. Das Eigenvermögen der größten deutschen Bank beträgt nur 2,5% ihrer ausstehenden Darlehen. Und das ist etwa zwei Drittel der gesamten deutschen Wirtschaft. Wie denkt die Regierung Garant stehen zu können, wenn es auch nur mit einer deutschen Großbank in die Hose geht?

Viele andere Banken stehen genauso schlecht da. Die Einlagensicherung von 100.000 Euro pro Kunde ist reine Volksverarsche. Das können Sie unmöglich realisieren.

Fazit
Seien Sie sich bitte darüber im Klaren, dass Sparkonten und Staatsanleihen (in die Sie mittels Ihres Rentenfonds kräftig investieren) Anlagen sind, bei denen Sie ein Rendite-freies Risiko eingehen. Also eine 100%ige Garantie darauf, dass Sie keine Rendite erzielen werden, obwohl Sie ein (sehr hohes) Risiko eingehen.

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Rendite-freies Risiko

Dienstagmorgen habe ich die Website der Financial Times besucht, und als erste Themen fielen mir ins Auge:

    • US Factory output at three-year low
    • Eurozone unemployment hits record high
    • China pressed to stimulate economy
    • UK Manufacturing activity shrank in June

Ausgesprochen schlechte (sehr schlechte) Wirtschaftsnachrichten, aber die Börsen freuen sich über ein Grüppchen EU-Politiker, die die x-te „Lösung“ präsentieren. Während verschiedene Ökonomien vor dem Zusammenbruch stehen, erleben die Börsen ein letzten Endes ruhiges Jahr. Obwohl es für den Euro keine andere Möglichkeit gibt, als den Zusammenbruch oder die Entwertung infolge massenhaften Gelddruckes, erlebt auch der EUR-/USD-Kurs ein sehr ruhiges Jahr.

Return-free Risk
Und obwohl Gold und Silber nur einen Ticken höher notieren als Ende 2011, leihen Anleger den sog. sicheren Ländern ihr Geld und nehmen dafür einen so niedrigen Zins hin, dass sie nach Abzug der Inflation sogar Kaufkraft einbüßen. Anleger entscheiden sich in großer Vielzahl für „Return-free Risk“. Rendite-freies Risiko also.

Herrscht an den Finanzmärkten denn gar keine Logik mehr? Natürlich schon! Logik herrscht immer, jedoch nur langfristig. Um kurzfristig von Bewegungen profitieren zu können, muss man ein Studium der Massenpsychologie und/oder Soziologie absolviert haben. Man muss also das unlogische Verhalten großer Menschengruppen vorhersehen können.

Angenehm sicher. Oder doch nicht?
Warum entscheiden sich so viele Anleger überhaupt für Rendite-freies Risiko? Ich habe ein Erklärung: In Krisenzeiten greifen die Menschen auf Anlagen zurück, deren Saldo in Euro nicht fluktuiert und denen jedes Jahr ein wenig Zinsen gutgeschrieben werden. Fühlt sich angenehm sicher an.

Das Paradoxe ist, dass Anlagen, deren Saldi nicht bzw. kaum schwanken (Sparkonten, Anleihen), jetzt das größte Risiko mit sich bringen. Während Anlagen deren Saldi schwanken (z.B. Gold und Silber) im Gegensatz dazu mit viel weniger Risiko behaftet sind. Bevor das jedoch die große Masse begreift, wird es für sehr viele Menschen schon viel zu spät sein. Wenn Sie rechtzeitig etwas unternehmen wollen, klicken Sie hier für Informationen über ein Goldkonto und/oder physisches Gold und Silber.

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